Rosa
radelnd zum Erfolg
Elisabeth Mikl aus Villach hat das Sporteln in Gemeinschaft zum Geschäft gemacht und veranstaltet Rad-Events.
Manchmal beginnt eine Geschäftsidee mit einer persönlichen Veränderung. Bei Elisabeth Mikl war es die Coronazeit, die den Anstoß gab. Zwei Wochen Quarantäne wurden für die 36-Jährige zum Wendepunkt. „Ich wollte mehr aus mir machen und Menschen bei gemeinsamen sportlichen Aktivitäten zusammenbringen“, erinnert sie sich.
Mut zur Selbstständigkeit gab ihr dabei auch ihre eigene Geschichte: „Ich begann erst mit 25 intensiv Sport zu treiben und konnte durch Ausdauer und Vertrauen in mich selbst zahlreiche Erfolge feiern.“ Neben zahlreichen Wettkämpfen im Skibergsteigen war der Staatsmeistertitel im Teamberglauf eines der größten Highlights ihrer Laufbahn. Heute steht für sie weniger der Vergleich mit anderen als vielmehr die Freude an der Bewegung im Mittelpunkt. „Der Sport ist Teil meines Wesens – aber der Spaß daran ist mir wichtiger geworden“, sagt sie.
„Bock auf“ gemeinsames Sporteln
Zunächst entstand die eigene Marke „Bock auf“, unter der diverse Textilien und Lifestyleartikel vertrieben werden. Über Social Media begann Mikl, Gleichgesinnte zu vernetzen, die sich rasch mit regelmäßigen gemeinsamen Läufen und Events zu einer aktiven Community entwickelten.
„Aus Freude und eigenem Antrieb begann ich dann, größere gemeinsame Aktivitäten zu organisieren – inklusive Verpflegung und Transfer.“ 2023 organisierte Mikl „Senza Confini“. Es radelten 16 Teilnehmende von Villach nach Triest – rund 180 Kilometer an einem Tag.
Ein Jahr später folgte mit ROSA200 die nächste Herausforderung: 200 Kilometer von Villach über den Faaker See bis nach Triest. Weil das ursprüngliche Konzept nur begrenzt wachsen konnte, entwickelte Mikl das Event weiter. Heute bietet „ROSA200“ mehrere Routen – sowohl für ambitionierte Fahrer als auch für Hobbyradler. Zeitnehmung gibt es bei der Ausfahrt keine, der Genuss steht im Vordergrund. Kulinarische Verpflegungsstationen entlang der Strecke tragen ihren Teil dazu bei.
Der Erfolg gibt Mikl recht: Aus 17 Teilnehmern 2023 wurden zwei Jahre später bereits über 200 aus Österreich und Deutschland. „Für die „ROSA200“, die heuer im Juni am Faaker See stattfindet, bin ich mit nunmehr 600 Rennradlern bereits ausverkauft.“
Rosa radelt, auch auf Schotter
Mikls Vision ist klar: „Ich möchte ein inspirierendes Radsportevent schaffen – mit Emotionen, Leidenschaft und einer starken Gemeinschaft.“ Die Farbe Rosa ist dabei nicht zufällig gewählt. „Rosa ist auch die Farbe des Giro d’Italia, eines der größten Radrennen der Welt“, sagt Mikl, die jedoch betont, dass „ROSA200 kein reines Frauenevent ist.“ Die Erweiterung ihrer ROSA-Serie steht bereits im September an. „Die ROSA200 Gravel findet teils auf Schotter rund um Burg Taggenbrunn statt“, strahlt die Eventplanerin, die der große Rückhalt ihrer Community antreibt: „Viele verfolgen meinen Weg von Anfang an und gratulieren mir zu allem, was ich aufgebaut habe.“