Bunt, aber
nicht beliebig
Mit ihrem Concept Store „W(i)e nice“ sorgt Denise Dedic-Schlögl seit einem Jahr für mehr Farbe in der Klagenfurter Innenstadt.
Von T‑Shirts über Tassen bis hin zu Snacks und Drinks – die Produktpalette von „W(i)e nice“ ist groß und vor allem eines: bunt. „Bei Kleidung geht es um Emotion. Ich möchte die Menschen dazu animieren, mehr Farbe in ihr Leben zu bringen“, sagt Denise Dedic-Schlögl. Das Sortiment werde sorgfältig ausgewählt, jedes Produkt bewusst in Szene gesetzt. Ziel ist eine Wohlfühlatmosphäre, die zum Stöbern einlädt. Darauf legt die 29-jährige Unternehmerin besonderen Wert: „Wir führen kleine Marken aus Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und natürlich Klagenfurt. Wir kennen die Menschen dahinter und unser Feedback fließt auch in die Kollektionen ein.“ Fernab von Massenware sind viele Stücke nur in kleinen Auflagen erhältlich. Das wissen und schätzen auch ihre Stammkunden, die sie sich in ihrem ersten Jahr der Selbstständigkeit aufgebaut hat. „Es lief von Anfang an besser, als erwartet und dafür bin ich sehr dankbar.“
Traum hat sich erfüllt
Der Wunsch nach einem eigenen Geschäft begleitete Dedic-Schlögl schon lange. Bereits während ihres Studiums der Medien- und Kommunikationswissenschaften war sie immer im Einzelhandel tätig, in den vergangenen fünf Jahren vor ihrer Selbstständigkeit als Shopleitung bei Lilfame in Klagenfurt. Heute hat sie ihren eigenen Standort – vom unteren Ende des Alten Platzes zog es sie ans obere. „Das war ein reiner Zufall. Ein leistbares Geschäftslokal in der Innenstadt zu finden, war eine Katastrophe. Hier sollte man Menschen, die zur Belebung der Stadt beitragen möchten, mehr entgegenkommen.“
Pläne für die Zukunft
Der Shop fand von Beginn an großen Zuspruch, die Zeit bisher war sehr intensiv: „Alles alleine zu stemmen, kann herausfordernd sein. Da hilft ein starker Partner an der Seite, sowie Familie und Freunde, auf die man sich verlassen kann.“ Ergänzend wird nach einer Aushilfe gesucht, die die Leidenschaft für das Schöne teilt. Erfolgsrezept gebe es keines. Stattdessen setzt sie weiterhin auf Liebe zum Detail und bewährte Formate wie das „Afterwork-Shopping“ alle zwei Monate – freitags von 15 bis 21 Uhr mit DJ. Auch an einem Onlineshop werde getüftelt, bisher fehlte aber einfach die Zeit. Was sich die Jungunternehmerin zum einjährigen Bestehen wünscht? „Dass die Menschen bewusster durch die Stadt gehen und entdecken, was für tolle Geschäfte es hier gibt und den regionalen Handel unterstützen.“