Einsteiger_Alexander Moser
Konditormeister Alexander Moser fertigt in Villach neben kunstvollen Torten und Desserts auch Pralinen, die saisonal unterschiedlich gefüllt sind und durch ihre Farben hervorstechen. © Pia Steiner Videoproduktion
MAConfiserie

Meister der
bunten Pralinen

Mit großer Leidenschaft für neue Kreationen widmet sich Alexander Moser in seiner MAConfiserie süßen Köstlichkeiten.

29.06.2026 09:31 von Ines Tebenszky
Lesezeit 4 Minuten

Der weiße Container mitten im Garten lässt nicht erahnen, was sich im Inneren verbirgt. Nur ein dezentes Logo weist auf die Wirkungs­stätte von Alexander Moser hin. Öffnet man die Tür, wird aber schnell klar, dass der Konditor­meister hier seine Passion auslebt. Es duftet nach Eclairs, die Küchen­ma­schinen schlagen Butter­creme auf. In der Kühlung warten fertige Torten auf ihre Abholung, ebenso bunte Pralinen.
„Schon mit sieben Jahren wollte ich später einmal Torten backen“, erzählt der 29-Jährige. Damals wusste der Villacher aber noch nicht, dass das ein Beruf ist, geschweige denn, dass es tatsächlich seiner werden könnte. Erst nach Stationen in der Fußball­akademie und der Handels­schule begann er schließlich eine Kondi­tor­lehre. Seit 2025 ist Moser als Kondi­tor­meister selbst­ständig und widmet sich in seiner MACon­fi­serie mit Leiden­schaft Pralinen, Desserts, Torten und Törtchen, die unter anderem in der Stifts­schmiede Ossiach, in der Freind­al­wirt­schaft oder im Schloss­hotel Velden genossen werden können.

Bunte Pralinen als ­Spezia­lität


Seine Produk­ti­ons­stätte in Container-Bauweise hat im elter­lichen Garten ihre Heimat gefunden. Dort produ­ziert er alles, was möglich ist, selbst. „Meine Spezia­lität sind Pralinen und ich liebe es, kleine Desserts und Törtchen herzu­stellen“, erzählt Moser. Vor Weihnachten waren es knapp 10.000 Pralinen, die er produ­ziert hat. Optisch fallen sie vor allem durch ihre Farbgebung auf. „Sie sind sehr bunt – das unter­scheidet sie von anderen.“ Die optische Perfektion ist ihm neben dem Geschmack sehr wichtig. „Mein größter Kritiker bin ich selbst. Wenn sich die Farbe nicht vollständig aus der Form löst, kommt die Praline nicht in den Verkauf“, erklärt Moser.

© Pia Steiner Video­pro­duktion (3)


Sein Wissen hat der Konditor­meister unter anderem in verschie­denen Kursen im Ausland erworben, etwa in der Belgian Chocolate School. Seit 2023 gibt er es weiter. Als WIFI-Trainer bereitet er Lehrlinge auf die Lehrab­schluss­prüfung vor, auch bei der Vorbe­reitung auf die Meister­prüfung unter­stützt er. „Das ist eine schöne Abwechslung, das mache ich sehr gerne.“ Selbst einmal einen Lehrling auszu­bilden, kann sich Moser ebenso vorstellen. „In ein oder zwei Jahren könnte das der Fall sein. Ich will nicht zu schnell zu groß werden, sondern konstant und gesund wachsen.“
Unter­stützt wird der Jungun­ter­nehmer von seiner gesamten Familie. „Ich bin mit null gestartet, da hat mir meine Frau sehr geholfen. Meine Mutter unter­stützt mich in der Buchhaltung und mein Vater stellt mir den Garten zur Verfügung.“ Auch sein eineinhalb Jahre alter Sohn hilft mit: Er kommt täglich in die Backstube und verkostet dort die Kekse.

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 12/26 erschienen.
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