Karin Schellander-Ulbing aus St. ­Egyden begleitet in Kärnten rund 1800 Kinder in 33 Schulen als Glückstrainerin durch das Schuljahr.
Karin Schellander-Ulbing aus St. ­Egyden begleitet in Kärnten rund 1800 Kinder in 33 Schulen als Glückstrainerin durch das Schuljahr. © KK/Marko Kovačič
Glücksgeheimnissen auf der Spur

„Glück ist ­eine
bewusste Entscheidung“

Glückstrainerin Karin Schellander-Ulbing erzählt im Interview, warum Glücklichsein kein Zufall ist.

01.04.2026 09:11 von Anita Arneitz
Lesezeit 2 Minuten

„Kärntner Wirtschaft“: Wie definieren Sie Glück?

Karin Schel­lander-Ulbing: Glück ist indivi­duell und ein Zustand, den ich ganz oft selbst beein­flussen kann und zwar mit der Art wie ich denke.

Welche Faktoren spielen beim Glück eine Rolle?

Eine allge­mein­gültige Glücks­formel lässt sich nicht leicht ableiten. Denn was jemand als sinnstif­tende Tätigkeit versteht, ist indivi­duell und unter­scheidet sich von Mensch zu Mensch.

Kann man Glück­lichsein lernen?

Ja, eine positive Grund­haltung ist erlernbar. Glück findet im Gehirn statt. Wenn wir Einfluss auf unser seeli­sches Wohlbe­finden nehmen wollen, müssen wir auf unsere ­Gedanken achten. Aus der Glücks­for­schung weiß man, dass wir rund 40 Prozent unseres Glücks selbst in der Hand haben. Das bedeutet, unsere persön­liche Einstellung und alle Aktivi­täten, die wir setzen, beein­flussen unsere Lebens­zu­frie­denheit.

Wie klappt das im Alltag?

Wir können unsere Gedanken mit ein ­bisschen Übung steuern und verändern. Ein Schritt dazu wäre, unseren Fokus auf die guten Dinge zu lenken: Was war heute gut an meinem Tag? Der Königsweg zum Glück ist die Dankbarkeit. Menschen, die dankbar sind, sind meist optimis­ti­scher und zufrie­dener mit ihrem Leben. Wir können uns also bewusst für das Glück entscheiden.

Ein Glückstipp für Selbst­ständige?

Für mich ist es wichtig, authen­tisch zu sein, einen wertschät­zenden Umgang mit anderen zu pflegen, bewusst mit Kopf und Herz Entschei­dungen zu treffen, Empathie zu ­leben und sich Zeit zum Innehalten zu ­nehmen, um sich und seine Bedürf­nisse zu spüren.

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 6/26 erschienen.
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Mehr zum Thema gibt es hier: Wo das Glück zu finden ist.