Mit der
Kraft der Sonne
Seit 35 Jahren stellt das St. Veiter Unternehmen Solaris die Nutzung alternativer Energien in den Mittelpunkt. Damit Systeme bei den Kunden reibungslos funktionieren, werden sie zuerst im Betrieb getestet.
„Diejenigen, die verrückt genug sind zu glauben, sie könnten die Welt verändern, sind diejenigen, die es tun“ – mit diesem Leitsatz im Kopf stellen Hermann Fleischhacker und Rudolf Rattenberger seit 35 Jahren die Nutzung der Sonne in den Mittelpunkt der Energieversorgung. Ihr Zwei-Familien-Unternehmen Solaris mit seinem Standort in Mail, der zu einem Wirtschaftspark gewachsen ist, konzentriert sich daher neben klassischen Installationsarbeiten oder Reparaturen auf Photovoltaik, Wärmepumpen oder Hackgutheizungen. Auch mit Nahwärme werden mehr als 750 Kunden versorgt.
Auf den eigenen Dächern wurden PV-Module installiert, Carports mit Ladestationen aufgestellt, bei denen die Mitarbeiter ihr Auto kostenlos laden können, und Batteriespeicher in Betrieb genommen. „Wir testen solche Lösungen immer zuerst im eigenen Betrieb“, erklärt Rudolf Rattenberger. „Wenn wir sehen, dass es funktioniert, können wir es unseren Kunden empfehlen und sie können sich bei uns ein Bild davon machen.“
Ihr Engagement für nachhaltige Energieversorgung hat schon bald nach der Unternehmensgründung weitere Früchte getragen und Nachahmer gefunden: 1998 gründeten sie die Kooperation „Holz die Sonne ins Haus“ – eine Dachmarke, der mittlerweile rund 100 Installationsbetriebe in Österreich und zehn in Bayern angehören. „Wir haben selbst gemerkt, dass wir viele gute Ideen haben, die wir im Alltag nicht umsetzen können. HSH bietet hierfür die nötige Unterstützung, etwa auch bei gemeinsamen Messeauftritten“, erklärt Rattenberger.
Überzeugungsarbeit geleistet
Doch Kunden von der Sinnhaftigkeit zu überzeugen, in erneuerbare Energie zu investieren, sei nicht immer einfach gewesen. „Es gab Jahre, die sehr schwierig für uns waren“, erinnert sich Fleischhacker. „Etwa als das Öl sehr billig war. Dann gab es wieder Zeiten mit hoher Nachfrage und super Auslastung – vor allem dann, wenn die Förderungen hoch waren.“ Für die Unternehmer wäre daher eine verlässliche Linie der Regierung wünschenswert, um den weiteren Ausbau erneuerbarer Energie vorantreiben zu können.
In den vergangenen 35 Jahren sei es aber gelungen, mit insgesamt 120 Mitarbeitern rund 10.000 Stammkunden zufrieden zu stellen. „Wir haben mehr als 3000 Solaranlagen auf Privat- wie gewerblich genutzten Gebäuden installiert, knapp 2000 Pelletsheizungen und mehr als 1000 Hackgut-Heizungen in Betrieb genommen und mehrere hundert Wärmepumpenanlagen aufgestellt“, bilanzieren Fleischhacker und Rattenberger. Jüngstes Großprojekt ist die PV-Anlage, die beim St. Veiter Unternehmen TC Maschinenbau installiert wurde. Auf 5600 Quadratmetern liefert sie den Jahresbedarf von etwa 140 Vier-Personen-Haushalten.