Matija Dolinar führt seit 2021 die Geschäfte der Ngen Austria mit dem DACH-Hauptsitz in Klagenfurt.
Matija Dolinar führt seit 2021 die Geschäfte der Ngen Austria mit dem DACH-Hauptsitz in Klagenfurt. © Ngen
Ngen

Flexibles
Energie­system

Die Firma Ngen hat sich zum Ziel gesetzt, das Energiesystem in Europa zu modernisieren. Auch am Standort in Klagenfurt werden dafür die Weichen gestellt.

29.07.2026 07:08 - Update am: 29.07.2026 07:22 von Claudia Blasi
Lesezeit 4 Minuten

Ngen steht für Next Generation und genau dieser nachhaltige Gedanke spiegelt sich in der Firmen­phi­lo­sophie des Energie­un­ter­nehmens wieder: „Unser Anspruch geht weit über den klassi­schen Energie­handel hinaus: Wir entwi­ckeln und betreiben die Infra­struktur für das Energie­system der Zukunft“, erzählt Matija Dolinar. Seit 2021 führt er die Geschäfte der Ngen Austria mit dem DACH-Hauptsitz in Klagenfurt. Sie ist Teil der inter­na­tio­nalen Ngen Group aus Slowenien. Aktuell ist man in 14 EU-Ländern aktiv.

Das Unter­nehmen hat sich zur Aufgabe gemacht, ein resili­entes Energienetz in Europa sicher­zu­stellen. Dabei kommen Batte­rie­spei­cher­an­lagen zum Einsatz, die überschüssige Energie speichern und genau dann wieder einspeisen, wenn sie gebraucht wird. Damit werde die Netzsta­bi­lität angesichts des steigenden Anteils an erneu­er­baren Energien wie Wind oder Solar langfristig gesichert. Eine Künst­liche Intel­ligenz (KI) analy­siert die Energie­ströme in Echtzeit und sorgt so für bestmög­liche Effizienz. Zentrale Software­lö­sungen und System­kom­po­nenten werden innerhalb der Gruppe entwi­ckelt und integriert. Bei den Batterien setze man vor allem bei Großpro­jekten auf die Marke Tesla.

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In Wagenham in Oberös­ter­reich reali­siert Ngen Austria aktuell eine der größten Batte­rie­spei­cher­an­lagen Europas.

Full-Service-Angebot

Was Ngen Austria von der Konkurrenz abhebt? „Wir sind ein One-Stop-Shop. Bei uns bekommen die Kunden alles aus einer Hand: Projekt­ent­wicklung, EPC/Systemintegration, Betrieb, Trading/Vermarktung, KI und Service.“ Dabei legt der angehende Jurist Wert auf einen neuen und offenen Markt­zugang. Von Haushalten, die unabhän­giger von Strom­preisen werden möchten, bis hin zu Großpro­jekten in der Hochspannung werden unter­schied­lichste Anlagen umgesetzt. Jüngs­tes Beispiel ist ein geplantes Batte­rie­spei­cher­system in Oberös­ter­reich. Mit 85 Megawatt Leis­tung und 170 Megawatt­stunden Kapazität entsteht eine der größten E‑Speicheranlagen Europas.

Ziel: Energie­wende

„Für ein digitales und dezen­tra­li­siertes Energie­system in Europa braucht es aber mutigere Schritte aus Wirtschaft und Politik“, so Dolinar, „in Öster­reich ist der Zug schon fast abgefahren“. Neben einer neuen Geset­zeslage seien öknomische Förde­rungen für Endver­braucher wünschenswert, um die Wende zu forcieren.
Wie sich der Energie­markt entwi­ckeln wird und ob uns bald ein Blackout droht, sei aber alles Speku­lation. Fest steht hingegen: Der Standort in Klagenfurt wird weiter wachsen: Aus den aktuell 60 Mitar­beitern sollen langfristig 250 werden. Dafür wird auch nach einem neuen Firmen­standort gesucht. Ziel sei es, die zentrale Rolle in der Energie­wirt­schaft weiter auszu­bauen und den Haushalts-bereich zu steigern.

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 14/26 erschienen.
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