Radfahren liegt nach wie vor im Trend.
Radfahren liegt nach wie vor im Trend. © Adobe Stock/2Design
Radfahren

Auf zwei
Rädern ins Glück

Radfahren in allen Ausprägungen wird immer mehr zum Massenphänomen.

22.05.2025 08:00 von Johannes Moser
Lesezeit 3 Minuten

Rad­fah­ren ist mehr als ein Trend: mehr als 2,5 Mil­lio­nen Öster­rei­cher sind laut aktu­el­len Erhe­bun­gen der Län­der und Städ­te täg­lich oder mehr­mals die Woche mit dem Fahr­rad unter­wegs. Dabei könn­ten die Grün­de, war­um die Men­schen ihren Draht­esel bemü­hen, bun­ter nicht sein. Vom Pro­fi­sport­ler, der auf den nächs­ten Tri­ath­lon hin­trai­niert, über den Rad­pend­ler bis hin zum Moun­tain­bi­ker, der über Moun­tain­bike-Trails „im Gemü­se“ nach unten kracht, reicht das enor­me Spek­trum.

Rad­fah­ren ist auch im Urlaub beliebt

„Rad­fah­ren spricht jeden an, der sich im Urlaub oder im All­tag sport­lich bewe­gen möch­te“, weiß Clau­dia Tscher­ne, die als Spe­zia­lis­tin für Rad­rei­sen mit ihrem Unter­neh­men „Alps 2 Adria“ Kärn­ten und die nahen Nach­barn erleb­bar macht. „Zusätz­lich ist der Rad­gast jemand, der ein bun­tes Pro­gramm schätzt und viel erle­ben möch­te, was für eine hohe loka­le Wert­schöp­fung sorgt.“ Eben­dies belegt eine Stu­die des All­ge­mei­nen Deut­schen Fahr­rad­clubs aus dem Jahr 2024, wonach Rad­ur­lau­ber im Durch­schnitt 123 Euro pro Tag aus­ge­ben. „Der Fahr­rad­han­del an sich ist aber im Ver­gleich zum Vor­jahr rück­läu­fig“, sagt Chris­ti­an Tyl vom Fach­ge­schäft tyl4Sports aus Vil­lach.

Infra­struk­tur ver­bes­sern

Neben dem Bund setzt auch das Land Kärn­ten im 2020 ver­öf­fent­lich­ten Rad­mas­ter­plan, der heu­er ein Update erfah­ren soll, auf zahl­rei­che Bau­stei­ne zur Attrak­ti­vie­rung des Rad­ver­kehrs für Ein­hei­mi­sche und Gäs­te. Wesent­lich ist hier vor allem die Schaf­fung von Rad­in­fra­struk­tur durch Neu­bau­ten oder Lücken­schlie­ßun­gen. Zen­tra­les Anlie­gen ist bis 2028 der Bau des Rad­wegs in der Lie­ser­schlucht, um Spit­tal mit dem Mill­stät­ter See zu ver­bin­den. „In Sachen Infra­struk­tur haben wir aber in Kärn­ten noch Auf­hol­be­darf, beson­ders was die siche­ren Abstell­mög­lich­kei­ten und Lade­sta­tio­nen – auch beim Arbeit­ge­ber – betrifft“, erklärt Chris­ti­an Tyl. „Das wür­de das Rad auch für Pend­ler attrak­ti­ver machen und wäre auch ein wich­ti­ger Fak­tor, wenn im Dezem­ber die Kor­alm­bahn eröff­net.“

Rad­fah­ren ent­lang der Kärnt­ner Seen Schlei­fe

Was die Stre­cken betrifft, ist neben dem mehr­fach aus­ge­zeich­ne­ten Drau­rad­weg die Kärn­ten Seen Schlei­fe, die in 400 Kilo­me­tern rund um die 20 schöns­ten Kärnt­ner Seen führt ein Leit­pro­dukt, das auch die Kärn­ten Wer­bung zusätz­lich attrak­ti­vie­ren möch­te. So fin­det dort der­zeit (21. bis 25. Mai) die „Velo­vis­ta“ statt, bei der 500 Rad­ler zwi­schen Klo­pei­ner See und Vil­lach unter­wegs sind und auf ihrem Weg ein umfas­sen­des Kul­tur- und Kuli­na­rik­pro­gramm genie­ßen kön­nen. Tou­ris­mus­lan­des­rat Sebas­ti­an Schu­sch­nig: „Ein wich­ti­ges Mit­tel zur Bele­bung der Vor­sai­son.“

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Die­ser Arti­kel ist in Aus­ga­be 10/25 erschie­nen.
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