Alles frei
von Schädlingen
Gegen jeden Schädling hat Ingo Wittmayer das passende „Rezept“: Der gelernte Koch hat sich mit seiner Firma Daningo in Wernberg als Schädlingsbekämpfer selbstständig gemacht.
Mäuse, Ratten, Ameisen, Wespen oder Schaben – wenn ungebetene Gäste einziehen, ist Ingo Wittmayer zur Stelle. Der gebürtige Deutsche hat in Wernberg sein Schädlingsbekämpfungsunternehmen Daningo eröffnet und sorgt in Privathaushalten und Unternehmen in Kärnten und Osttirol dafür, dass die lästigen Tierchen rasch wieder verschwinden oder gar nicht auftauchen.
Zur Schädlingsbekämpfung ist Wittmayer durch einen Zufall gekommen. „Ich bin gelernter Koch, habe als Restaurantleiter gearbeitet und mir eine Haube erkocht“, erzählt er. „Irgendwann wurde mir die Arbeit in der Küche aber zu viel und ich habe in ein Küchenfachgeschäft gewechselt.“ In der Coronazeit hatten er und seine Frau Danielle die Idee, von Wien nach Kärnten zu übersiedeln. „Hier hat sie bei einer Schädlingsbekämpfungsfirma angefangen und war überzeugt, das könnte mir gefallen. Und ja, ich mache diesen Job sehr gerne.“
Nach der Ausbildung zum Meister sei bald die Entscheidung gefallen, sich selbstständig zu machen. „Wichtig ist, dass man keine Platzangst hat, schwindelfrei ist und natürlich keine Angst vor den Tieren hat“, betont Wittmayer. Zudem dürfen weder Menschen noch andere Tiere zu Schaden kommen. Auf den fachgerechten Einsatz der Mittel sei daher zu achten. Besonders schätze er die Dankbarkeit, die ihm von seinen Kunden entgegengebracht werde. „Jeder ist froh, wenn er die Schädlinge wieder los ist.“
Da das Thema oft auf mangelnde Hygiene zurückgeführt werde und deshalb schambehaftet sei, tritt Daningo sehr diskret auf. „Ich habe nur ein dezentes Logo auf dem Firmenfahrzeug, damit die Nachbarschaft nicht sieht, dass der Schädlingsbekämpfer da ist.“ Sein erster Einsatz führte Wittmayer zu Silberfischen, die zum Beispiel durch Risse ins Haus kommen und sich vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit wohlfühlen. „Silberfische kann man aber schnell wieder loswerden.“
Lehrlingsausbildung als Zukunftsplan
Für die Zukunft kann sich Wittmayer vorstellen, Lehrlinge auszubilden. „Ich hatte schon in der Küche Lehrlinge. Wenn das Interesse da ist, mache ich das gerne.“ In der Zwischenzeit setzt er stark auf Kooperationen, gerade mit anderen Ein-Personen-Unternehmen. Eines davon führt seine Frau Danielle. Sie ist seit 2025 als Unternehmensberaterin selbstständig und hat sich auf Organisation und Sichtbarkeit für EPU und Kleinunternehmen spezialisiert. „Ich möchte gerne da helfen, wo ich gebraucht werde“, sagt Danielle Wittmayer. Aktuell hilft sie ihrem Mann, das Geschäft zum Laufen zu bekommen. Der Firmenname Daningo deutet auf diese Zusammenarbeit hin – er ist eine Verbindung der beiden Vornamen Danielle und Ingo.