Sandra Dobos entwickelt in Steindorf am Ossiacher See individuelle Wohnkonzepte.
Sandra Dobos entwickelt in Steindorf am Ossiacher See individuelle Wohnkonzepte. © KK/Simone Attisani
Sandra Dobos

Mit Herz
und Hammer

Von Hamburg an den Ossiacher See: Sandra Dobos nutzte den Umzug nach Kärnten für einen Neustart in die Selbstständigkeit: Als „Raumwandlerin“ verwandelt sie alte Häuser in ein zeitgemäßes Zuhause und übernimmt auf Wunsch die komplette Projektabwicklung.

16.04.2026 07:11 - Update am: 16.04.2026 07:11 von Anita Arneitz
Lesezeit 3 Minuten

Die Harley Bike Week entfachte bei Sandra Dobos die Liebe zu Kärnten. „Ich sagte immer, wenn sich in Hamburg einmal beruflich etwas ändert, fange ich hier noch einmal neu an.“ Und das tat sie 2024. Sie machte sich als „Raumwand­lerin“ und Home­stagerin mit einer Wohnma­nu­faktur selbst­ständig. Dabei lebt sie ihre Leiden­schaft aus: Das Renovieren von alten Häusern und das Upcycling von Möbeln. Übung hat sie darin.Schließlich ist sie selbst mindes­tens 18-mal gesiedelt und hat sich ein neues Zuhause einge­richtet.


„Heute gestalte ich für meine Kunden auf ihre Bedürf­nisse abgestimmte Wohnkon­zepte und wandle am liebsten Häuser aus den 1960er- bis 1990er-Jahren um, denn Wohnen hat sich verändert“, erzählt Dobos. Dabei übernimmt sie auch die komplette Projekt­ab­wicklung – von der Auswahl und Koordi­nation von Handwerkern und Möbelstü­cken. Sicht­achsen, Licht­ver­hält­nisse, Größen­re­lation – oft sind es nur Kleinig­keiten, die einem Raum ein neues Wohngefühl geben.

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Der Einstieg in die Selbst­stän­digkeit war für sie nicht schwer: „Ich habe bereits in Deutschland 18 Jahre lang im Projekt­ma­nagement auf selbst­stän­diger Basis gearbeitet.“ Als gelernte Indus­triekauffrau arbeitete sie lange im Anlagenbau und wickelte Projekte für große Raffi­nerien ab. „Dadurch kann ich mit Gewerken umgehen, Pläne lesen und bin erprobt in der Organi­sation mit sehr engen Termin­zeit­räumen.“ Für sie ist das eine ideale Ergänzung zum kreativen Gestalten.

Hilfs­an­gebote nutzen

Was in Kärnten anders ist? „In Öster­reich hat mir beim Start die Wirtschafts­kammer sehr geholfen. Die Unter­stützung für Gründer und Einper­so­nen­un­ter­nehmen ist in Öster­reich viel größer als in Deutschland“, sagt Dobos. „Es gibt wirklich viele Hilfs­an­gebote, aber man muss sie als Selbst­ständige auch abholen.“ Was ebenfalls wichtig sei: gezielte Fragen stellen, um konkrete Antworten zu bekommen. Kärnten selbst erlebt sie als Do-it-yourself-affin und bedachter in Entschei­dungen. „Die Dinge brauchen hier mehr Zeit. Es wird nicht sofort auf Trends aufge­sprungen. Deshalb biete ich einen Beratungs­service an, um sich einfach mal Ideen zu holen oder gemeinsam zu schauen, was mit dem vorhan­denen Budget alles möglich ist.“ Künftig möchte sie auch Handwerker- und DIY-Workshops für Frauen anbieten.

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