Andrea Zlender-Zaufl hat als Stoffwindelberaterin angefangen, heute vertreibt sie mit ihrer Marke Lumina Stoffwindeln, Windelröcke und mittlerweile auch Damen­hygieneprodukte.
Andrea Zlender-Zaufl hat als Stoffwindelberaterin angefangen, heute vertreibt sie mit ihrer Marke Lumina Stoffwindeln, Windelröcke und mittlerweile auch Damen­hygieneprodukte. © KK/marygoodfoto.
Andrea Zlender-Zaufl

Nachhaltig
mit Stoff wickeln

Ob Stoffwindeln, Windelröcke oder Produkte für die Damenhygiene: Andrea Zlender-Zaufl ist mit ihrer Marke Lumina, Beratungen in Klagenfurt und einem Onlineshop nachhaltig unterwegs.

13.08.2026 07:56 von Ines Tebenszky
Lesezeit 3 Minuten

Weil sie selbst von den Vorteilen des Wickelns mit Stoff überzeugt war, hat sich die Klagen­fur­terin Andrea Zlender-Zaufl vor etwa sechs Jahren zur Stoff­win­del­be­ra­terin weiter­ge­bildet. „Die Beratungen sind sehr gut gelaufen, deshalb habe ich mich 2022 dazu entschlossen, den Windeldino-Onlineshop zu eröffnen.“ Daraus wurde später der Stoff­win­delshop, den sie heuer verkauft habe. Geblieben ist Lumina. „Ich habe mit dem Stoff­win­delshop die Marke Lumina mitge­kauft. Davon gab es damals zwei Produkte. Heute umfasst mein Sortiment 35 verschiedene Produkte“, erzählt die Unter­neh­merin. Zur Wickel­aus­stattung seien Damen­hy­gie­ne­pro­dukte wie Menstrua­ti­ons­scheiben oder Binden hinzu­ge­kommen. „Die Akzeptanz für nachhaltige Produkte ist in diesem Bereich auch stark gewachsen.“

Generell haben die Leute immer mehr Bewusstsein für das Wi­ckeln mit Stoff entwi­ckelt, ist Zlender-Zaufl überzeugt: „Vor Corona war das Haupt­ar­gument die Müllver­meidung und der Umwelt­schutz. Immerhin braucht eine Wegwerf­windel 500 Jahre, um zu verrotten. Während Corona haben sich die Menschen mehr mit dem Thema Gesundheit ausein­an­der­ge­setzt. Jetzt sind es die Kosten.“ Die anfäng­liche Inves­tition in die Grund­aus­stattung sei bei Stoff­windeln zwar höher, über den Wickel­zeitraum gerechnet, spare man sich aber bis zu 2000 Euro.

© KK

Zwei Minuten Zwei Millionen

Das meist­ver­kaufte Produkt aus ihrem Sortiment sei der Windelrock in Größe zwei, der für Kinder von etwa zweieinhalb bis fünf Jahren geeignet sei. Damit war sie auch in der TV-Show „2 Minuten, 2 Millionen“ und hat von Tchibo Öster­reich einen großen Auftrag erhalten. „Das war toll und hat dem Windelrock viel Bekanntheit gebracht.“ Mittler­weile würden auch viele Anfragen für Windel­röcke für größere Kinder eingehen. „Daher habe ich geplant, ein größeres Modell in schlich­teren Designs auf den Markt zu bringen.“

Damit die Eltern gut über das Wickeln mit Stoff aufge­klärt sind, bietet Zlender-Zaufl weiter Beratungen an. Dafür hat sie in der Ebenthaler Straße ein Büro mit Schauraum gemietet. Geschäft hat sie keines, ihre Waren lagert sie im Keller ihres Wohnhauses. Dort werden die Bestel­lungen, die über den Onlineshop eingehen, verpackt. Unter­stützung hat sie dabei von ihrem Mann Dominik und ­einem Lager­wirt­schafts­system. Durch­schnittlich 70 Pakete pro Woche werden mit der Post klima­neutral versendet.

Für die Zukunft hat sich Zlender-Zaufl klare Ziele gesetzt: Zum einen möchte sie eine Premium­linie heraus­bringen, zum anderen will sie mit ihrem Unter­nehmen wachsen und mehr aus der „One-Woman-Show“ machen. Auch das Lager möchte sie vergrößern, um künftig die Zukunft für noch mehr Kinder nachhaltig und bewusst gestalten zu können.

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 15/26 erschienen.
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