TDW Bergsommer Millstätter See
© Gert Perauer/MBN Tourismus
Bergsommer

Sommerzeit in
den Kärntner Bergen

Die kühleren Temperaturen in luftigeren Höhen, neue Angebote für die ganze Familie sowie die Abwechslung von See und Berg kommen bei den Sommergästen in Kärnten gut an. Mit ein Grund, warum jetzt auch viele Betriebe neue Märkte ansprechen möchten.

27.07.2026 07:58 - Update am: 27.07.2026 07:58 von Anita Arneitz
Lesezeit 6 Minuten

Wo lässt sich der Sommer trotz Hitze­welle noch erträglich verbringen? Bei kühlem Wasser im Tal und frischer Luft am Berg. Für Kärntens Tourismus- und Freizeit­wirt­schaft ist das eine Chance. Laut T‑Mona-Gäste­be­fragung gelten Natur‑, Erholungs- und Wander­urlaub als wichtige Wachs­tums­treiber. Umso wichtiger wird die Verbindung von See und Berg. Urlauber suchen vermehrt nach Aktiv­urlaub und Abwechslung während ihres Aufent­haltes. Zum einen entwi­ckeln Betriebe selbst ein umfang­reiches Programm, zum Beispiel im Natur­hotel Alpenrose – von Wande­rungen über Kräuter- und Kultur­aus­flüge bis hin zum Kaltbaden in der Schlucht. Zum anderen sind die Regionen gefordert, neue Angebote zu schaffen wie den Sagenweg für Familien im Lesachtal.


Wer glaubt, der Bergsommer profi­tiere automa­tisch vom Klima­wandel, der irrt. Um für Gäste attraktiv zu bleiben, muss laufend inves­tiert werden. Zudem nehmen auch Hitzetage in höheren Lagen zu. Was viele Betriebe merken: Der klassische deutsche Markt schwä­chelt. Das bestätigt auch Nikolaus Lanner aus dem Lesachtal: „Wir brauchen den Ausbau inter­na­tio­naler Märkte wie Italien, Holland und auch die umlie­genden Staaten.“
In Südkärnten zeige die Kor­almbahn erst zaghafte Effekte auf den Tourismus, biete aber großes Potenzial, wie Franz Skuk von den Petzen Bergbahnen bestätigt: „Wir sind dankbar für die hervor­ra­gende Zusam­men­arbeit bei allen Mobili­täts­pro­jekten mit dem Geopark Karawanken, der Region Südkärnten und dem Land Kärnten. Gemeinsam schaffen wir hier die notwendige Infra­struktur für eine nachhaltige Anreise.“


Neben dem Großraum Graz richte man den Blick auch stärker in den Süden: „Wir sehen eine große Chance darin, das einzig­artige Berger­lebnis auf der Petzen auch italie­ni­schen Gästen näher­zu­bringen. Dank der Direktzüge von Venedig gibt es hier eine hervor­ra­gende Achse, die wir in Zukunft noch inten­siver und gezielter nutzen möchten.“

Stimmen aus der Wirtschaft

© Privat

„Yoga, Wandern, Kultur. Damit unsere Gäste immer wieder etwas Neues erleben, lassen wir uns viel einfallen. Für unsere Gäste ist zum Beispiel das Kaltbaden in der Schlucht ein beson­deres Erlebnis und wird vor allem auch an heißen Sommer­tagen gerne angenommen. Aber wir begleiten sie auch zu Kunst und Kultur am See.“

Birgit Obweger
© Privat

„Der Mut zu einer Nische zahlt sich aus. So gibt es zu Urlaub mit Hund in den Bergen eine riesige Nachfrage und wir sind so gut wie ausge­bucht. Gäste kommen aus Holland, Deutschland, Öster­reich, Tsche­chien, Italien und der Schweiz. Sie schätzen die Kombi­nation von Seen, Bächen, Flüssen und Bergen und machen auch gerne Tages­aus­flüge. Aber auch die Qualität der Unter­kunft muss passen.“

Alianne und Jan Oomen
© Anita Arneitz

„Das Produkt ist ­super, der Berg­sommer und die Betriebe haben viel inves­tiert. Im Lesachtal setzen wir bewusst auf kleine und echte Erleb­nisse, wie Sternen­himmel und Natur­themen. Auch dazu braucht es Infra­struktur vor Ort. So planen wir gerade einen Sagenweg für Familien. Aber es ist schwer, dass der Bergsommer am Markt in die Gänge kommt. Die Buchungslage zeigt sich diesen Sommer durch­wachsen: Kurzfristige Anfragen liegen rund 30 bis 40 Prozent unter dem Vorjah­res­niveau, Gäste entscheiden zunehmend spontan. Wir müssen mit Kärnten daher viel gezielter auf den Märkten präsent sein.“

Nikolaus Lanner
© KK/Panoramarestaurant oben

„Der Bergsommer wird von den Gästen hervor­ragend angenommen und die Kombi­nation aus sanftem Natur­er­lebnis, Famili­en­an­ge­boten, sport­licher Action und Kulinarik erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Wir haben das Angebot für Familien und Entdecker ausgebaut. Die Sommer­saison wird in
Zukunft absolut maßgeblich und existenz-sichernd für den wirtschaft­lichen Erfolg.“

Franz und Andrea Skuk
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 14/26 erschienen.
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