„Arbeitsplätze und Fortschritt“
Seit mehr als 50 Jahren fertigt Sewol Bienenbeuten Häuser für Bienen. Simon Wolte spricht im Interview über die Rolle und Bedeutung des Unternehmertums in der breiten Öffentlichkeit.
„Kärntner Wirtschaft“: Was macht erfolgreich gelebtes Unternehmertum aus?
Simon Wolte: Durchhaltevermögen.
Werden Rolle und Bedeutung des Unternehmertums auch in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen?
Nein. Gerade medial stehen Unternehmer meist als die Bösen da, die Mitarbeiter immer nur ausnutzen. Ohne Mitarbeiter kann aber kein Unternehmen bestehen. Gute Mitarbeiter müssen geschätzt werden.
Ihr Wunsch an die Politik?
Endlich fähige Leute an die Machthebel zu lassen.
Warum sind Unternehmerpersönlichkeiten wichtig für das Land?
Weil sie Arbeitsplätze sichern, Fortschritt bringen und weil die sie größte Säule der Gesellschaft sind.
Wie bringen Sie sich in die Region ein?
Wir bringen uns mit unseren Produkten ein und unterstützen soziale Projekte.
Was ist die größte Gefahr für das Unternehmertum?
Die Bürokratisierung und verschiedene Steuern in den EU-Ländern. Die EU ist gerade für kleinere, produzierende Unternehmen manchmal mehr Fluch als Segen.
- 1954 errichtet Sepp Wolte ein Behauwerk in Gallizien.
- 1959 brennt das Sägewerk durch einen Blitz ab. Familie Wolte baut es erneut auf, fertigt aber ab 1960 Betteinsätze.
- 1975 beginnt Sewol aus dem Restholz der Betteinsätze Bienenbeuten zu produzieren.
- 1991 übernimmt Heinz Wolte die Produktion der Bienenbeuten. Seither werden ausschließlich Bienenbeuten aus heimischem Fichten- und Lindenholz produziert.
- 2016 übernimmt Simon Wolte den Betrieb. Heinz Wolte steht ihm weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.
- Sewol Bienenbeuten beschäftigt aktuell vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.