Auf zwei
Rädern ins Glück
Radfahren in allen Ausprägungen wird immer mehr zum Massenphänomen.
Radfahren ist mehr als ein Trend: mehr als 2,5 Millionen Österreicher sind laut aktuellen Erhebungen der Länder und Städte täglich oder mehrmals die Woche mit dem Fahrrad unterwegs. Dabei könnten die Gründe, warum die Menschen ihren Drahtesel bemühen, bunter nicht sein. Vom Profisportler, der auf den nächsten Triathlon hintrainiert, über den Radpendler bis hin zum Mountainbiker, der über Mountainbike-Trails „im Gemüse“ nach unten kracht, reicht das enorme Spektrum.
Radfahren ist auch im Urlaub beliebt
„Radfahren spricht jeden an, der sich im Urlaub oder im Alltag sportlich bewegen möchte“, weiß Claudia Tscherne, die als Spezialistin für Radreisen mit ihrem Unternehmen „Alps 2 Adria“ Kärnten und die nahen Nachbarn erlebbar macht. „Zusätzlich ist der Radgast jemand, der ein buntes Programm schätzt und viel erleben möchte, was für eine hohe lokale Wertschöpfung sorgt.“ Ebendies belegt eine Studie des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs aus dem Jahr 2024, wonach Radurlauber im Durchschnitt 123 Euro pro Tag ausgeben. „Der Fahrradhandel an sich ist aber im Vergleich zum Vorjahr rückläufig“, sagt Christian Tyl vom Fachgeschäft tyl4Sports aus Villach.
Infrastruktur verbessern
Neben dem Bund setzt auch das Land Kärnten im 2020 veröffentlichten Radmasterplan, der heuer ein Update erfahren soll, auf zahlreiche Bausteine zur Attraktivierung des Radverkehrs für Einheimische und Gäste. Wesentlich ist hier vor allem die Schaffung von Radinfrastruktur durch Neubauten oder Lückenschließungen. Zentrales Anliegen ist bis 2028 der Bau des Radwegs in der Lieserschlucht, um Spittal mit dem Millstätter See zu verbinden. „In Sachen Infrastruktur haben wir aber in Kärnten noch Aufholbedarf, besonders was die sicheren Abstellmöglichkeiten und Ladestationen – auch beim Arbeitgeber – betrifft“, erklärt Christian Tyl. „Das würde das Rad auch für Pendler attraktiver machen und wäre auch ein wichtiger Faktor, wenn im Dezember die Koralmbahn eröffnet.“
Radfahren entlang der Kärntner Seen Schleife
Was die Strecken betrifft, ist neben dem mehrfach ausgezeichneten Drauradweg die Kärnten Seen Schleife, die in 400 Kilometern rund um die 20 schönsten Kärntner Seen führt ein Leitprodukt, das auch die Kärnten Werbung zusätzlich attraktivieren möchte. So findet dort derzeit (21. bis 25. Mai) die „Velovista“ statt, bei der 500 Radler zwischen Klopeiner See und Villach unterwegs sind und auf ihrem Weg ein umfassendes Kultur- und Kulinarikprogramm genießen können. Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig: „Ein wichtiges Mittel zur Belebung der Vorsaison.“