Dein
Lieblingsmöbel bleibt
Der Klagenfurter Ulrich Kahlhammer fand zurück zu seinen beruflichen Wurzeln und startet jetzt als „Herr Ulrich“ durch.
bis zum Interieur für ein ganzes Chalet – Tischlermeister Ulrich Kahlhammer (55) ist mit Herz und Seele bei jedem einzelnen Auftrag dabei. Im April dieses Jahres hat er sich mit „Herr Ulrich“ selbstständig gemacht und repariert, restauriert und richtet ein.
Der Schritt sei ihm nicht schwer gefallen, im Gegenteil: „Mich mit meinem Handwerksberuf selbstständig zu machen, war schon immer mein Plan B. Jetzt mache ich es aus Leidenschaft“, erzählt der Unternehmer. Rund 20 Jahre war er zuvor Vertriebsleiter für Bau und Immobilien bei Kollitsch in Klagenfurt. Sein damaliger Chef nannte ihn stets „Herr Ulrich“ – der Firmenname war damit quasi vorprogrammiert.
Sein nachhaltiges Credo lautet: „So viel wie möglich reparieren, so viel wie nötig neu bauen.“ Das spiegelt sich in seiner Arbeitsweise wider: Ist der Korpus intakt, kann nur das Tauschen der Fronten die Optik vollkommen verändern. Ist eine Reparatur oder Sanierung nicht mehr sinnvoll, plant und fertigt er individuelle neue Lösungen. Bei größeren Aufträgen arbeitet er mit zwei Partnerwerkstätten zusammen. So können auch Projekte wie das Einrichten eines ganzen Chalets auf der Simonhöhe problemlos gestemmt werden.
Besonderen Wert legt er dabei auf Verlässlichkeit, Termintreue und präzises Arbeiten. Zu seinen Kunden zählen Privatpersonen ebenso wie Firmen unterschiedlichster Branchen. Vor allem in der Gastronomie und Hotellerie möchte er künftig stärker Fuß fassen. Gleichzeitig schätzt er die vielen privaten Anfragen: „Viele Menschen verbinden ihre ganz persönliche Geschichte mit einem Möbel und schätzen es sehr, wenn man einem alten Stück wieder neues Leben einhaucht.“
Die Begeisterung für das Arbeiten mit Holz liegt in der Familie. Sein Vater führte eine Tischlerei in Klagenfurt und auch wenn er ihn bereits im Alter von vier Jahren verlor, blieb die Verbindung zum Handwerk bestehen.
In Zukunft möchte Kahlhammer weiter persönlich für seine Kunden da sein und sein Netzwerk aus Partnerbetrieben erweitern. Der Trend zum Reparieren statt Wegwerfen komme ihm dabei ganz gelegen.