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Area Süd

Von der
Esse zum Express

Mehr Menschen, mehr Märkte, mehr Miteinander – dafür steht die Area Süd. Welche Chancen sie bietet und was noch zu tun ist, beleuchtet das Österreich-Bild „Vom Norischen Eisen zur Area Süd“.

28.07.2025 07:37 von Sarah Aichwalder
Lesezeit 5 Minuten

Holz­stäm­me rol­len über das Fließ­band. Gabeln wer­den gebo­gen, geflämmt, geschockt und schließ­lich mit dem zuvor ver­ar­bei­te­ten Stamm, der mitt­ler­wei­le zu einem Stiel gewor­den ist, zusam­men­ge­führt. Vom Baum­stamm bis zur fer­ti­gen Gabel. Die Johann Off­ner Unter­neh­mens­grup­pe aus Wolfs­berg zählt zu jener Bran­che, die den Groß­teil der Wert­schöp­fung in ganz Kärn­ten aus­macht. Der Indus­trie.

Kärn­ten als Land der Indus­trie

Kärn­ten ist nicht nur „Seen­sucht“ und „Berg­zau­ber“. 60 Pro­zent der Wert­schöp­fung im Bun­des­land ent­ste­hen durch Betrie­be wie die Off­ner Unter­neh­mens­grup­pe, Mah­le oder Infi­ne­on, um nur ein paar Betrie­be zu nen­nen. Blickt man auf die wirt­schaft­li­che Geschich­te Kärn­tens, hat­te die Pro­duk­ti­on schon immer einen hohen Stel­len­wert. Bereits vor 2500 Jah­ren, zu Zei­ten der Römer und Kel­ten, war in Hüt­ten­berg der Eisen­erz­ab­bau und die Eisen­her­stel­lung der Motor der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung.

„Vom Nori­schen Eisen zur Area Süd“

Dass sich in den ver­gan­ge­nen zwei Jahr­tau­sen­den eini­ges getan hat und die Wirt­schaft nicht still­steht, zeigt das Öster­reich-Bild „Vom Nori­schen Eisen zur Area Süd“ das der ORF Kärn­ten in Zusam­men­ar­beit mit der Wirt­schafts­kam­mer gestal­tet hat. Regis­seu­rin Romy Sigott-Klipp­stät­ter, geht der Fra­ge nach, wel­che Chan­cen sich durch die Area Süd eröff­nen.

„Der Tun­nel allein reicht nicht“

Mit Eröff­nung der Kor­alm­bahn am 14. Dezem­ber wer­den zwei Bun­des­län­der, Kärn­ten und Stei­er­markt, ver­eint und bil­den so einen neu­en Wirt­schafts­raum – die Area Süd. Die Kor­alm­bahn schafft eine Ver­bin­dung zwi­schen Kla­gen­furt und Graz mit einer 45-minü­ti­gen Fahrt. Johann Off­ner Seni­or erklärt: „Das Lavant­tal erlebt gera­de den drit­ten gro­ßen Fort­schritt: die Lavanttal­bahn, die Auto­bahn und jetzt die Area Süd mit der Kor­alm­bahn“. Sein Sohn, Johann Off­ner mahnt aber, dass der Tun­nel allein nicht rei­che. „Ein Aus­bau der Infra­struk­tur ist das A & O, damit die Bahn auch inter­es­sant ist.“ Auch Jür­gen Man­dl, Prä­si­dent der WKK, weiß: „Das Land Kärn­ten muss sei­ne Haus­auf­ga­ben machen, damit die Bahn nicht nur in eine Rich­tung fährt und bei­de Part­ner pro­fi­tie­ren.“

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Die­ser Arti­kel ist in Aus­ga­be 14/25 erschie­nen.
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