Ulrich Kahlhammer
Drechseln und kleinere Arbeiten, etwa für eine Pfeffer- oder Salzmühle, macht Ulrich Kahlhammer in seiner eigenen Werkstatt in Klagenfurt. Entspannen kann der Ironman-Finisher beim Sport. © KW/Blasi
Ulrich Kahlhammer

Dein
Lieblings­möbel bleibt

Der Klagenfurter Ulrich Kahlhammer fand zurück zu seinen beruflichen Wurzeln und startet jetzt als „Herr Ulrich“ durch.

09.09.2026 07:07 von Claudia Blasi
Lesezeit 5 Minuten

bis zum Interieur für ein ganzes Chalet – Tisch­ler­meister Ulrich Kahlhammer (55) ist mit Herz und Seele bei jedem einzelnen Auftrag dabei. Im April dieses Jahres hat er sich mit „Herr Ulrich“ selbst­ständig gemacht und repariert, restau­riert und richtet ein.

Der Schritt sei ihm nicht schwer gefallen, im Gegenteil: „Mich mit meinem Handwerks­beruf selbst­ständig zu machen, war schon immer mein Plan B. Jetzt mache ich es aus Leiden­schaft“, erzählt der Unter­nehmer. Rund 20 Jahre war er zuvor Vertriebs­leiter für Bau und Immobilien bei Kollitsch in Klagenfurt. Sein damaliger Chef nannte ihn stets „Herr Ulrich“ – der Firmenname war damit quasi vorpro­gram­miert.

Sein nachhal­tiges Credo lautet: „So viel wie möglich reparieren, so viel wie nötig neu bauen.“ Das spiegelt sich in seiner Arbeits­weise wider: Ist der Korpus intakt, kann nur das Tauschen der Fronten die Optik vollkommen verändern. Ist eine Reparatur oder Sanierung nicht mehr sinnvoll, plant und fertigt er indivi­duelle neue Lösungen. Bei größeren Aufträgen arbeitet er mit zwei Partner­werk­stätten zusammen. So können auch Projekte wie das Einrichten eines ganzen Chalets auf der Simonhöhe problemlos gestemmt werden.

© KW/Blasi (5)

Beson­deren Wert legt er dabei auf Verläss­lichkeit, Termin­treue und präzises Arbeiten. Zu seinen Kunden zählen Privat­per­sonen ebenso wie Firmen unter­schied­lichster Branchen. Vor allem in der Gastro­nomie und Hotel­lerie möchte er künftig stärker Fuß fassen. Gleich­zeitig schätzt er die vielen privaten Anfragen: „Viele Menschen verbinden ihre ganz persön­liche Geschichte mit einem Möbel und schätzen es sehr, wenn man einem alten Stück wieder neues Leben einhaucht.“

Die Begeis­terung für das Arbeiten mit Holz liegt in der Familie. Sein Vater führte eine Tisch­lerei in Klagenfurt und auch wenn er ihn bereits im Alter von vier Jahren verlor, blieb die Verbindung zum Handwerk bestehen.

In Zukunft möchte Kahlhammer weiter persönlich für seine Kunden da sein und sein Netzwerk aus Partner­be­trieben erweitern. Der Trend zum Reparieren statt Wegwerfen komme ihm dabei ganz gelegen.

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