„Betriebe in
Stadt halten“
Das Traditionskaffeehaus Hecher ist in Wolfsberg fast jedem ein Begriff. Für viele Wolfsbergerinnen und Wolfsberger ist es zugleich Treffpunkt und Zufluchtsort. Geschäftsführerin Nicol Hecher spricht im Interview über ihren Wunsch an die Politik.
„Kärntner Wirtschaft“: Was macht erfolgreich gelebtes Unternehmertum aus?
Nicol Hecher: Selbstständige Entscheidungen, positive Energie und ein gutes Team.
Für welche Werte hat ein gestandenes Unternehmen zu stehen?
Für ein positives Miteinander in der Teamführung, eine korrekte Abwicklung der Geschäfte, Handschlagqualität und hochwertige Produkte. Gerade in der Lebensmittelbranche kommt es mehr auf wertvolle Zutaten aus der Region beziehungsweise aus Österreich als auf den Preis an.
Ihr Wunsch an die politischen Entscheidungsträger des Landes?
Die Politik darf nicht vergessen, wie wichtig große Unternehmen für Wolfsberg sind. Man darf Betriebe, Büros und Geschäfte nicht allein aufgrund der Parkplatzsituation nach außen verlagern. Hier braucht es eine Lösung, denn die Wurzel, um eine Stadt zu beleben, ist, Betriebe in der Stadt zu halten. Betriebe bringen Bewegung in die Stadt und halten die Leute auch in der Stadt.
Warum sind Unternehmerpersönlichkeiten wichtig für das Land?
Weil sie die Stütze des Landes sind und im Idealfall ein positives Bild von Kärnten nach außen tragen.
- 1901 erwarb Franz Wiharnik die Gaststätte „Kärntnerhof”.
- In den Kriegsjahren war die Gaststätte für etwa 20 Jahre verpachtet.
- 1961 übernahm Neffe Dietmar Hecher den Betrieb und führte ihn als Bäckerei und Konditorei.
- Seit 1971 werden wieder Zimmer vermietet.
- 1994 erfolgte der Ausbau zum Seminarhotel.
- 2004 übernimmt Nicol Hecher den Betrieb.
- 2022 wurde die Verkaufsfläche renoviert und modernisiert.
- Nach den Erweiterungen 2015 und 2020 sowie den Zimmer-sanierungen im Jahr 2024 werden aktuell auch die Bestandszimmer kernsaniert.
- Für die Zukunft ist eine Erweiterung der Parkplätze für Eigen- und Fremdnutzung geplant.
„Meat Love“ als Unternehmensmotto