Katja Platzner führt in Velden und in Klagenfurt mit Matcha Moa zwei Matcha-to-go-Lokale.
Katja Platzner führt in Velden und in Klagenfurt mit Matcha Moa zwei Matcha-to-go-Lokale. © Martin Steurer
Katja Platzner

Matcha,
Mut und Moa

Katja Platzner bringt mit ihren Matcha-to-go-Lokalen in Klagenfurt und Velden Großstadtflair nach Kärnten. Was als Handynotiz begann, entwickelte sich zu einem Unternehmen mit zwei Standorten.

05.08.2026 08:11 von Sarah Aichwalder
Lesezeit 5 Minuten

Die 29-jährige Katja Platzner zog nach der Matura zunächst nach Kanada und machte sich dann in Hamburg als Immobi­li­en­mak­lerin selbst­ständig. An den Wochen­enden kehrte sie regel­mäßig zurück in ihre Heimat. Auf ihre Gewohn­heiten wollte sie hier aber nicht verzichten – Pilates und guter Matcha. Als sie feststellte, das es kein entspre­chendes Angebot gab kam ihr der Gedanke selbst eines zu schaffen. Zuerst nur als Idee, die sie in ihren Handy­notizen für sich behielt. Der Gedanke ließ sie aber nicht mehr los. Sie entschloss sich ein Matcha-Lokal zu eröffnen.

Dass ihre Idee so viel Zuspruch bekam, überraschte selbst sie. Schon am Eröff­nungstag war der Andrang so groß, dass sie das Lokal früher schließen musste, um Nachschub einzu­kaufen. „Ich wusste nicht, was mich erwartet. Eigentlich dachte ich, ich hätte genug für die nächsten Wochen einge­kauft. Da es in Klagenfurt noch kein Matcha-Lokal gab, konnte ich überhaupt nicht einschätzen, wie groß die Nachfrage sein würde“, erzählt Platzner.

© Martin Steurer (4)

Vom Matcha zum Moa

„Aus einer kleinen Notiz auf meinem Handy ist etwas wirklich Großes entstanden – deshalb passt der Name so gut“, sagt sie. Ursprünglich sollte das Lokal „Matcha Mood“ heißen. Schließlich entschied sie sich für „Matcha Moa“. Der Moa, ein ausge­stor­bener Riesen­vogel, steht für Größe und Wachstum – Eigen­schaften, die sie mit ihrer Unter­neh­mens­ent­wicklung verbindet.

Weil sie ihre Zeit gern in Velden verbringt, kam ihr die Idee, dort einen Pop-up-Store zu eröffnen. Bei der Suche nach einem geeig­neten Standort ergab sich jedoch eine bessere Möglichkeit: Statt eines saiso­nalen Geschäfts eröffnete sie ein zweites Ganzjah­res­lokal.

Mittler­weile beschäftigt die Jungun­ter­neh­merin sechs Mitar­bei­tende, darunter eine Vollzeit­kraft. Auch sie selbst steht regel­mäßig hinter der Theke und pendelt zwischen ihren Stand­orten in der St.Veiter Straße in Klagenfurt und Velden. Unter­stützung erhielt sie vor allem von ihrem Vater. „Er hat mir nicht nur beim Einrichten des Lokals geholfen, sondern mich auch bei vielen Amtswegen begleitet“, erzählt sie. Auch die Wirtschafts­kammer habe ihr den Start erleichtert: „Eine Unter­neh­mens­gründung läuft in Öster­reich anders ab als in Deutschland. Die Wirtschafts­kammer stand mir zur Seite und hat mich unter­stützt.“

Für die Zukunft wünscht sich Platzner, dass Klagenfurt offener für neue Trends wird. „Klagenfurt muss jungen Menschen mehr bieten“, sagt sie. Wer selbst mit dem Gedanken spielt, ein Unter­nehmen zu gründen, dem gibt sie einen klaren Rat mit auf den Weg: „Man muss auf seine innere Stimme hören und die Stimmen von außen ausblenden. Wenn man an seine Idee glaubt und davon überzeugt ist, sollte man sie verfolgen.“

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