Andreas Morolz
Andreas Morolz (40) liebt es, in der Küche zu experimentieren. Gerne würde er einmal für Tim Mälzer oder Gordon Ramsay kochen. © KW/Florian Mori
Andreas Morolz

„Man muss zu
sich selber stehen“

Andreas Morolz vom Gasthof Kropf spricht im Interview darüber, warum es wichtig ist, zu sich selbst zu stehen und Traditionen zu bewahren.

02.07.2026 08:22 von Claudia Blasi
Lesezeit 6 Minuten

Was einst als landwirt­schaft­licher Neben­erwerb begann, hat sich zum Gasthof Kropf entwi­ckelt – einer kulina­ri­schen Adresse, die mit zwei Gault-Millau-Hauben für hohe Kochkunst, kreative Küche und handwerk­liche Perfektion ausge­zeichnet wurde.

„Kärntner Wirtschaft“: Was macht erfolg­reich gelebtes Unter­neh­mertum aus?

Andreas Morolz: Ehrgeiz und Leiden­schaft – wenn man so sein Ziel verfolgt, dann muss der Plan aufgehen.

Warum sind Unter­neh­mer­per­sön­lich­keiten wichtig für das Land?

Weil jeder Unter­nehmer etwas zur Gesell­schaft beiträgt. Wir als Gasthaus ermög­lichen es anderen Menschen, regionale Produkte kennen­zu­lernen und wir schaffen Arbeits­plätze.

Für welche Werte hat ein Unter­nehmen zu stehen?

Mir geht es ganz stark darum, die Tradition zu bewahren und trotzdem die Zukunft aktiv zu gestalten. Man muss zu sich selber stehen und zu dem, was man tut. Das erfordert durchaus Mut und auch Durch­set­zungs­kraft.

© KW/Florian Mori (5)

Ihr Wunsch an die politi­schen Entschei­dungs­träger?

Den Zuver­dienst in der Pension attrak­tiver machen. Gerade in der Gastro­nomie bräuchten wir jedes Personal, aber unterm Strich muss ihnen auch etwas bleiben.

Werden Rolle und Bedeutung des Unter­neh­mertums in der breiten Öffent­lichkeit wahrge­nommen?

Wer selbst Unter­nehmer ist, kann das wahrscheinlich besser einschätzen. Man kann nicht nur den Umsatz sehen, jeder Euro bedeutet Arbeit. Hinzu kommt die Verant­wortung, die man trägt, vor allem in einem Familien­betrieb.

Was sind die größten Gefahren für das Unter­neh­mertum?

In unsicheren Zeiten wie heute abschätzen zu können, worin möchte ich inves­tieren und wann ist es vielleicht doch besser, abzuwarten.

Im nächsten Unternehmer­leben würde ich …

… wieder Koch werden – Liebe geht durch den Magen.

Aus der Chronik
  • 1948 führt Josef Morolz eine Landwirt­schaft mit einem kleinen Gasthaus in Lind.
  • 1956 wird das Gastge­werbe angemeldet, später die Landwirt­schaft aufge­geben.
  • Mittler­weile leitet Andreas Morolz in vierter Generation den Gasthof, die ganze Familie arbeitet im Betrieb mit.
  • Im Laufe der Jahre wurde die Gaststube erweitert, ein Saal, Gäste­zimmer und eine Kaffee­rös­terei kamen hinzu.
  • Das Lokal wurde 2019 mit zwei Hauben ausge­zeichnet.
Zum Unter­nehmen
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 12/26 erschienen.
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Mehr zum Thema gibt es hier: Tradi­tionen bewahren und Zukunft gestalten.