Wirtschaft in Bewegung: Für Unternehmerinnen und Unternehmer ist das Fahrrad ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Wirtschaft in Bewegung: Für Unternehmerinnen und Unternehmer ist das Fahrrad ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. © Adobe Stock/Andrey Popov
Radfahren

Das Fahrrad spielt für
die Wirtschaft eine Rolle

Das Fahrrad ist längst ein Wirtschaftsfaktor. Kärntner Unternehmer erzählen, welche Entwicklungen sie beobachten.

22.05.2025 15:05 von Johannes Moser
Lesezeit 6 Minuten

Ob als Freizeit­ver­gnügen, Pendel­al­ter­native oder Urlaubsform – das Fahrrad ist aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzu­denken. In Öster­reich treten über 2,5 Millionen Menschen regel­mäßig in die Pedale, das Rad ist längst mehr als nur ein Fortbe­we­gungs­mittel: Es ist Ausdruck eines aktiven Lebens­stils, Touris­mus­magnet und auch ein wichtiges Element regio­naler Wertschöpfung.

Kärntner Unter­nehmer setzen aufs Fahrrad

Wie stark der Radverkehr mittler­weile auch die Wirtschaft bewegt, zeigen vier Beispiele aus Kärnten. Ein Fachhändler spricht über die Entwicklung im Verkauf und eine Anbie­terin von Radreisen über die Chancen für Tourismus und Regionen. Ihre State­ments zeigen: Das Rad rollt und mit ihm viele Ideen und Geschäfts­mo­delle.

„E‑Bike ist im Trend“

„Der Trend zum E‑Bike ist ungebrochen. Besonders für einzelne Etappen des Drauradwegs oder die Runde um den Wörthersee leihen sich Gäste und Einhei­mische Räder aus. Am Faaker See profi­tieren wir von der Nähe zu den zahlreichen Trails der Region, ideal für unsere Enduro-Mountain­bikes, sowohl klassisch als auch mit E‑Antrieb. Die zahlreichen Schul­sport­wochen sind vor allem in der Vorsaison ein wichtiger Faktor für uns.“

Alexander Messner
© Hotel City Villach/Richard Pichler

„Trend zum Radurlaub“

„Im Hotel City Villach merken wir seit einigen Jahren einen Trend zum Radurlaub. Unsere Radsaison erstreckt sich mittler­weile von Mai bis Oktober – in dieser Zeit zählen wir täglich rund 20 bis 25 radelnde Gäste. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, haben wir in eine absperrbare Radgarage inves­tiert. Besonders wichtig ist auch die Verfüg­barkeit von Ladesta­tionen, denn rund 80 Prozent unserer Radgäste sind mit dem E‑Bike unterwegs.“

Eva Maria Eder

„E‑Bike ist Verkaufs­schlager“

„Das E‑Bike in allen Varianten ist nach wie vor der Verkaufs­schlager und macht bei uns nahezu zwei Drittel der Radver­käufe aus. Darüber hinaus sind auch Rennräder und Gravel­bikes im Einstiegs­be­reich gefragt, während das Mountainbike nach wie vor das klassische Jugendrad darstellt. Nach dem Radboom während der Pandemie ist aber eine gewisse Markt­sät­tigung einge­treten. Auch die wirtschaft­lichen Rahmen­be­din­gungen sind schwie­riger geworden.“

Christian Tyl

„Urlaub auf zwei Rädern“

„Viele Menschen greifen im Alltag mehr und mehr auf das Rad zurück und möchten demzu­folge auch ihren Urlaub auf zwei Rädern verbringen. Von der Umtrie­bigkeit des Radtou­rismus profi­tieren außerdem viele Branchen, von der Gastro­nomie und Hotel­lerie über den Sport­handel bis hin zu Ausflugs­zielen oder Werkstätten. Besonders bei mehrtä­gigen, geplanten Genuss­touren ist das E‑Bike das bevor­zugte Verkehrs­mittel, weil es komfor­tabel ist und längere Distanzen möglich macht.“

Claudia Tscherne

„Radfahrer als wichtige Gäste“

Radfahrer sind im Stift St. Georgen wichtige Gäste. Mit Zerti­fi­zie­rungen wie „Bed and Bike“ und gezielten Angeboten versuchen wir, unter­stützt mit einer entspre­chende Radin­fra­struktur im Haus (Radwasch­platz, versperrbare Radauf­be­wahrung), den Anteil an radelnden Gästen gezielt zu steigern.

Sabine Loy
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 10/25 erschienen.
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Mehr zum Thema gibt es hier: Auf zwei Rädern ins Glück.