Das Alleinstellungsmerkmal von Förster Michael Wunder ist der Spezialschlepper mit Kranaufsatz – so werde effizientes und schonendes Bewirtschaften möglich.
Das Alleinstellungsmerkmal von Förster Michael Wunder ist der Spezialschlepper mit Kranaufsatz – so werde effizientes und schonendes Bewirtschaften möglich. © Kärntenphoto
Michael Wunder

Der Wald
rechnet anders

Für Förster Michael Wunder aus Pritschitz ist der Wald Arbeitsplatz und Kraftort zugleich.

18.03.2026 08:37 von Claudia Blasi
Lesezeit 3 Minuten

Schon als Kind begleitete Michael Wunder (32) seinen Großvater bei der Waldarbeit. „Der erste Weg nach der Schule führte direkt zu ihm“, erinnert er sich. Früh stand für ihn fest, dass seine Zukunft in der Forst­wirt­schaft liegen würde. Er absol­vierte die Landwirt­schaft­liche Fachschule in Lendorf sowie die Forst­schule in Bruck an der Mur. 2019 wagte er mit dem Baum- und Forst­service Wunder den Schritt in die Selbst­stän­digkeit. Zu Beginn stand ihm auch sein Schwie­ger­vater tatkräftig zur Seite.


Die Anfangs­jahre waren stark von der Corona-Pandemie geprägt. Neben klassi­schen Forst­arbeiten lag der Schwer­punkt auf der Garten­ge­staltung. Zusätzlich übernahm er die Schnee­räumung in der Gemeinde sowie das Warten des Heizwerkes in Pörtschach. „Heute liegt unser Fokus auf profes­sio­nellem Baumservice im Forst und urbanen Raum“, erklärt der verhei­ratete Famili­en­vater.

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Angeboten werden Risiko­fäl­lungen, Baumpflege, Rodungen, Gutachten und Forst­ar­beiten. Zu diesem Zweck wurde in den vergan­genen drei Jahren in moderne Geräte und eine neue Betriebs­stätte inves­tiert. Herzstück des Betriebes ist der PM Trac, ein Spezi­al­schlepper mit Kranaufsatz, der Waldar­beiten boden­schonend und dennoch effizient ermög­licht.


An seinem Beruf schätzt er die Vielsei­tigkeit, die tägliche Arbeit an der frischen Luft und das sichtbare Ergebnis der gemein­samen Leistung mit seinem vierköp­figen Team. „Der Wald ist für mich ein Kraftort. Wer unter hundert­jäh­rigen Buchen steht, der spürt, dass hier eine andere Zeitrechnung gilt, als für uns Menschen. Und auch wenn der Wald von sich aus nachhaltig ist, braucht er dennoch Pflege und Aufforstung, um gesund zu bleiben.“

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 5/26 erschienen.
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Mehr zum Thema gibt es hier: Der Manager des Waldes.