Die Zukunft
ist elektrisch
Der Keutschacher Elektrotechniker Michael Veratschnig verbindet Zukunftstechnologien und Nachhaltigkeit.
Die Waschmaschine streikt, die Herdplatte bleibt kalt und die Lampe dunkel – statt alles zu entsorgen, lohnt sich meist eine Reparatur. „In über 90 Prozent der Fälle liegt die Ursache an einem Bauteil, das nur wenige Cent kostet“, weiß Michael Veratschnig von E‑Technik Laure in Klagenfurt. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten kann es sich also doppelt lohnen, seinen Elektrogeräten eine zweite Chance zu geben.
Dass der leidenschaftliche Fischer den Weg in die Selbstständigkeit gefunden hat, war fast schon Schicksal. Er hat bereits seine Lehre bei E‑Technik Laure abgeschlossen und 2015 den Betrieb von Karl-Heinz Laure übernommen. Heute reicht das Angebot von Störungsdiensten und Blitzschutz über KNX-Installationen und E‑Installationen bis hin zur Anlagenüberprüfung und Photovoltaikanlagen. Die vier Mitarbeiter konzentrieren sich vor allem auf die Anlagenüberprüfung und die KNX-Installationen. Darunter versteht man das System für ein Smart Home. Jalousien, Heizung und andere Geräte werden miteinander vernetzt und zentral gesteuert. So lassen sich Abläufe automatisieren und Energieeffizienz steigern. „In Kombination mit einer Wärmepumpe, einer Photovoltaikanlage und E‑Mobilität lebt man fast autark“, erzählt Veratschnig.
Mit den technischen Möglichkeiten hat sich auch das Berufsbild verändert. „Früher hat man Elektrotechnik nur mit Stemmen und Staub verbunden, heute spielen PC- und Netzwerktechnik eine viel größere Rolle.“ Seit der Gründung des Betriebes 1963 wurden 70 Lehrlinge bei E‑Technik Laure ausgebildet. 530 Elektrotechniklehrlinge sind es aktuell in ganz Kärnten.
Um die Zukunft der Branche macht sich Veratschnig daher keine Sorgen. Er richtet seinen Blick auch in die Vergangenheit und schraubt an Nostalgieradios, Wurlitzern und Flippern. „Das ist eine große Leidenschaft von mir und es erfordert Know-how und ein gutes Netzwerk, um an Teile für diese Geräte zu kommen.“