Hilfe mit
Herz vermittelt
Die Idee, Privathaushalte auf der Suche nach Haushaltshilfen, Nannys oder Tiersittern zu unterstützen, gefiel Kristina Groneberg auf Anhieb. Seit Anfang 2025 führt sie eine „Mary Poppins“-Agentur in Villach.
Ob Haushälterin, Seniorenbetreuung oder Babysitting – in vielen privaten Haushalten wird Hilfe dringend benötigt, doch selten einfach gefunden. In solchen Fällen unterstützt Kristina Groneberg mit ihrer „Mary Poppins“-Agentur Privathaushalte bei der Suche nach Helferinnen und Helfern für unterschiedlichste Bereiche. „Das Schöne daran ist aber, dass ich immer zwei Seiten glücklich mache: die Seite, die sucht, und die Seite, die einen neuen Job findet“, erzählt Groneberg.
Beruflich und geografisch ist die Selbstständigkeit in Villach relatives Neuland für sie. Die Mannheimerin war ursprünglich im Finanzcontrolling tätig und als ihr Mann aus beruflichen Gründen nach Kärnten wechselte, fand die Familie in der Draustadt ihre neue Heimat. Anfangs war Groneberg mit ihren beiden Söhnen zuhause, doch als sie älter wurden, hatte sie Kapazitäten frei, die sie beruflich nutzen wollte.
„Mein bisheriger Beruf war mir aber zu computerlastig und ein Angestelltenverhältnis nicht flexibel genug für die Kinderbetreuung.“ Die Suche nach selbstständiger Verwirklichung brachte Groneberg auf das Franchisesystem von „Mary Poppins“. „Ich fand die Idee von Anfang an gut und zukunftsorientiert.“ Schon kurze Zeit später konnte sie Anfang des Vorjahres ihre Agentur eröffnen.
Gleich zu Beginn war sie mit ihrer bisher größten persönlichen Herausforderung konfrontiert – mangelndem Vertrauen in ihre Fähigkeiten. „Meine erste Kundin war überzeugt davon, dass ich nie jemanden finden würde, da sie selbst schon sehr lange suchte. Es hat dann zwar gedauert, aber ich habe schließlich jemanden gefunden, der gepasst hat. Das war ein schöner erster Erfolg.“
Herausforderungen und Herzklopfen haben Groneberg auch danach begleitet, mittlerweile sei sie aber gut in der Rolle angekommen. „Ich kenne die Feinheiten, weiß, wonach Bewerber fragen, und freue mich, wenn ich die Arbeit, die hinter einer Vermittlung steckt, abnehmen kann“, betont sie. Dazu zähle etwa das Einschätzen des Arbeitsaufwandes, das Schalten von Inseraten auf Jobportalen, das Einfordern von polizeilichen Führungszeugnissen, das Führen von Bewerbungsgesprächen oder das Vermitteln von Probearbeitstagen.
Aktuell betreut sie Kundinnen und Kunden aus ganz Kärnten von Villach aus, für die Zukunft kann sie sich vorstellen, zwei Tage pro Woche in Klagenfurt zu arbeiten, um den Radius für die persönliche Kundenbetreuung zu erweitern.