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Regionalität
Burger, Bosna, Bauernhof: Der Zlaner Alexander Kerschbaumer tischt täglich mit seinem „Alex Genuss Truck“ am Weißensee-Ostufer Regionalität auf.
Wer am Ostufer des Weißensees bei „Alex Genuss Truck“ einen Burger bestellt, bekommt ein Stück regionale Wertschöpfung auf die Hand. Der Zlaner Alexander Kerschbaumer setzt bei seinem Food-Truck auf kurze Wege, persönliche Beziehungen und eine klare Haltung zur Herkunft seiner Produkte.
Getreu dem Motto „Von der Aufzucht bis zum Teller“ verwendet und verkauft er deshalb überwiegend Kärntner Produkte. So bestehen die angebotenen Speisen, wie Burger, Bosna, Toast sowie vegetarische Gerichte hauptsächlich aus Zutaten, die er selbst oder Landwirte aus der Region produzieren. „Alles, was geht, haben wir von unserer eigenen Landwirtschaft. Die anderen Produkte holen wir uns von Bauern, die wir kennen.“
Für ihn sei dies eine Selbstverständlichkeit – aus Überzeugung, aber auch aus Respekt gegenüber den Lebensmitteln. „Ich habe eigentlich zu all meinen Produkten einen Bezug. Wenn man weiß, woher sie stammen, geht man anders damit um.“ Außerdem, betont er, sei es mit heimischen Produkten besser zu arbeiten. Für den 22-Jährigen endet Regionalität jedoch nicht am Tellerrand. Direkt neben dem Food-Truck steht ein Selbstbedienungsautomat, bestückt mit Speck, Würsteln und Aufstrichen vom eigenen Hof.
Kärntner Küche to go
Im Sommer herrsche bei Schönwetter Hochbetrieb. „Der See hat extrem wenig Gastro, die Nachfrage danach ist aber sehr hoch“, merkt der ausgebildete Koch an. Unterstützung bekommt er hauptsächlich von seiner Familie: Bruder Thomas packt regelmäßig mit an und hilft, wo gerade Not am Mann ist. In der Hochsaison greifen ihm zudem zwei Praktikantinnen unter die Arme. Zu den Kunden zählen neben Touristen auch viele Einheimische, darunter vor allem Stand-Up-Paddler, Wanderer sowie Gäste des Strandbads und der „MS Alpenperle“.
Im Winter verlegt der Jungunternehmer den Standort des „Genuss Trucks“ in seinen Heimatort Zlan. Dort kocht er drei Mal die Woche Mittagsmenüs für die Bevölkerung – ebenfalls mit dem, was Hof und Umgebung hergeben. „Ich schaue, was ich an Produkten zur Verfügung habe beziehungsweise von daheim bekomme und plane meine Menüs danach.“
Der Weg in die Selbstständigkeit war für Kerschbaumer kein Sprung ins kalte Wasser. Nach der Tourismusschule in Salzburg sammelte er in der Mozartstadt und in Irland Erfahrungen. In die Zukunft blickt er bodenständig: „Natürlich haben wir Pläne, aber zurzeit passt es gut und so soll es auch bleiben.“
Hingabe trifft Handwerk
