Das Fahrrad spielt für die Wirtschaft eine Rolle
Das Fahrrad ist längst ein Wirtschaftsfaktor. Kärntner Unternehmer erzählen, welche Entwicklungen sie beobachten.
Ob als Freizeitvergnügen, Pendelalternative oder Urlaubsform – das Fahrrad ist aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. In Österreich treten über 2,5 Millionen Menschen regelmäßig in die Pedale, das Rad ist längst mehr als nur ein Fortbewegungsmittel: Es ist Ausdruck eines aktiven Lebensstils, Tourismusmagnet und auch ein wichtiges Element regionaler Wertschöpfung.
Kärntner Unternehmer setzen aufs Fahrrad
Wie stark der Radverkehr mittlerweile auch die Wirtschaft bewegt, zeigen vier Beispiele aus Kärnten. Ein Fachhändler spricht über die Entwicklung im Verkauf und eine Anbieterin von Radreisen über die Chancen für Tourismus und Regionen. Ihre Statements zeigen: Das Rad rollt und mit ihm viele Ideen und Geschäftsmodelle.
„E‑Bike ist im Trend“
„Der Trend zum E‑Bike ist ungebrochen. Besonders für einzelne Etappen des Drauradwegs oder die Runde um den Wörthersee leihen sich Gäste und Einheimische Räder aus. Am Faaker See profitieren wir von der Nähe zu den zahlreichen Trails der Region, ideal für unsere Enduro-Mountainbikes, sowohl klassisch als auch mit E‑Antrieb. Die zahlreichen Schulsportwochen sind vor allem in der Vorsaison ein wichtiger Faktor für uns.“
„Trend zum Radurlaub“
„Im Hotel City Villach merken wir seit einigen Jahren einen Trend zum Radurlaub. Unsere Radsaison erstreckt sich mittlerweile von Mai bis Oktober – in dieser Zeit zählen wir täglich rund 20 bis 25 radelnde Gäste. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, haben wir in eine absperrbare Radgarage investiert. Besonders wichtig ist auch die Verfügbarkeit von Ladestationen, denn rund 80 Prozent unserer Radgäste sind mit dem E‑Bike unterwegs.“
„E‑Bike ist Verkaufsschlager“
„Das E‑Bike in allen Varianten ist nach wie vor der Verkaufsschlager und macht bei uns nahezu zwei Drittel der Radverkäufe aus. Darüber hinaus sind auch Rennräder und Gravelbikes im Einstiegsbereich gefragt, während das Mountainbike nach wie vor das klassische Jugendrad darstellt. Nach dem Radboom während der Pandemie ist aber eine gewisse Marktsättigung eingetreten. Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind schwieriger geworden.“
„Urlaub auf zwei Rädern“
„Viele Menschen greifen im Alltag mehr und mehr auf das Rad zurück und möchten demzufolge auch ihren Urlaub auf zwei Rädern verbringen. Von der Umtriebigkeit des Radtourismus profitieren außerdem viele Branchen, von der Gastronomie und Hotellerie über den Sporthandel bis hin zu Ausflugszielen oder Werkstätten. Besonders bei mehrtägigen, geplanten Genusstouren ist das E‑Bike das bevorzugte Verkehrsmittel, weil es komfortabel ist und längere Distanzen möglich macht.“
„Radfahrer als wichtige Gäste“
Radfahrer sind im Stift St. Georgen wichtige Gäste. Mit Zertifizierungen wie „Bed and Bike“ und gezielten Angeboten versuchen wir, unterstützt mit einer entsprechende Radinfrastruktur im Haus (Radwaschplatz, versperrbare Radaufbewahrung), den Anteil an radelnden Gästen gezielt zu steigern.