Grünmacher im Alltag
Julia Schattbacher und Elias Haas entwickeln mit Ekologa nachhaltige Haushaltsprodukte. Ihr Ziel: einen Mehrwert bieten.
Nachhaltigkeit in den Alltag bringen – das ist das Ziel von Julia Schattbacher (23) und Elias Haas (22). Aus einer Alltagssituation, die viele kennen dürften, entstand ihr Onlineshop für nachhaltige Waschmittel- und Geschirrspülstreifen. „Als wir das schwere Waschmittel in unsere Wohnung schleppen mussten, dachten wir uns: das muss doch praktischer und leichter gehen“, erzählen die beiden. Gesagt, getan – sie begannen zu recherchieren, wie nachhaltig herkömmliche Waschmittel tatsächlich sind und welche Alternativen es bereits gibt. Nach rund einem dreiviertel Jahr Entwicklungsarbeit hielten sie schließlich ihr erstes eigenes Produkt in den Händen.
Mit ihrem Unternehmen Ekologa mit Sitz in Pusarnitz wollen die gebürtige Salzburgerin und der Oberkärntner nun herkömmliche Reinigungsmittel neu denken. Statt flüssiger oder pulverförmiger Produkte in großen Plastikverpackungen setzen sie auf handliche und leichte Streifen, die sich vollständig im Wasser auflösen. Das spare Platz, Gewicht und vor allem Müll. Die Streifen seien biologisch abbaubar, vegan und frei von Mikroplastik, Konservierungsstoffen oder Phosphaten. „Wir verwenden zehnmal weniger Inhaltsstoffe als herkömmliche Waschmittel“, betont Schattbacher.
Produziert wird derzeit noch im asiatischen Raum. Um trotzdem umweltfreundlich zu bleiben, werden die Produkte per Zug transportiert. Das Ziel der beiden ist jedoch klar: „Mit 2026 wollen wir ‚Made in Europe‘ erreichen.“
Das Lager und die gesamte Bestellabwicklung haben sie ausgelagert, den Verkaufserlös stecken sie in Entwicklung, Branding und Marketing. „Unser Traum ist es, Ekologa hauptberuflich zu machen und davon leben zu können“, erzählt die Psychologiestudentin.
Vertrieben werden die Waschmittel- und Geschirrspülstreifen derzeit hauptsächlich über den eigenen Webshop. Die Vermarktung läuft über Social Media, wodurch vor allem junge Kundinnen und Kunden erreicht werden. „Online können wir viel besser erklären, was unser Produkt ausmacht. Im Supermarktregal würde es untergehen“, sagt Haas. Dennoch soll in Zukunft auch der stationäre Handel eine Rolle spielen.
Bei alltäglichen Dingen ansetzen
Unter Nachhaltigkeit verstehen die beiden ein Generationendenken. „Bei alltäglichen Dingen ist es am einfachsten anzusetzen“, so Schattbacher. Haas ergänzt: „Wenn man dort auf nachhaltige Alternativen achtet, tut das niemandem weh, hat aber schon eine große Wirkung.“ Mit Ekologa wollen sie genau das in den Alltag bringen – Schritt für Schritt. Dabei soll es nicht bei Waschmittel- und Geschirrspülstreifen bleiben: Auch andere umweltfreundliche Haushaltsprodukte sind in Planung. Damit wollen sie nachhaltige Alternativen schaffen, die einfach funktionieren und keinen Verzicht verlangen.