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175 Jahre Wirtschaftskammer Kärnten

Starke
Partnerin seit 175 Jahren

Seit 175 Jahren ist die Wirtschaftskammer Kärnten eine zentrale Partnerin für heimische Betriebe.

13.05.2026 08:40 - Update am: 13.05.2026 14:41 von Sarah Aichwalder
Lesezeit 7 Minuten

Seit ihrer Gründung versteht sich die Wirtschafts­kammer Kärnten als Stimme der Wirtschaft und als engagierte Partnerin der Kärntner Unter­nehmen. Auf Basis des Handels­kam­mer­ge­setzes von 1850 ins Leben gerufen, hat sie die wirtschaft­liche Entwicklung über viele Krisen und Umbrüche hinweg aktiv begleitet – von wechselnden politi­schen Systemen zwischen Monarchie und Demokratie über zwei Weltkriege bis hin zu fünf Währungs­um­stel­lungen. Trotz all dieser Verän­de­rungen blieb sie stets eine verläss­liche Konstante.
Heute, 175 Jahre später, zeigen sich viele Heraus­for­de­rungen in ähnlicher Form: Der Fachkräf­te­mangel bremst in zahlreichen Branchen die Entwicklung, hohe Steuer­be­las­tungen setzen Betriebe unter Druck und wieder­keh­rende Krisen verschärfen die Situation zusätzlich. Auch für die Industrie sind die Rahmen­be­din­gungen nicht einfacher geworden.

Ein Blick in die Geschichte macht deutlich: Die Wirtschaft ist im ständigen Wandel – und mit ihr die Menschen, die Unter­nehmen gründen und führen. Neben tradi­tio­nellen Famili­en­be­trieben prägen heute zunehmend neue Formen des Unter­neh­mertums den Wirtschafts­standort Kärnten.

Unter­neh­me­rinnen und Unter­nehmer, junge Gründe­rinnen und Gründer sowie EPU’s stehen für Innovation und Flexi­bi­lität. Die Wirtschafts­kammer Kärnten unter­stützt sie mit Netzwerken, Veran­stal­tungen, umfas­senden Service­leis­tungen und einer starken Inter­es­sen­ver­tretung.

Auch der 18. Präsident der Wirtschafts­kammer Kärnten, Jürgen Mandl, unter­streicht: „Die Geschichte der Wirtschafts­kammer zeigt, wo wir herkommen. Noch wichtiger ist jedoch die Frage, was wir daraus für die Zukunft mitnehmen. Unsere Betriebe sind das Fundament unseres Standorts. Sie brauchen verläss­liche Rahmen­be­din­gungen und eine starke Inter­es­sen­ver­tretung, um auch künftig erfolg­reich zu sein.“

1850

wird das Fundament der Kammern mit dem provi­so­ri­schen Handels­kam­mern­gesetz gelegt. Unter Kaiser Franz Joseph I. entstehen erstmals flächen­de­ckend Handels- und Gewer­be­kammern. Sie gelten als „öffent­liche Institute“, unter staat­licher Aufsicht, berichten der Regierung und werden bei Geset­zes­vor­haben angehört.

1868

kommt das definierte Kammer­gesetz. Es gibt den Kammern eine stabile recht­liche Grundlage, die in ihren Grund­zügen bis heute erkennbar bleibt. Selbst­ver­waltung und Pflicht­mit­glied­schaft sind verankert.

1910

ist das eigene Kammer­ge­bäude bezugs­fertig. Nach gemie­teten Büros am Alten und am Neuen Platz wird aufgrund der zuneh­menden Aufgaben und des wachsenden Personals der Bau eines eigenen Gebäudes notwendig.

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1920

erfolgt ein grund­le­gender Wandel. Das Kurien­wahl­recht wird abgeschafft und durch das allge­meine, gleiche und direkte Wahlrecht ersetzt. Erstmals sind auch Frauen wahlbe­rechtigt und wählbar. Die Kammern erweitern zugleich ihre Aufgaben ­– insbe­sondere in Statistik, Lehrlings­wesen und Berufs­bildung.

1945

wird das Kammer­ge­bäude durch Luftan­griffe nahezu vollständig zerstört. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Neukon­sti­tu­ierung der Kammer nimmt sie ihre Arbeit in einem Provi­sorium im Nordtrakt des unver­sehrt geblie­benen Teils des Gebäudes wieder auf.

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1946

entsteht die Wirtschafts­kammer neu. Sie wird als Körper­schaft öffent­lichen Rechts einge­richtet und erhält die demokra­tische Grundlage zurück. Neun Landes­kammern und die Bundes­kammer bilden die Struktur, die bis heute besteht. Das aktive und passive Wahlrecht wird wieder einge­führt.

1952

können mit dem Neubau an gleicher Stelle die Aktivi­täten wieder voll aufge­nommen werden. In den folgenden Jahrzehnten wird der Gebäu­de­komplex mehrfach erweitert, unter anderem durch das WIFI Kärnten.

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2026

präsen­tiert sich das Gebäude heute als moderner Standort mit zeitge­mäßer Infra­struktur und rund 300 Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beitern.

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 9/26 erschienen.
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