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Die Kärntner Delegation bei der Empa AG in Dübendorf, einem zentralen Forschungsstandort für innovative Bau- und Materiallösungen. © WKK/Aigner
Wirtschaftsmission Zürich

Kärntner
Unter­nehmen auf Mission in Zürich

Wie wird künftig gebaut, wenn Effizienz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung den Takt vorgeben? Antworten darauf suchte eine Delegation Kärntner Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Wirtschaftsmission „Zukunft Bau“ in Zürich.

08.05.2026 08:46 - Update am: 08.05.2026 08:46 von Manuela Aigner
Lesezeit 5 Minuten

Drei Tage lang standen neue Baupro­zesse im Mittel­punkt. Digitale Planung, roboter­ge­stützte Fertigung und indus­trielle Vorpro­duktion prägen die Entwicklung der Branche. Beim Auftakt in der öster­rei­chi­schen Wirtschafts­de­le­gation disku­tierten Exper­tinnen und Experten aktuelle Ansätze im Holzbau und in der Automa­ti­sierung.


Am ETH-Campus und in Forschungs­zentren wie der Empa zeigte sich, wie weit diese Entwick­lungen bereits reichen. Roboter fertigen Bauteile, Software steuert Abläufe, Materialien werden gezielt weiter­ent­wi­ckelt. Forschung und Wirtschaft arbeiten eng zusammen, viele Lösungen sind bereits im Einsatz.


Der Holzbau entwi­ckelt sich dabei besonders dynamisch. Unter­nehmen wie ERNE setzen auf automa­ti­sierte Fertigung und digitale Prozess­ketten. Projekte wie das DFAB House zeigen, wie sich Planung und Bau erstmals vollständig digital verbinden lassen.
„Unsere Betriebe stehen im inter­na­tio­nalen Wettbewerb. Wer vorne bleiben will, muss Entwick­lungen früh erkennen und nutzen. Genau dafür schaffen wir mit solchen Missionen den direkten Zugang“, sagt WK-Präsident Jürgen Mandl.

Schweiz unter den Top-zehn-Export­ländern Kärntens

Die Bedeutung solcher Initia­tiven zeigt sich auch in den aktuellen Außen­han­dels­zahlen. Kärntens Exporte erreichten im ersten Halbjahr 2025 rund 4,83 Milli­arden Euro, der Handels­über­schuss lag bei 862 Millionen Euro. Die Schweiz bleibt ein wichtiger Absatz­markt und liegt mit 141 Millionen Euro unter den Top-zehn-Export­ländern Kärntens.


„Entscheidend ist, was bei den Betrieben ankommt. Wir wollen konkrete Ansätze mitgeben, die sich direkt in den Arbeits­alltag integrieren lassen“, sagt Hemma Kircher-Schneider, Leiterin der Außen­wirt­schaft und EU der Wirtschafts­kammer Kärnten.
Die Unter­neh­me­rinnen und Unter­nehmer nehmen vor allem eines mit: neue Ansätze und Ideen für die Praxis.

„Über den Tellerrand zu blicken, ist entscheidend. Gerade im Holzbau kann man von der Schweiz viel lernen.“

Alexander Ruhdorfer

„Solche Einblicke sind wichtig. Der Holzbau entwi­ckelt sich klar in Richtung Lösungen aus einer Hand.“

Christoph Lauritsch

Maximilian Liesnig: „Ich nehme viele Eindrücke und vor allem Motivation mit, neue Ansätze im eigenen
Betrieb weiter­zu­denken.“

Karl Liesnig: „Überrascht hat mich, wie praxisnah hier gearbeitet wird. Forschung und Unter­nehmen greifen direkt inein­ander.“

Maximilian und Karl Liesnig
Fakten zur Schweiz
  • Die Schweiz zählt zu den innova­ti­ons­stärksten Volks­wirt­schaften weltweit und belegt regel­mäßig Spitzen­plätze im Global Innovation Index.
  • Die Wirtschaft gilt als stabil und wettbe­werbs­fähig, geprägt von hoher Produk­ti­vität und inter­na­tio­naler Vernetzung.
  • Forschungs­ein­rich­tungen wie die ETH Zürich und die Empa zählen zu den führenden Insti­tu­tionen im Bau- und Materi­al­be­reich.
  • Die Bauwirt­schaft setzt verstärkt auf digitale Planung, Automa­ti­sierung und neue Ferti­gungs­tech­no­logien.
  • Holz gewinnt als nachhal­tiger Baustoff zunehmend an Bedeutung.
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 9/26 erschienen.
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