Welt der
schönen Dinge
Ines Lessiak erfüllte sich in St. Veit und Klagenfurt den Traum vom eigenen Geschäft, in dem es hochgradig „menschelt“.
Vom Olivenöl aus Portugal bis zum Kissen für Neugeborene, vom Wein aus dem Glantal bis zur stimmungsvollen Tischleuchte: Im Design-Refugium von Ines Lessiak am St. Veiter Herzog-Bernhard-Platz kommt sofort ein Wohlgefühl auf. Der Gang in die Selbstständigkeit war bei der designaffinen Unternehmerin ein lang gehegter Wunsch.
Die Brücklerin arbeitete jahrzehntelang als Buchhalterin und Lohnverrechnerin. Dabei begleitete sie die Idee eines eigenen Geschäfts stets im Hinterkopf. Im September 2025 wurde daraus Realität: Mit „Frieda’s“ erfüllte sie sich in der St. Veiter Altstadt ihren Traum. Die Lage im Zentrum der Herzogstadt empfindet sie dabei als großen Vorteil: „Der Standort St. Veit ist weitaus besser als sein Ruf. Außerdem bin ich so auf den Verkehrsachsen der Flanierenden gelegen, dass bei mir jeder vorbeikommt.“
Die Tatsache, dass auch ein zweites Geschäft in Klagenfurt besteht, war so nicht geplant. „Es ergab sich die Möglichkeit, ein ideales Geschäftslokal am Alten Platz zu übernehmen. Da habe ich nach dem tollen Start in St. Veit nicht allzu lange überlegt“, lacht die Mutter einer erwachsenen Tochter. Innerhalb von 14 Tagen wurde eingerichtet und zu Ostern die zweite Filiale eröffnet.
Vielfältiges Sortiment
Das Konzept dahinter ist bewusst anders als bei vielen Geschenkeshops. Skandinavisches Design, ausgewählte Wohnaccessoires, Dekorationsartikel, kleine kulinarische Geschenke und hochwertige Gebrauchsgegenstände bilden das Sortiment. „Es müssen nicht immer nur Blumen und Wein sein“, sagt die Unternehmerin. Besonders wichtig ist ihr dabei die Zusammenarbeit mit Lieferanten, deren Produkte nicht in jeder Einkaufsstraße erhältlich sind. Genau diese Besonderheit sei inzwischen zu einem Erfolgsrezept geworden.
Auch bei der Vermarktung geht Lessiak bewusst ihren eigenen Weg. Einen Online-Shop gab es nie in ihren Überlegungen. Stattdessen möchte sie Orte schaffen, an denen Menschen sich treffen, stöbern und ins Gespräch kommen. „Produkte mit Geschichten, egal ob international oder lokal, verkaufen sich besser, wenn man auch etwas darüber erzählen kann“, ist sie überzeugt. Deshalb setzt sie auf persönliche Beratung und auf ein Sortiment, hinter dem sie selbst stehen kann.
Der Name „Frieda’s“ entstand dabei ganz spontan. Mitten in der Nacht kam Lessiak die Idee. „Es hat einfach gut geklungen“, erzählt sie. Ein befreundeter Grafiker schuf mit dem Logo die Personifikation des Namens, der stolz am und im Geschäft platziert wurde.
Beim Gründen profitierte die Unternehmerin von ihrem großen Netzwerk. Die größte Herausforderung war nicht die Finanzierung oder die Bürokratie, sondern die Suche nach der passenden Immobilie. Rückblickend zieht sie eine positive Bilanz. „Eine positive Einstellung hilft beim Gründen“, sagt Lessiak. Und sie ist überzeugt, dass es Menschen braucht, die den Schritt wagen: „Ohne mutige Menschen entsteht keine Wertschöpfung. Mit aktuell zwei Mitarbeiterinnen ist das mittelfristige Ziel klar: „Frieda’s ist gekommen, um zu bleiben.“