Alexander Kerschbaumer kocht dort, wo andere Urlaub machen. Mit seinem „Alex Genuss Truck“ sorgt er für regionale Schmankerln am Weißensee.
Alexander Kerschbaumer kocht dort, wo andere Urlaub machen. Mit seinem „Alex Genuss Truck“ sorgt er für regionale Schmankerln am Weißensee. © KW/Scherzer
Alex Genuss Truck

Next Stop:
Regio­na­lität

Burger, Bosna, Bauernhof: Der Zlaner Alexander Kerschbaumer tischt täglich mit seinem „Alex Genuss Truck“ am Weißensee-Ostufer Regionalität auf.

29.07.2025 07:22 von Christina Scherzer
Lesezeit 4 Minuten

Wer am Ostufer des Weißensees bei „Alex Genuss Truck“ einen Burger bestellt, bekommt ein Stück regionale Wertschöpfung auf die Hand. Der Zlaner Alexander Kersch­baumer setzt bei seinem Food-Truck auf kurze Wege, persön­liche Bezie­hungen und eine klare Haltung zur Herkunft seiner Produkte.

Getreu dem Motto „Von der Aufzucht bis zum Teller“ verwendet und verkauft er deshalb überwiegend Kärntner Produkte. So bestehen die angebo­tenen Speisen, wie Burger, Bosna, Toast sowie vegeta­rische Gerichte haupt­sächlich aus Zutaten, die er selbst oder Landwirte aus der Region produ­zieren. „Alles, was geht, haben wir von unserer eigenen Landwirt­schaft. Die anderen Produkte holen wir uns von Bauern, die wir kennen.“

Für ihn sei dies eine Selbst­ver­ständ­lichkeit – aus Überzeugung, aber auch aus Respekt gegenüber den Lebens­mitteln. „Ich habe eigentlich zu all meinen Produkten einen Bezug. Wenn man weiß, woher sie stammen, geht man anders damit um.“ Außerdem, betont er, sei es mit heimi­schen Produkten besser zu arbeiten. Für den 22-Jährigen endet Regio­na­lität jedoch nicht am Tellerrand. Direkt neben dem Food-Truck steht ein Selbst­be­die­nungs­au­tomat, bestückt mit Speck, Würsteln und Aufstrichen vom eigenen Hof.

© KW/Scherzer (4)

Kärntner Küche to go

Im Sommer herrsche bei Schön­wetter Hochbe­trieb. „Der See hat extrem wenig Gastro, die Nachfrage danach ist aber sehr hoch“, merkt der ausge­bildete Koch an. Unter­stützung bekommt er haupt­sächlich von seiner Familie: Bruder Thomas packt regel­mäßig mit an und hilft, wo gerade Not am Mann ist. In der Hochsaison greifen ihm zudem zwei Prakti­kan­tinnen unter die Arme. Zu den Kunden zählen neben Touristen auch viele Einhei­mische, darunter vor allem Stand-Up-Paddler, Wanderer sowie Gäste des Strandbads und der „MS Alpen­perle“.

Im Winter verlegt der Jungun­ter­nehmer den Standort des „Genuss Trucks“ in seinen Heimatort Zlan. Dort kocht er drei Mal die Woche Mittags­menüs für die Bevöl­kerung – ebenfalls mit dem, was Hof und Umgebung hergeben. „Ich schaue, was ich an Produkten zur Verfügung habe bezie­hungs­weise von daheim bekomme und plane meine Menüs danach.“

Der Weg in die Selbst­stän­digkeit war für Kersch­baumer kein Sprung ins kalte Wasser. Nach der Touris­mus­schule in Salzburg sammelte er in der Mozart­stadt und in Irland Erfah­rungen. In die Zukunft blickt er boden­ständig: „Natürlich haben wir Pläne, aber zurzeit passt es gut und so soll es auch bleiben.“

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 14/25 erschienen.
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