Elias Haas und Julia Schattbacher wollen mit ihrem Unternehmen 
Ekologa Nachhaltigkeit in den Alltag bringen.
Elias Haas und Julia Schattbacher wollen mit ihrem Unternehmen Ekologa Nachhaltigkeit in den Alltag bringen. © Ekologa/Melanie Pirker
Ekologa

Grünmacher im Alltag

Julia Schattbacher und Elias Haas entwickeln mit Ekologa nachhaltige Haushaltsprodukte. Ihr Ziel: einen Mehrwert bieten.

07.11.2025 08:41 von Christina Scherzer
Lesezeit 4 Minuten

Nachhal­tigkeit in den Alltag bringen – das ist das Ziel von Julia Schatt­bacher (23) und Elias Haas (22). Aus einer Alltags­si­tuation, die viele kennen dürften, entstand ihr Onlineshop für nachhaltige Wasch­mittel- und Geschirr­spül­streifen. „Als wir das schwere Wasch­mittel in unsere Wohnung schleppen muss­ten, dachten wir uns: das muss doch prakti­scher und leichter gehen“, erzählen die beiden. Gesagt, getan – sie begannen zu recher­chieren, wie nachhaltig herkömm­liche Wasch­mittel tatsächlich sind und welche Alter­na­tiven es bereits gibt. Nach rund einem dreiviertel Jahr Entwick­lungs­arbeit hielten sie schließlich ihr ers­tes eigenes Produkt in den Händen.

Mit ihrem Unter­nehmen Ekologa mit Sitz in Pusarnitz wollen die gebürtige Salzbur­gerin und der Oberkärntner nun herkömm­liche Reini­gungs­mittel neu denken. Statt flüssiger oder pulver­för­miger Produkte in großen Plastikverpa­ckungen setzen sie auf handliche und leichte Streifen, die sich vollständig im Wasser auflösen. Das spare Platz, Gewicht und vor allem Müll. Die Streifen seien biolo­gisch abbaubar, vegan und frei von Mikroplas­tik, Konser­vie­rungs­stoffen oder Phosphaten. „Wir verwenden zehnmal weniger Inhalts­stoffe als herkömm­liche Wasch­mittel“, betont Schatt­bacher.

© Ekologa/Jansenberger Fotografie (4)

Produ­ziert wird derzeit noch im asiati­schen Raum. Um trotzdem umwelt­freundlich zu bleiben, werden die Produkte per Zug trans­por­tiert. Das Ziel der beiden ist jedoch klar: „Mit 2026 wollen wir ‚Made in Europe‘ erreichen.“

Das Lager und die gesamte Bestell­ab­wicklung haben sie ausge­lagert, den Verkaufs­erlös stecken sie in Entwicklung, Branding und Marketing. „Unser Traum ist es, Ekologa haupt­be­ruflich zu machen und davon leben zu können“, erzählt die Psycho­lo­gie­stu­dentin.

Vertrieben werden die Wasch­mittel- und Geschirr­spül­streifen derzeit haupt­sächlich über den eigenen Webshop. Die Vermarktung läuft über Social Media, wodurch vor allem junge Kundinnen und Kunden erreicht werden. „Online können wir viel besser erklären, was unser Produkt ausmacht. Im Super­markt­regal würde es unter­gehen“, sagt Haas. Dennoch soll in Zukunft auch der stationäre Handel eine Rolle spielen.

Bei alltäg­lichen Dingen ansetzen

Unter Nachhal­tigkeit verstehen die beiden ein Generationen­denken. „Bei alltäg­lichen Dingen ist es am einfachsten anzusetzen“, so Schatt­bacher. Haas ergänzt: „Wenn man dort auf nachhaltige Alter­na­tiven achtet, tut das niemandem weh, hat aber schon eine große Wirkung.“ Mit Ekologa wollen sie genau das in den Alltag bringen – Schritt für Schritt. Dabei soll es nicht bei Wasch­mittel- und Geschirr­spül­streifen bleiben: Auch andere umwelt­freund­liche Haushalts­pro­dukte sind in Planung. Damit wollen sie nachhaltige Alter­na­tiven schaffen, die einfach funktio­nieren und keinen Verzicht verlangen.

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 21/25 erschienen.
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