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Ines Lessiak erfüllte sich mit „Frieda’s“ einen lang gehegten Traum. © KW/JM
Frieda’s

Welt der
schönen Dinge

Ines Lessiak erfüllte sich in St. Veit und Klagenfurt den Traum vom eigenen Geschäft, in dem es hochgradig „menschelt“.

12.06.2026 07:13 von Johannes Moser
Lesezeit 5 Minuten

Vom Olivenöl aus Portugal bis zum Kissen für Neuge­borene, vom Wein aus dem Glantal bis zur stimmungs­vollen Tisch­leuchte: Im Design-Refugium von Ines Lessiak am St. Veiter Herzog-Bernhard-Platz kommt sofort ein Wohlgefühl auf. Der Gang in die Selbst­stän­digkeit war bei der design­affinen Unter­neh­merin ein lang gehegter Wunsch.

Die Brück­lerin arbeitete jahrzehn­telang als Buchhal­terin und Lohnver­rech­nerin. Dabei begleitete sie die Idee eines eigenen Geschäfts stets im Hinterkopf. Im September 2025 wurde daraus Realität: Mit „Frieda’s“ erfüllte sie sich in der St. Veiter Altstadt ihren Traum. Die Lage im Zentrum der Herzog­stadt empfindet sie dabei als großen Vorteil: „Der Standort St. Veit ist weitaus besser als sein Ruf. Außerdem bin ich so auf den Verkehrs­achsen der Flanie­renden gelegen, dass bei mir jeder vorbei­kommt.“

Die Tatsache, dass auch ein zweites Geschäft in Klagenfurt besteht, war so nicht geplant. „Es ergab sich die Möglichkeit, ein ideales Geschäfts­lokal am Alten Platz zu übernehmen. Da habe ich nach dem tollen Start in St. Veit nicht allzu lange überlegt“, lacht die Mutter einer erwach­senen Tochter. Innerhalb von 14 Tagen wurde einge­richtet und zu Ostern die zweite Filiale eröffnet.

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Vielfäl­tiges Sortiment

Das Konzept dahinter ist bewusst anders als bei vielen Geschen­ke­shops. Skandi­na­vi­sches Design, ausge­wählte Wohnac­ces­soires, Dekora­ti­ons­ar­tikel, kleine kulina­rische Geschenke und hochwertige Gebrauchs­ge­gen­stände bilden das Sortiment. „Es müssen nicht immer nur Blumen und Wein sein“, sagt die Unter­neh­merin. Besonders wichtig ist ihr dabei die Zusam­men­arbeit mit Liefe­ranten, deren Produkte nicht in jeder Einkaufs­straße erhältlich sind. Genau diese Beson­derheit sei inzwi­schen zu einem Erfolgs­rezept geworden.

Auch bei der Vermarktung geht Lessiak bewusst ihren eigenen Weg. Einen Online-Shop gab es nie in ihren Überle­gungen. Statt­dessen möchte sie Orte schaffen, an denen Menschen sich treffen, stöbern und ins Gespräch kommen. „Produkte mit Geschichten, egal ob inter­na­tional oder lokal, verkaufen sich besser, wenn man auch etwas darüber erzählen kann“, ist sie überzeugt. Deshalb setzt sie auf persön­liche Beratung und auf ein Sortiment, hinter dem sie selbst stehen kann.

Der Name „Frieda’s“ entstand dabei ganz spontan. Mitten in der Nacht kam Lessiak die Idee. „Es hat einfach gut geklungen“, erzählt sie. Ein befreun­deter Grafiker schuf mit dem Logo die Perso­ni­fi­kation des Namens, der stolz am und im Geschäft platziert wurde.

Beim Gründen profi­tierte die Unter­neh­merin von ihrem großen Netzwerk. Die größte Heraus­for­derung war nicht die Finan­zierung oder die Bürokratie, sondern die Suche nach der passenden Immobilie. Rückbli­ckend zieht sie eine positive Bilanz. „Eine positive Einstellung hilft beim Gründen“, sagt Lessiak. Und sie ist überzeugt, dass es Menschen braucht, die den Schritt wagen: „Ohne mutige Menschen entsteht keine Wertschöpfung. Mit aktuell zwei Mitar­bei­te­rinnen ist das mittel­fristige Ziel klar: „Frieda’s ist gekommen, um zu bleiben.“

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 11/26 erschienen.
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