Peter Simon CEO greenFX
Peter Simon verbindet mit seinem Unternehmen greenFX Kreislaufwirtschaft, Schadstoffmanagement und wirtschaftliche Planungssicherheit. © KK/Helge Bauer
greenFX

Verwerten
statt entsorgen

Mit greenFX zeigt Peter Simon, dass Kreislaufwirtschaft am Bau kein ökologisches Feigenblatt ist, sondern Planungssicherheit und Kostenvorteile schaffe.

01.09.2026 07:04 von Sarah Aichwalder
Lesezeit 3 Minuten

Will man Gebäude umbauen, ist das immer auch eine Kosten­frage. Genau an diesem Punkt steigt Peter Simon mit seinem Klagen­furter Ingenieurbüro greenFX in Projekte ein. Bevor Aufträge vergeben werden, prüft er, welche Materialien sich wieder­ver­wenden oder wieder­ver­werten lassen und auf welche Schad­stoffe zu achten ist.

Im Zentrum stehe dabei der schonende Umgang mit Materialien, der Schutz der Beschäf­tigten vor vermeid­baren Schad­stoff­ex­po­si­tionen und die Absicherung von Kosten und Projekt­ri­siken. Durch frühzeitige Erkundung, klarer Mengen- und Stoff­in­for­ma­tionen sowie geplanter Verwer­tungs- und Entsor­gungswege entstehe Kosten­si­cherheit.

Ein Gebäude ist am Ende seiner Nutzung nicht automa­tisch Abfall. Es enthält wertvolle Bauteile und Rohstoffe.Zitat Ende

Peter Simon

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„Ein Gebäude ist am Ende seiner Nutzung nicht automa­tisch Abfall. Es enthält wertvolle Bauteile und Rohstoffe“, erklärt Simon. Deshalb stehe für ihn die Wieder­ver­wendung immer vor dem Recycling: Ein Bauteil, das weiter­ver­wendet werde, behalte einen Großteil der bereits inves­tierten Rohstoffe, Energie und Arbeits­leistung.

Ökolo­gisch und Kosten senkend

Ist eine Wieder­ver­wendung nicht möglich, wird der selektive Rückbau entscheidend. Nur eine saubere Trennung der Materialien schaffe Stoff­ströme, die sich hochwertig recyceln lassen. Der Effekt sei nicht nur ökolo­gisch: Eine frühzeitige Bewertung der Materialien kann Kosten senken, Entsor­gungs­mengen verringern und Ausschrei­bungen sowie Kalku­la­tionen verläss­licher machen. „Kreis­lauf­wirt­schaft funktio­niert nur, wenn bekannt ist, welche Materialien überhaupt wieder in den Kreislauf gelangen dürfen“, so der gebürtige Wiener, der nach der HTL Bauin­ge­nieur­wesen studierte.

Nachhal­tigkeit bedeutet für Simon vor allem Ressour­cen­schonung: „Es fängt bei den Materialien an und hört bei einem selbst auf.“ Der 46-Jährige kommt ursprünglich aus der prakti­schen Schad­stoff­sa­nierung. „Ich komme aus der Praxis und weiß, was, wo und wie machbar ist. Das ist ein großer Vorteil bei der Planung.“

Zu seinen Kunden zählen vor allem große Unter­nehmen, Energie­ver­sorger und öffent­liche Auftrag­geber. Eine zentrale Heraus­for­derung sieht er darin, dass ausfüh­rende Firmen das Potenzial der Wieder­ver­wendung erkennen müssen – als Geschäfts­modell, nicht als Klotz am Bein. Der Auftrag­geber gewinnt dadurch Planungs­si­cherheit und spart gleich­zeitig Kosten.

Verant­wortung beginnt vor der Baustelle

Deshalb ist es Simon wichtig, Infor­ma­tionen zu Schad- und Störstoffen möglichst schon vor Arbeits­beginn vorzu­legen, damit sie in Planung und Ausschreibung einfließen können. „Die Verant­wortung beginnt nicht erst auf der Baustelle, sondern bereits in der Projekt­vor­be­reitung“, erklärt er.

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 16/26 erschienen.
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