Regionale
Limo im Regal
Mit „Bock auf Limo“ sorgen zwei junge Unternehmer aus Kärnten für mehr Vielfalt bei alkoholfreien Erfrischungen.
Sie sind jung, ziemlich beste Freunde und haben beide einen ausgeprägten Geschäftssinn: die beiden Adeg-Kaufleute Stefan Benedikt (26) und Thomas Alexejew (29). Alexejew machte sich mit den Adeg-Filialen in Rangersdorf und Flattach selbstständig, Benedikt folgte ihm nach und übernahm die Standorte Straßburg und Micheldorf.
Schon bald fiel ihnen auf, dass ein regionales Erfrischungsgetränk in den Regalen fehlte und die Geschäftsidee zu „Bock auf Limo“ war geboren. Mittlerweile ist das Getränk seit drei Jahren auf dem Markt. Erhältlich ist die Limo bei Adeg und Billa in Kärnten und Osttirol sowie in allen Ackerboxen. Die Absatzzahlen liegen jährlich bei über 100.000 Flaschen, Tendenz steigend. „Wir sind als No-Name mit riesiger Konkurrenz gestartet, aber wir wollten es versuchen“, erzählt Benedikt.
Limo mit Heimatgeschmack
Das Alleinstellungsmerkmal ihrer Limonade: Nahezu alle Zutaten stammen aus der Region, das Wasser kommt von der Flattniz, abgefüllt wird bei Getränke Bodner in St. Veit. Geschmacklich hebt es sich von den Produkten der Großkonzerne durch weniger Zucker und weniger Kohlensäure ab. „Die Menschen achten bewusster darauf, was in Lebensmitteln drin ist und woher sie kommen. Diesen Trend haben wir aufgegriffen“, so Alexejew. Optisch ziert ein Steinbock das Logo, der die Verbundenheit zu Kärnten symbolisieren soll.
Nach zahlreichen Verkostungen standen die vier Geschmacksrichtungen Kräuter, Cola, Orange und Himbeere fest. „Das Getränk gemeinsam zu entwickeln und dann die erste Lieferung in Händen zu halten, das war wohl der schönste Moment bisher“, freut sich Benedikt. Die größte Herausforderung hingegen war die Einführung des Pfandsystems, das den beiden Jungunternehmern zahlreiche Nerven kostete.
Viele Pläne für die Zukunft
Für die Zukunft gibt es viele Pläne. Eine Zusammenarbeit mit der Gastronomie können sich die beiden gut vorstellen, „aber die erforderliche Anlieferung in Glasflaschen ist als Zwei-Mann-Betrieb noch eine zu große Hürde“, erklärt Alexejew. Gleichzeitig laufen Gespräche mit potenziellen Kunden, um die Vermarktung über Getränkeautomaten auszubauen. Schon bald sollen ein isotonisches Getränk und ein Sodawasser im Sortiment folgen.