Meister der
bunten Pralinen
Mit großer Leidenschaft für neue Kreationen widmet sich Alexander Moser in seiner MAConfiserie süßen Köstlichkeiten.
Der weiße Container mitten im Garten lässt nicht erahnen, was sich im Inneren verbirgt. Nur ein dezentes Logo weist auf die Wirkungsstätte von Alexander Moser hin. Öffnet man die Tür, wird aber schnell klar, dass der Konditormeister hier seine Passion auslebt. Es duftet nach Eclairs, die Küchenmaschinen schlagen Buttercreme auf. In der Kühlung warten fertige Torten auf ihre Abholung, ebenso bunte Pralinen.
„Schon mit sieben Jahren wollte ich später einmal Torten backen“, erzählt der 29-Jährige. Damals wusste der Villacher aber noch nicht, dass das ein Beruf ist, geschweige denn, dass es tatsächlich seiner werden könnte. Erst nach Stationen in der Fußballakademie und der Handelsschule begann er schließlich eine Konditorlehre. Seit 2025 ist Moser als Konditormeister selbstständig und widmet sich in seiner MAConfiserie mit Leidenschaft Pralinen, Desserts, Torten und Törtchen, die unter anderem in der Stiftsschmiede Ossiach, in der Freindalwirtschaft oder im Schlosshotel Velden genossen werden können.
Bunte Pralinen als Spezialität
Seine Produktionsstätte in Container-Bauweise hat im elterlichen Garten ihre Heimat gefunden. Dort produziert er alles, was möglich ist, selbst. „Meine Spezialität sind Pralinen und ich liebe es, kleine Desserts und Törtchen herzustellen“, erzählt Moser. Vor Weihnachten waren es knapp 10.000 Pralinen, die er produziert hat. Optisch fallen sie vor allem durch ihre Farbgebung auf. „Sie sind sehr bunt – das unterscheidet sie von anderen.“ Die optische Perfektion ist ihm neben dem Geschmack sehr wichtig. „Mein größter Kritiker bin ich selbst. Wenn sich die Farbe nicht vollständig aus der Form löst, kommt die Praline nicht in den Verkauf“, erklärt Moser.
Sein Wissen hat der Konditormeister unter anderem in verschiedenen Kursen im Ausland erworben, etwa in der Belgian Chocolate School. Seit 2023 gibt er es weiter. Als WIFI-Trainer bereitet er Lehrlinge auf die Lehrabschlussprüfung vor, auch bei der Vorbereitung auf die Meisterprüfung unterstützt er. „Das ist eine schöne Abwechslung, das mache ich sehr gerne.“ Selbst einmal einen Lehrling auszubilden, kann sich Moser ebenso vorstellen. „In ein oder zwei Jahren könnte das der Fall sein. Ich will nicht zu schnell zu groß werden, sondern konstant und gesund wachsen.“
Unterstützt wird der Jungunternehmer von seiner gesamten Familie. „Ich bin mit null gestartet, da hat mir meine Frau sehr geholfen. Meine Mutter unterstützt mich in der Buchhaltung und mein Vater stellt mir den Garten zur Verfügung.“ Auch sein eineinhalb Jahre alter Sohn hilft mit: Er kommt täglich in die Backstube und verkostet dort die Kekse.