Einsteiger_Stefan Benedikt Thomas Alexejew
Stefan Benedikt und Thomas Alexejew sorgen für eine kühle Erfrischung an heißen Tagen. © KW/Blasi
Bock auf Limo

Regionale
Limo im Regal

Mit „Bock auf Limo“ sorgen zwei junge Unternehmer aus Kärnten für mehr Vielfalt bei alkoholfreien Erfrischungen.

06.07.2026 08:55 von Claudia Blasi
Lesezeit 3 Minuten

Sie sind jung, ziemlich beste Freunde und haben beide einen ausge­prägten Geschäftssinn: die beiden Adeg-Kaufleute Stefan Benedikt (26) und Thomas Alexejew (29). Alexejew machte sich mit den Adeg-Filialen in Rangersdorf und Flattach selbst­ständig, Benedikt folgte ihm nach und übernahm die Standorte Straßburg und Micheldorf.


Schon bald fiel ihnen auf, dass ein regio­nales Erfri­schungs­ge­tränk in den Regalen fehlte und die Geschäfts­idee zu „Bock auf Limo“ war geboren. Mittler­weile ist das Getränk seit drei Jahren auf dem Markt. Erhältlich ist die Limo bei Adeg und Billa in Kärnten und Osttirol sowie in allen Acker­boxen. Die Absatz­zahlen liegen jährlich bei über 100.000 Flaschen, Tendenz steigend. „Wir sind als No-Name mit riesiger Konkurrenz gestartet, aber wir wollten es versuchen“, erzählt Benedikt.

Limo mit Heimat­ge­schmack

Das Allein­stel­lungs­merkmal ihrer Limonade: Nahezu alle Zutaten stammen aus der Region, das Wasser kommt von der Flattniz, abgefüllt wird bei Getränke Bodner in St. Veit. Geschmacklich hebt es sich von den Produkten der Großkon­zerne durch weniger Zu­cker und weniger Kohlen­säure ab. „Die Menschen achten bewusster darauf, was in Lebens­mitteln drin ist und woher sie kommen. Diesen Trend haben wir aufge­griffen“, so Alexejew. Optisch ziert ein Steinbock das Logo, der die Verbun­denheit zu Kärnten symbo­li­sieren soll.

© KW/Blasi (2)


Nach zahlreichen Verkos­tungen standen die vier Geschmacks­rich­tungen Kräuter, Cola, Orange und Himbeere fest. „Das Getränk gemeinsam zu entwi­ckeln und dann die erste Lieferung in Händen zu halten, das war wohl der schönste Moment bisher“, freut sich Benedikt. Die größte Heraus­for­derung hingegen war die Einführung des Pfand­systems, das den beiden Jungun­ter­nehmern zahlreiche Nerven kostete.

Viele Pläne für die Zukunft

Für die Zukunft gibt es viele Pläne. Eine Zusam­men­arbeit mit der Gastro­nomie können sich die beiden gut vorstellen, „aber die erfor­der­liche Anlie­ferung in Glasfla­schen ist als Zwei-Mann-Betrieb noch eine zu große Hürde“, erklärt Alexejew. Gleich­zeitig laufen Gespräche mit poten­zi­ellen Kunden, um die Vermarktung über Geträn­ke­au­to­maten auszu­bauen. Schon bald sollen ein isoto­ni­sches Getränk und ein Sodawasser im Sortiment folgen.

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