Sommerzeit in
den Kärntner Bergen
Die kühleren Temperaturen in luftigeren Höhen, neue Angebote für die ganze Familie sowie die Abwechslung von See und Berg kommen bei den Sommergästen in Kärnten gut an. Mit ein Grund, warum jetzt auch viele Betriebe neue Märkte ansprechen möchten.
Wo lässt sich der Sommer trotz Hitzewelle noch erträglich verbringen? Bei kühlem Wasser im Tal und frischer Luft am Berg. Für Kärntens Tourismus- und Freizeitwirtschaft ist das eine Chance. Laut T‑Mona-Gästebefragung gelten Natur‑, Erholungs- und Wanderurlaub als wichtige Wachstumstreiber. Umso wichtiger wird die Verbindung von See und Berg. Urlauber suchen vermehrt nach Aktivurlaub und Abwechslung während ihres Aufenthaltes. Zum einen entwickeln Betriebe selbst ein umfangreiches Programm, zum Beispiel im Naturhotel Alpenrose – von Wanderungen über Kräuter- und Kulturausflüge bis hin zum Kaltbaden in der Schlucht. Zum anderen sind die Regionen gefordert, neue Angebote zu schaffen wie den Sagenweg für Familien im Lesachtal.
Wer glaubt, der Bergsommer profitiere automatisch vom Klimawandel, der irrt. Um für Gäste attraktiv zu bleiben, muss laufend investiert werden. Zudem nehmen auch Hitzetage in höheren Lagen zu. Was viele Betriebe merken: Der klassische deutsche Markt schwächelt. Das bestätigt auch Nikolaus Lanner aus dem Lesachtal: „Wir brauchen den Ausbau internationaler Märkte wie Italien, Holland und auch die umliegenden Staaten.“
In Südkärnten zeige die Koralmbahn erst zaghafte Effekte auf den Tourismus, biete aber großes Potenzial, wie Franz Skuk von den Petzen Bergbahnen bestätigt: „Wir sind dankbar für die hervorragende Zusammenarbeit bei allen Mobilitätsprojekten mit dem Geopark Karawanken, der Region Südkärnten und dem Land Kärnten. Gemeinsam schaffen wir hier die notwendige Infrastruktur für eine nachhaltige Anreise.“
Neben dem Großraum Graz richte man den Blick auch stärker in den Süden: „Wir sehen eine große Chance darin, das einzigartige Bergerlebnis auf der Petzen auch italienischen Gästen näherzubringen. Dank der Direktzüge von Venedig gibt es hier eine hervorragende Achse, die wir in Zukunft noch intensiver und gezielter nutzen möchten.“
Stimmen aus der Wirtschaft
„Yoga, Wandern, Kultur. Damit unsere Gäste immer wieder etwas Neues erleben, lassen wir uns viel einfallen. Für unsere Gäste ist zum Beispiel das Kaltbaden in der Schlucht ein besonderes Erlebnis und wird vor allem auch an heißen Sommertagen gerne angenommen. Aber wir begleiten sie auch zu Kunst und Kultur am See.“
„Der Mut zu einer Nische zahlt sich aus. So gibt es zu Urlaub mit Hund in den Bergen eine riesige Nachfrage und wir sind so gut wie ausgebucht. Gäste kommen aus Holland, Deutschland, Österreich, Tschechien, Italien und der Schweiz. Sie schätzen die Kombination von Seen, Bächen, Flüssen und Bergen und machen auch gerne Tagesausflüge. Aber auch die Qualität der Unterkunft muss passen.“
„Das Produkt ist super, der Bergsommer und die Betriebe haben viel investiert. Im Lesachtal setzen wir bewusst auf kleine und echte Erlebnisse, wie Sternenhimmel und Naturthemen. Auch dazu braucht es Infrastruktur vor Ort. So planen wir gerade einen Sagenweg für Familien. Aber es ist schwer, dass der Bergsommer am Markt in die Gänge kommt. Die Buchungslage zeigt sich diesen Sommer durchwachsen: Kurzfristige Anfragen liegen rund 30 bis 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau, Gäste entscheiden zunehmend spontan. Wir müssen mit Kärnten daher viel gezielter auf den Märkten präsent sein.“
„Der Bergsommer wird von den Gästen hervorragend angenommen und die Kombination aus sanftem Naturerlebnis, Familienangeboten, sportlicher Action und Kulinarik erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Wir haben das Angebot für Familien und Entdecker ausgebaut. Die Sommersaison wird in
Zukunft absolut maßgeblich und existenz-sichernd für den wirtschaftlichen Erfolg.“