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Freude an der Arbeit

Wie Freude die
Arbeit erleichtert

Engagierte Beschäftigte sind ein zentraler Hebel für nachhaltigen Unternehmenserfolg.

02.02.2026 09:22 von Sarah Aichwalder
Lesezeit 5 Minuten

Unter­nehmen, in denen Menschen gerne arbeiten, profi­tieren in mehrfacher Hinsicht. Motivation, Qualität und Verän­de­rungs­be­reit­schaft wachsen dort nicht durch Kontrolle, sondern durch klare Rahmen­be­din­gungen und Vertrauen.

Fachhoch­schul­pro­fessor Michael Kosutnik erklärt, dass gerade jüngere Genera­tionen wie die Generation Z Arbeits­freude vor allem im Sinn ihres Tuns findet. Es geht darum, den Beitrag zu verstehen, Verant­wortung übernehmen zu können und sich weiterzuent­wickeln. Eine konstruktive Teamkultur verstärke diese Wirkung. Wertschätzung, Verläss­lichkeit und offene Kommu­ni­kation fördern Zusam­men­arbeit und reduzieren Reibungs­ver­luste im Arbeits­alltag.

Führungs­kräfte prägen dieses Umfeld entscheidend, indem sie Ziele klar formu­lieren, Priori­täten trans­parent machen und Handlungs­spiel­räume eröffnen. Regel­mä­ßiges Feedback sorge für Orien­tierung und stärke die Beziehung zwischen Führung und Team. Wenn Mitar­bei­tende gerne zur Arbeit kommen, sei der wirtschaft­liche Effekt spürbar: Produk­ti­vität steigt, Innova­tionen entstehen schneller und Mitar­bei­tende bleiben dem Unter­nehmen länger verbunden. Freude an der Arbeit zeigt sich damit als stabile Grundlage für nachhal­tigen Unter­neh­mens­erfolg – und als strate­gische Aufgabe moderner Führung.

Stimmen aus der Wirtschaft

HOI – Ihr Haus und Gartenboy

© HOI

„Mitar­beiter wertschätzen und einbinden“

„Als Chef erfährt man erst durch andere Mitar­beiter von Problemen in den Teams. Für mich ist es wichtig, mich so spät wie möglich einzu­mi­schen, um das Problem nicht noch zu verstärken. Ich suche dann das Gespräch mit der betref­fenden Person und höre mir auch ihre Sicht der Dinge an. Damit Mitar­bei­tende Freude an der Arbeit haben, ist es wichtig, sie wertzu­schätzen und in das Geschehen und die Planung mitein­zu­binden.“

Kevin Grebenjak

Inter­coiffure Friseur Grabn­egger

© Grabn­egger

„Echte Freude entsteht, wenn Persön­lichkeit wahrge­nommen wird“

„Freude an der Arbeit bedeutet für uns, dass Mitar­bei­tende sich wertge­schätzt fühlen, ihre Stärken einsetzen können und Sinn in ihrer Tätigkeit sehen. Gerade im direkten Kunden­kontakt entsteht echte Freude dann, wenn man nicht nur ‚funktio­niert‘, sondern als Persön­lichkeit wahrge­nommen wird. Wir fördern diese Freude aktiv durch eine offene, respekt­volle Kommu­ni­kation, ehrliches Lob, Vertrauen in die Eigen­ver­ant­wortung. Zudem legen wir großen Wert auf Weiter­bildung, Mitge­stal­tungs­mög­lich­keiten und klare Struk­turen – denn Sicherheit und Kompetenz wirken sich direkt positiv auf die Stimmung und den Umgang mit Kundinnen und Kunden aus.“

Norbert und Melanie Grabn­egger

Hotel Restaurant Zollner

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„Gemeinsam eine Lösung finden“

„Mit Freude an der Arbeit geht vieles leichter von der Hand. Wenn ich merke, dass es bei Mitar­bei­tenden gerade nicht passt, suche ich das Gespräch. Gemeinsam klären wir die Situation und finden eine Lösung. Gerade in einem kleineren Unter­nehmen, in dem man täglich vor Ort ist, kennt man seine Leute irgendwann so gut, dass man schon am ‚Guten Morgen‘ hört, ob alles in Ordnung ist. Um Harmonie und ein starkes Teamgefühl zu fördern, unter­nehmen wir auch regel­mäßig Teamaus­flüge – zuletzt etwa mit der Koralmbahn zum Christ­kindl­markt nach Graz.“

Herwig Zollner
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 2/26 erschienen.
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