Elisabeth Mikl
Elisabeth Mikl veranstaltet mit „ROSA200“ Rad-Events. © Elisabeth Mikl
Elisabeth Mikl

Rosa
radelnd zum Erfolg

Elisabeth Mikl aus Villach hat das Sporteln in Gemeinschaft zum Geschäft gemacht und veranstaltet Rad-Events.

25.03.2026 09:36 - Update am: 26.03.2026 14:18 von Johannes Moser
Lesezeit 4 Minuten

Manchmal beginnt eine Geschäftsidee mit einer persön­lichen Verän­derung. Bei Elisabeth Mikl war es die Coronazeit, die den Anstoß gab. Zwei Wochen Quarantäne wurden für die 36-Jährige zum Wende­punkt. „Ich wollte mehr aus mir machen und Menschen bei gemein­samen sport­lichen Aktivi­täten zusam­men­bringen“, erinnert sie sich.

Mut zur Selbst­stän­digkeit gab ihr dabei auch ihre eigene Geschichte: „Ich begann erst mit 25 intensiv Sport zu treiben und konnte durch Ausdauer und Vertrauen in mich selbst zahlreiche Erfolge feiern.“ Neben zahlreichen Wettkämpfen im Skiberg­steigen war der Staats­meis­ter­titel im Teamberglauf eines der größten Highlights ihrer Laufbahn. Heute steht für sie weniger der Vergleich mit anderen als vielmehr die Freude an der Bewegung im Mittel­punkt. „Der Sport ist Teil meines Wesens – aber der Spaß daran ist mir wichtiger geworden“, sagt sie.

„Bock auf“ gemein­sames Sporteln

Zunächst entstand die eigene Marke „Bock auf“, unter der diverse Textilien und Lifesty­le­ar­tikel vertrieben werden. Über Social Media begann Mikl, Gleich­ge­sinnte zu vernetzen, die sich rasch mit regel­mä­ßigen gemein­samen Läufen und Events zu einer aktiven Community entwi­ckelten.

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„Aus Freude und eigenem Antrieb begann ich dann, größere gemeinsame Aktivi­täten zu organi­sieren – inklusive Verpflegung und Transfer.“ 2023 organi­sierte Mikl „Senza Confini“. Es radelten 16 Teilneh­mende von Villach nach Triest – rund 180 Kilometer an einem Tag.

Ein Jahr später folgte mit ROSA200 die nächste Heraus­for­derung: 200 Kilometer von Villach über den Faaker See bis nach Triest. Weil das ursprüng­liche Konzept nur begrenzt wachsen konnte, entwi­ckelte Mikl das Event weiter. Heute bietet „ROSA200“ mehrere Routen – sowohl für ambitio­nierte Fahrer als auch für Hobby­radler. Zeitnehmung gibt es bei der Ausfahrt keine, der Genuss steht im Vorder­grund. Kulina­rische Verpfle­gungs­sta­tionen entlang der Strecke tragen ihren Teil dazu bei.

Der Erfolg gibt Mikl recht: Aus 17 Teilnehmern 2023 wurden zwei Jahre später bereits über 200 aus Öster­reich und Deutschland. „Für die „ROSA200“, die heuer im Juni am Faaker See statt­findet, bin ich mit nunmehr 600 Rennradlern bereits ausver­kauft.“

Rosa radelt, auch auf Schotter

Mikls Vision ist klar: „Ich möchte ein inspi­rie­rendes Radsport­event schaffen – mit Emotionen, Leiden­schaft und einer starken Gemein­schaft.“ Die Farbe Rosa ist dabei nicht zufällig gewählt. „Rosa ist auch die Farbe des Giro d’Italia, eines der größten Radrennen der Welt“, sagt Mikl, die jedoch betont, dass „ROSA200 kein reines Frauen­event ist.“ Die Erwei­terung ihrer ROSA-Serie steht bereits im September an. „Die ROSA200 Gravel findet teils auf Schotter rund um Burg Taggen­brunn statt“, strahlt die Event­pla­nerin, die der große Rückhalt ihrer Community antreibt: „Viele verfolgen meinen Weg von Anfang an und gratu­lieren mir zu allem, was ich aufgebaut habe.“

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