Ob Tauben oder Schaben: Ingo Wittmayer sagt mit seiner Firma Daningo Schädlingen den Kampf an. Seine Frau ­Danielle unterstützt ihn.
Ob Tauben oder Schaben: Ingo Wittmayer sagt mit seiner Firma Daningo Schädlingen den Kampf an. Seine Frau ­Danielle unterstützt ihn. © KK/marygoodfoto
Ingo Wittmayer

Alles frei
von Schäd­lingen

Gegen jeden Schädling hat Ingo Wittmayer das passende „Rezept“: Der gelernte Koch hat sich mit seiner Firma Daningo in Wernberg als Schädlingsbekämpfer selbstständig gemacht.

22.07.2026 07:36 von Ines Tebenszky
Lesezeit 6 Minuten

Mäuse, Ratten, Ameisen, Wespen oder Schaben – wenn ungebetene Gäste einziehen, ist Ingo Wittmayer zur Stelle. Der gebürtige Deutsche hat in Wernberg sein Schäd­lings­be­kämp­fungs­un­ter­nehmen Daningo eröffnet und sorgt in Privat­haus­halten und Unter­nehmen in Kärnten und Osttirol dafür, dass die lästigen Tierchen rasch wieder verschwinden oder gar nicht auftauchen.

Zur Schäd­lings­be­kämpfung ist Wittmayer durch einen Zufall gekommen. „Ich bin gelernter Koch, habe als Restau­rant­leiter gearbeitet und mir eine Haube erkocht“, erzählt er. „Irgendwann wurde mir die Arbeit in der Küche aber zu viel und ich habe in ein Küchen­fach­ge­schäft gewechselt.“ In der Coronazeit hatten er und seine Frau Danielle die Idee, von Wien nach Kärnten zu übersiedeln. „Hier hat sie bei einer Schäd­lings­be­kämp­fungs­firma angefangen und war überzeugt, das könnte mir gefallen. Und ja, ich mache diesen Job sehr gerne.“

Nach der Ausbildung zum Meis­ter sei bald die Entscheidung gefallen, sich selbst­ständig zu machen. „Wichtig ist, dass man keine Platz­angst hat, schwin­delfrei ist und natürlich keine Angst vor den Tieren hat“, betont Wittmayer. Zudem dürfen weder Menschen noch andere Tiere zu Schaden kommen. Auf den fachge­rechten Einsatz der Mittel sei daher zu achten. Besonders schätze er die Dankbarkeit, die ihm von seinen Kunden entge­gen­ge­bracht werde. „Jeder ist froh, wenn er die Schäd­linge wieder los ist.“

Da das Thema oft auf mangelnde Hygiene zurück­ge­führt werde und deshalb scham­be­haftet sei, tritt Daningo sehr diskret auf. „Ich habe nur ein dezentes Logo auf dem Firmen­fahrzeug, damit die Nachbar­schaft nicht sieht, dass der Schäd­lings­be­kämpfer da ist.“ Sein erster Einsatz führte Wittmayer zu Silber­fi­schen, die zum Beispiel durch Risse ins Haus kommen und sich vor allem bei hoher Luftfeuch­tigkeit wohlfühlen. „Silber­fische kann man aber schnell wieder loswerden.“

Lehrlings­aus­bildung als Zukunftsplan

Für die Zukunft kann sich Wittmayer vorstellen, Lehrlinge auszu­bilden. „Ich hatte schon in der Küche Lehrlinge. Wenn das Interesse da ist, mache ich das gerne.“ In der Zwischenzeit setzt er stark auf Koope­ra­tionen, gerade mit anderen Ein-Personen-Unter­nehmen. Eines davon führt seine Frau Danielle. Sie ist seit 2025 als Unter­neh­mens­be­ra­terin selbst­ständig und hat sich auf Organi­sation und Sicht­barkeit für EPU und Klein­un­ter­nehmen spezia­li­siert. „Ich möchte gerne da helfen, wo ich gebraucht werde“, sagt Danielle Wittmayer. Aktuell hilft sie ihrem Mann, das Geschäft zum Laufen zu bekommen. Der Firmenname Daningo deutet auf diese Zusam­men­arbeit hin – er ist eine Verbindung der beiden Vornamen Danielle und Ingo.

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