Der Wald
rechnet anders
Für Förster Michael Wunder aus Pritschitz ist der Wald Arbeitsplatz und Kraftort zugleich.
Schon als Kind begleitete Michael Wunder (32) seinen Großvater bei der Waldarbeit. „Der erste Weg nach der Schule führte direkt zu ihm“, erinnert er sich. Früh stand für ihn fest, dass seine Zukunft in der Forstwirtschaft liegen würde. Er absolvierte die Landwirtschaftliche Fachschule in Lendorf sowie die Forstschule in Bruck an der Mur. 2019 wagte er mit dem Baum- und Forstservice Wunder den Schritt in die Selbstständigkeit. Zu Beginn stand ihm auch sein Schwiegervater tatkräftig zur Seite.
Die Anfangsjahre waren stark von der Corona-Pandemie geprägt. Neben klassischen Forstarbeiten lag der Schwerpunkt auf der Gartengestaltung. Zusätzlich übernahm er die Schneeräumung in der Gemeinde sowie das Warten des Heizwerkes in Pörtschach. „Heute liegt unser Fokus auf professionellem Baumservice im Forst und urbanen Raum“, erklärt der verheiratete Familienvater.
Angeboten werden Risikofällungen, Baumpflege, Rodungen, Gutachten und Forstarbeiten. Zu diesem Zweck wurde in den vergangenen drei Jahren in moderne Geräte und eine neue Betriebsstätte investiert. Herzstück des Betriebes ist der PM Trac, ein Spezialschlepper mit Kranaufsatz, der Waldarbeiten bodenschonend und dennoch effizient ermöglicht.
An seinem Beruf schätzt er die Vielseitigkeit, die tägliche Arbeit an der frischen Luft und das sichtbare Ergebnis der gemeinsamen Leistung mit seinem vierköpfigen Team. „Der Wald ist für mich ein Kraftort. Wer unter hundertjährigen Buchen steht, der spürt, dass hier eine andere Zeitrechnung gilt, als für uns Menschen. Und auch wenn der Wald von sich aus nachhaltig ist, braucht er dennoch Pflege und Aufforstung, um gesund zu bleiben.“