Michael Veratschnig von E-Technik Laure in Klagenfurt setzt auf E-Power und er ist einer der 
wenigen, der Nostalgieradios wieder zum Laufen bringen kann.
Michael Veratschnig von E-Technik Laure in Klagenfurt setzt auf E-Power und er ist einer der wenigen, der Nostalgieradios wieder zum Laufen bringen kann. © KW/Blasi
Michael Veratschnig

Die Zukunft
ist elektrisch

Der Keutschacher Elektrotechniker Michael Veratschnig verbindet Zukunftstechnologien und Nachhaltigkeit.

25.09.2026 07:54 von Claudia Blasi
Lesezeit 3 Minuten

Die Wasch­ma­schine streikt, die Herdplatte bleibt kalt und die Lampe dunkel – statt alles zu entsorgen, lohnt sich meist eine Reparatur. „In über 90 Prozent der Fälle liegt die Ursache an einem Bauteil, das nur wenige Cent kostet“, weiß Michael Verat­schnig von E‑Technik Laure in Klagenfurt. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten kann es sich also doppelt lohnen, seinen Elektro­ge­räten eine zweite Chance zu geben.

Dass der leiden­schaft­liche Fischer den Weg in die Selbst­stän­digkeit gefunden hat, war fast schon Schicksal. Er hat bereits seine Lehre bei E‑Technik Laure abgeschlossen und 2015 den Betrieb von Karl-Heinz Laure übernommen. Heute reicht das Angebot von Störungs­diensten und Blitz­schutz über KNX-Instal­la­tionen und E‑Installationen bis hin zur Anlagen­über­prüfung und Photo­vol­ta­ik­an­lagen. Die vier Mitar­beiter konzen­trieren sich vor allem auf die Anlagen­über­prüfung und die KNX-Instal­la­tionen. Darunter versteht man das System für ein Smart Home. Jalousien, Heizung und andere Geräte werden mitein­ander vernetzt und zentral gesteuert. So lassen sich Abläufe automa­ti­sieren und Energie­ef­fi­zienz steigern. „In Kombi­nation mit einer Wärme­pumpe, einer Photo­vol­ta­ik­anlage und E‑Mobilität lebt man fast autark“, erzählt Verat­schnig.

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Mit den techni­schen Möglich­keiten hat sich auch das Berufsbild verändert. „Früher hat man Elektro­technik nur mit Stemmen und Staub verbunden, heute spielen PC- und Netzwerk­technik eine viel größere Rolle.“ Seit der Gründung des Betriebes 1963 wurden 70 Lehrlinge bei E‑Technik Laure ausge­bildet. 530 Elektro­tech­nik­lehr­linge sind es aktuell in ganz Kärnten.

Um die Zukunft der Branche macht sich Verat­schnig daher keine Sorgen. Er richtet seinen Blick auch in die Vergan­genheit und schraubt an Nostal­gie­radios, Wurlitzern und Flippern. „Das ist eine große Leiden­schaft von mir und es erfordert Know-how und ein gutes Netzwerk, um an Teile für diese Geräte zu kommen.“

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 18/26 erschienen.
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