Nachhaltig_Fleischhacker_Rattenberger
Stehen hinter Solaris und HSH: Hermann mit Tochter Johanna und Gattin Waltraud Fleischhacker sowie Rudolf und Bruder ­Josef Rattenberger (von links). © KW
Solaris

Mit der
Kraft der Sonne

Seit 35 Jahren stellt das St. Veiter Unternehmen Solaris die Nutzung alternativer Energien in den Mittelpunkt. Damit Systeme bei den Kunden reibungslos funktionieren, werden sie zuerst im Betrieb getestet.

24.06.2026 14:53 - Update am: 24.06.2026 14:53 von Ines Tebenszky
Lesezeit 4 Minuten

„Dieje­nigen, die verrückt genug sind zu glauben, sie könnten die Welt verändern, sind dieje­nigen, die es tun“ – mit diesem Leitsatz im Kopf stellen Hermann Fleisch­hacker und Rudolf Ratten­berger seit 35 Jahren die Nutzung der Sonne in den Mittel­punkt der Energie­ver­sorgung. Ihr Zwei-Familien-Unter­nehmen Solaris mit seinem Standort in Mail, der zu einem Wirtschaftspark gewachsen ist, konzen­triert sich daher neben klassi­schen Installations­arbeiten oder Repara­turen auf Photo­voltaik, Wärme­pumpen oder Hackgut­hei­zungen. Auch mit Nahwärme werden mehr als 750 Kunden versorgt.


Auf den eigenen Dächern wurden PV-Module instal­liert, Carports mit Ladesta­tionen aufge­stellt, bei denen die Mitar­beiter ihr Auto kostenlos laden können, und Batte­rie­speicher in Betrieb genommen. „Wir testen solche Lösungen immer zuerst im eigenen Betrieb“, erklärt Rudolf Ratten­berger. „Wenn wir sehen, dass es funktio­niert, können wir es unseren Kunden empfehlen und sie können sich bei uns ein Bild davon machen.“
Ihr Engagement für nachhaltige Energie­ver­sorgung hat schon bald nach der Unter­neh­mens­gründung weitere Früchte getragen und Nachahmer gefunden: 1998 gründeten sie die Koope­ration „Holz die Sonne ins Haus“ – eine Dachmarke, der mittler­weile rund 100 Instal­la­ti­ons­be­triebe in Öster­reich und zehn in Bayern angehören. „Wir haben selbst gemerkt, dass wir viele gute Ideen haben, die wir im Alltag nicht umsetzen können. HSH bietet hierfür die nötige Unter­stützung, etwa auch bei gemein­samen Messe­auf­tritten“, erklärt Ratten­berger.

Überzeu­gungs­arbeit geleistet


Doch Kunden von der Sinnhaf­tigkeit zu überzeugen, in erneu­erbare Energie zu inves­tieren, sei nicht immer einfach gewesen. „Es gab Jahre, die sehr schwierig für uns waren“, erinnert sich Fleisch­hacker. „Etwa als das Öl sehr billig war. Dann gab es wieder Zeiten mit hoher Nachfrage und super Auslastung – vor allem dann, wenn die Förde­rungen hoch waren.“ Für die Unter­nehmer wäre daher eine verläss­liche Linie der Regierung wünschenswert, um den weiteren Ausbau erneu­er­barer Energie voran­treiben zu können.

© HSH (2)


In den vergan­genen 35 Jahren sei es aber gelungen, mit insgesamt 120 Mitar­beitern rund 10.000 Stamm­kunden zufrieden zu stellen. „Wir haben mehr als 3000 Solar­an­lagen auf Privat- wie gewerblich genutzten Gebäuden instal­liert, knapp 2000 Pelletshei­zungen und mehr als 1000 Hackgut-Heizungen in Betrieb genommen und mehrere hundert Wärme­pum­pen­an­lagen aufge­stellt“, bilan­zieren Fleisch­hacker und Ratten­berger. Jüngs­tes Großprojekt ist die PV-Anlage, die beim St. Veiter Unter­nehmen TC Maschi­nenbau instal­liert wurde. Auf 5600 Quadrat­metern liefert sie den Jahres­bedarf von etwa 140 Vier-Personen-Haushalten.