Lukas Bubna-Litic und Mathias Wedenig gründeten in Himmelberg ihre eigene Büchsenmacherei.
Lukas Bubna-Litic und Mathias Wedenig gründeten in Himmelberg ihre eigene Büchsenmacherei. © WKK
B2W Jagdwaffen

Zwei Freunde, ein Ziel

Die Büchsenmacher Lukas Bubna-Litic und Mathias Wedenig starteten mit „B2W Jagdwaffen“ treffsicher in die Selbstständigkeit.

12.09.2025 07:32 von Christina Scherzer
Lesezeit 7 Minuten

Mathias Wedenig (25) und Lukas Bubna-Litic (26) haben nicht nur gemeinsam die Schulbank an der Fachschule für Büchsen­macher in Ferlach gedrückt, sondern stehen auch heute noch Seite an Seite an ihrer eigenen Werkbank. Was damals in ihrer Schulzeit als Idee begann, haben die beiden mittler­weile in die Realität umgesetzt. Mit „B2W Jagdwaffen“ gründeten sie im vergan­genen Jahr ihr eigenes Unter­nehmen. Bevor sie jedoch zusammen den Schritt in die Selbst­stän­digkeit wagten, sammelten beide Berufs­er­fahrung. Bubna-Litic arbeitete zwei Jahre bei einem Büchsen­macher in seiner Heimat in Nieder­ös­ter­reich, während Wedenig bereits mit einem eigenen Einzel­un­ter­nehmen durch­startete.

Einblicke in die WerkstattButton Down

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Eigene Büchsen­ma­cherei

Vergan­genen Herbst fiel dann der Start­schuss für „B2W Jagdwaffen“. In einer alten Schmiede in Himmelberg leben sie nun auf rund 140 Quadrat­metern ihren Traum von der eigenen Büchsen­ma­cherei. Bevor dort jedoch gefeilt, brüniert oder montiert werden konnte, standen Inves­ti­tionen an. Sicher­heits­auf­lagen erfor­derten Umbauten, Maschinen und Werkzeuge mussten angeschafft werden. Trotzdem verlief der Start „ziemlich easy-going“, erinnern sich die Jäger. Der vorhandene Kunden­stamm von Wedenig sowie Kontakte aus der Jagdszene sorgten dafür, dass von Beginn an ausrei­chend Aufträge vorhanden waren. Zur Kundschaft zählen vor allem Jäger. Aber auch Sport­schützen und Sammler sind bei „B2W Jagdwaffen“ anzutreffen. Die Nachfrage ist unter anderem von der Jagdsaison abhängig. „Viele Kunden kommen vor oder nach der Saison“, erzählt Wedenig.

Der VerkaufsraumButton Down

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Fokus auf Handarbeit

Neben Repara­turen und dem Verkauf von Waffen anderer Hersteller sowie von Jagdzu­behör stehen auch Neuan­fer­ti­gungen in den Auftrags­bü­chern der beiden. Das Besondere dabei ist: „Wir machen vieles per Handarbeit“, betonen sie. Entspre­chend beginne der Preis für eine indivi­duell gefer­tigte Waffe bei 10.000 Euro. „Nach oben hin gibt es da keine Grenze“, ergänzt Bubna-Litic. Um Qualität und Indivi­dua­lität sicher­zu­stellen, legen die Jungun­ter­nehmer viel Wert auf Beratung. Bevor sie mit dem Bau starten, werden alle Details mit den Kunden besprochen. „Unsere Aufgabe ist es, die Kunden in die richtige Richtung zu lenken. Außerdem messen wir jeden Körper aus, damit die Waffe perfekt passt.“

Für die Zukunft planen die Handwerker, sich auf Neuan­fer­ti­gungen zu konzen­trieren. Ihr Rat an andere Gründer: „Einfach machen und nicht lange überlegen.“

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 17/25 erschienen.
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