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Unternehmen mit Glücksfaktor

Wo das
Glück zu finden ist

Den Glücksgeheimnissen auf der Spur: Wie Kärntens Unternehmen ihr persönliches Glück im Business gefunden haben.

30.03.2026 09:27 - Update am: 30.03.2026 09:27 von Anita Arneitz
Lesezeit 7 Minuten

Glück ist kein Zufall. Auch nicht im Business. Der aktuelle World Happiness Report 2026 zeigt: Öster­reich belegt Platz 19 unter den glück­lichsten Nationen weltweit. Damit verliert Öster­reich zwei Plätze und folgt einem Trend bei westeu­ro­päi­schen Ländern. Wohlstand allein reicht offenbar nicht mehr aus.


Welchen Einfluss das Digitale auf das Glück hat, wurde ebenfalls unter­sucht und dabei kommen die Forscher wieder zurück auf das Analoge: Echte mensch­liche Verbindung scheint digitale Ablen­kungen zu schlagen. Oder anders: Wer ein starkes Gefühl der Zugehö­rigkeit im Team oder Betrieb erlebt, ist nachweislich glück­licher. Vertrauen, Wertschätzung und das Gefühl, dazuzu­ge­hören, sind damit auch messbare Glücks­fak­toren.


Für Unter­nehmen empfiehlt sich daher ein noch stärkerer Fokus auf die Gemein­schaft. Wer im Alltag bewusst auf echtes Mitein­ander setzt, inves­tiert in Wohl­befinden und damit in Leistung, Loyalität und Sinn. Voraus­ge­setzt, die Motivation ist echt.


Betriebe, die das Wort „Glück“ sogar im Namen tragen, geben Einblick, welche Rolle das Glück für ihr Unter­nehmen spielt.

Martin Platz­dasch, Suppen­glück & Wurzelwerk

© Peter Just

Kochen ist pures Glück

„Den Namen haben wir von ­unseren Vorgängern übernommen und mit Wurzelwerk ­ergänzt, weil wir inzwi­schen weitaus mehr bieten als Suppen. Wir sind ein vollwer­tiges Res­taurant mit Catering und Kochkursen. Das Kochen ist meine Leiden­schaft und ich hatte Glück, dass ich jetzt meine Ideen im eigenen Restaurant umsetzen kann. So kochen wir ausschließlich mit Olivenöl und verzichten auf ungesunde Fette oder synthe­tische Aromen. Regio­na­lität ist für uns eine Selbst­ver­ständ­lichkeit.“

Martin Platz­dasch

Manuela und Stefan Happe-Gratzer mit Hannah und Nina, AutoGlück

© KK/Tiefling

AutoGlück brachte auch Liebes­Glück

„Autoglück ist entstanden aus dem Betrieb meines verstor­benen Vaters. Ich war als Frau alleine in der Kfz-Branche nicht gut aufge­stellt. Also fragte ich einen langjäh­rigen Kunden und Freund von mir, ob er mit mir den Betrieb fortführen möchte. So haben Auto­ersatzteile Gratzer und Kfz Happe zusam­men­ge­funden – anfangs als Freunde, mittler­weile sind wir seit sieben Jahren verhei­ratet. Die Namens­findung erfolgte aus für mich logischen Gründen: Die Autoer­satz­teile und das Autoge­schäft erfüllen mich mit großer Freude und für mich wie auch für meinen Mann Stefan ist es ein großes Glück, in dieser Branche zu arbeiten. Autoglück ist unser persön­liches Glück und natürlich hoffen wir, dass wir auch ­unseren Kunden diese schöne Glück­s­energie mitgeben dürfen.“

Manuela und Stefan Happe-Gratzer

Peter Grabner, Lärchen­glück

© KK/Grabner

Vom Lärchenpech zum Lärchen­glück

„Lärchen­glück ist eigentlich durch ­Lärchenpech entstanden. Seit einigen Jahren habe ich Bio-Lärchen­pech­salbe als Kosmetik auf dem Markt und mittler­weile bereits Kunden in Deutschland ­sowie der Schweiz. Die Bäume werden angebohrt und im Sommer aus dem Loch das Harz geerntet. Dabei gehe ich mit der Natur, ohne den Baum zu schädigen. Glück bedeutet für mich Freiheit. Dazu gehört auch, sich manchmal Zeit nehmen, abzuschalten und einfach mal raus in den Wald gehen. Wir müssen wieder mehr zurück zur Natur.“

Peter Grabner

Lydia Schumer, Pures Glück Fotografie

© KK/Schumer

Glück­liche Momente für immer festhalten

„Ich kann meine Kreati­vität seit zehn Jahren in der Fotografie ausleben. Jedes Shooting ist für mich ein beson­deres Projekt, und es liegt mir glück­liche Momente im Leben festzu­halten. Im Unter­neh­mertum spielt Glück eine Rolle, aber auch Selbst­dis­ziplin und Verkaufs­talent. Manchmal hat man Glück und kann mit Traum­kunden bei bestem Wetter arbeiten. KI kann zwar auch Bilder machen, was aber dabei fehlt, sind das persön­liche Erlebnis und die echte Emotion. Die Selbst­stän­digkeit ist für mich ein Glück, weil ich mir die Zeit als Mama von drei Kindern selbst einteilen kann.“

Lydia-Schumer
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 6/26 erschienen.
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