„Stets nach
vorne schauen“
Bruno und Anton Ruhdorfer im Interview über erfolgreich gelebtes Unternehmertum und ihren Wunsch an die Politik.
„Kärntner Wirtschaft“: Was macht erfolgreich gelebtes Unternehmertum aus?
Bruno und Anton Ruhdorfer: Unternehmer sollten stets nach vorne schauen, innovativ denken und vor allem keine Angst vor Neuem haben.
Ihr Wunsch an die politischen Entscheidungsträger?
Das geplante Inkrafttreten der EUDR (European Deforestation Regulation) muss von der Politik nochmals überdacht werden. Sie belastet mit ihrem bürokratischen Aufwand und der komplexen Sorgfaltspflicht vor allem kleine und mittlere Betriebe bei uns in Österreich. Grundsätzlich muss daran gearbeitet werden, die administrativen Prozesse zu vereinfachen und praxisnahe sowie umsetzbare Vorgaben zu schaffen.
Wie bringen Sie sich in der Region ein?
Wir bekennen uns zum Standort im Gurktal, schaffen Arbeitsplätze für Menschen aus der Region und legen bei Investitionen viel Wert auf regionale Partner und Lieferanten.
Was sind die größten Gefahren für Unternehmen?
In Österreich gefährden vor allem die explodierende Kostenstruktur – etwa bei Löhnen, Dienstleistungen, Energie und Finanzierung – sowie der Fachkräftemangel viele Unternehmen. Dazu kommen viel Bürokratie und unsichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Investitionen erschweren.
- 1924 gründet Franz Ruhdorfer neben der existierenden Landwirtschaft ein Sägewerk, das damals vor allem die bäuerliche Umgebung mit Holz versorgte.
- Ab den 1950ern baut Sohn Siegfried Ruhdorfer den Betrieb stetig aus.
- 1986 übernimmt Bruno Ruhdorfer den Betrieb.
- 2014 und 2021 folgen große Investitionen in den Standort.
- Heute beschäftigt das Unternehmen 15 Mitarbeiter.