Von der
Esse zum Express
Mehr Menschen, mehr Märkte, mehr Miteinander – dafür steht die Area Süd. Welche Chancen sie bietet und was noch zu tun ist, beleuchtet das Österreich-Bild „Vom Norischen Eisen zur Area Süd“.
Holzstämme rollen über das Fließband. Gabeln werden gebogen, geflämmt, geschockt und schließlich mit dem zuvor verarbeiteten Stamm, der mittlerweile zu einem Stiel geworden ist, zusammengeführt. Vom Baumstamm bis zur fertigen Gabel. Die Johann Offner Unternehmensgruppe aus Wolfsberg zählt zu jener Branche, die den Großteil der Wertschöpfung in ganz Kärnten ausmacht. Der Industrie.
Kärnten als Land der Industrie
Kärnten ist nicht nur „Seensucht“ und „Bergzauber“. 60 Prozent der Wertschöpfung im Bundesland entstehen durch Betriebe wie die Offner Unternehmensgruppe, Mahle oder Infineon, um nur ein paar Betriebe zu nennen. Blickt man auf die wirtschaftliche Geschichte Kärntens, hatte die Produktion schon immer einen hohen Stellenwert. Bereits vor 2500 Jahren, zu Zeiten der Römer und Kelten, war in Hüttenberg der Eisenerzabbau und die Eisenherstellung der Motor der wirtschaftlichen Entwicklung.
„Vom Norischen Eisen zur Area Süd“
Dass sich in den vergangenen zwei Jahrtausenden einiges getan hat und die Wirtschaft nicht stillsteht, zeigt das Österreich-Bild „Vom Norischen Eisen zur Area Süd“ das der ORF Kärnten in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer gestaltet hat. Regisseurin Romy Sigott-Klippstätter, geht der Frage nach, welche Chancen sich durch die Area Süd eröffnen.
„Der Tunnel allein reicht nicht“
Mit Eröffnung der Koralmbahn am 14. Dezember werden zwei Bundesländer, Kärnten und Steiermarkt, vereint und bilden so einen neuen Wirtschaftsraum – die Area Süd. Die Koralmbahn schafft eine Verbindung zwischen Klagenfurt und Graz mit einer 45-minütigen Fahrt. Johann Offner Senior erklärt: „Das Lavanttal erlebt gerade den dritten großen Fortschritt: die Lavanttalbahn, die Autobahn und jetzt die Area Süd mit der Koralmbahn“. Sein Sohn, Johann Offner mahnt aber, dass der Tunnel allein nicht reiche. „Ein Ausbau der Infrastruktur ist das A & O, damit die Bahn auch interessant ist.“ Auch Jürgen Mandl, Präsident der WKK, weiß: „Das Land Kärnten muss seine Hausaufgaben machen, damit die Bahn nicht nur in eine Richtung fährt und beide Partner profitieren.“