Investitionen bei vielen Vorzeigebetrieben, neue Angebote und vorsichtiger Optimismus prägen den Start in den Kärntner Sommer.
Investitionen bei vielen Vorzeigebetrieben, neue Angebote und vorsichtiger Optimismus prägen den Start in den Kärntner Sommer. © KSL Tourismus Marketing GmbH/Martin Hofmann
Saisonstart

Saison­start mit viel Mut

Investitionen, neue Angebote und vorsichtiger Optimismus prägen den Start in den Kärntner Sommer. Viele Vorzeigebetriebe setzen gerade jetzt auf Investitionen.

11.05.2026 07:45 von Johannes Moser
Lesezeit 7 Minuten

Kärnten sperrt auf – und das mit einer spürbaren Portion Zuver­sicht. Inves­ti­tionen in Infra­struktur, Wellness, Famili­en­an­gebote und vor allem ganzjährige Nutzung sind mittler­weile keine Ausnahme mehr. Dieser Wandel kommt nicht von ungefähr, sondern ist die Kärntner Antwort auf eine Chance in unserer krisen­be­haf­teten Zeit. Zukunfts­for­scher Peter Zellmann spricht in diesem Zusam­menhang von einem „Rückzug auf das Vernünftige“: Gäste entscheiden sich wieder stärker für nahe Reise­ziele und legen Wert auf Qualität. Öster­reich und damit auch Kärnten können von dieser Entwicklung profi­tieren.

Auch die Stimmung in der Branche ist entspre­chend: „Die Betriebe sind vorsichtig optimis­tisch“, sagt WK-Sparten­obmann Josef Petritsch. Kärnten werde als sichere und gut erreichbare Desti­nation verstärkt nachge­fragt. Gleich­zeitig bleibe das Umfeld heraus­for­dernd – hohe Energie‑, Personal- und Finanzierungskos­ten würden viele Entschei­dungen prägen. „Die Inves­ti­ti­ons­be­reit­schaft ist da, aber deutlich selek­tiver.“ Inves­tiert werde vor allem in Qualität, Nachhal­tigkeit und Angebots­ver­bes­serung. „Großvo­lumige Projekte werden derzeit jedoch sorgfäl­tiger geprüft, da die gestie­genen Kosten und unsicheren wirtschaft­lichen Rahmen­be­din­gungen eine langfristige Planung erschweren. Die neue KWF-Quali­täts­in­itiative für die Hotel­lerie ist jedoch ein sehr guter Ansatz für die Betriebe“, erklärt Petritsch.

© Peter Just

Die Voraus­set­zungen sind gut, dass Kärnten, trotz eines heraus­for­dernden Umfelds, im heurigen Sommer seine Stärken voll ausspielen kann.Zitat Ende

Josef Petritsch

WK-Sparten­obmann Tourismus- und Freizeit­wirt­schaft

Investment in Erleb­nisse

Dabei geht es längst nicht mehr nur um klassische Inves­ti­tionen in die Infra­struktur. Vielmehr entstehen durch­dachte Gesamt-erleb­nisse, die Gäste unabhängig von Wetter oder Saison ansprechen. Dass dieser Weg der richtige ist, unter­streichen auch die Stimmen von Touris­tikern. „Auch heuer gibt es wieder spannende Weiter­ent­wick­lungen und neue Angebote“, betont Petritsch. Das zeige, dass der Touris­mus­standort weiterhin attraktiv sei. So inves­tiert etwa das Werzers Seehotel Wallerwirt in neue Zimmer und einen modernen Spa-Bereich, während der Brenn­seehof seine Famili­en­an­gebote ausbaut. Ergänzt wird diese Entwicklung durch Leitbe­triebe wie das Hotel Hochschober und das Mountain Resort Feuerberg, die in Qualität und neue Erleb­nisse wie ein Badehaus oder Kultur­formate inves­tieren.

Eines wird deutlich: Kärnten hat mit seiner bunten Kombi­nation aus intakter Natur, hoher Erleb­nis­qua­lität und herzlicher Gastfreund­schaft alle Voraus­set­zungen für eine erfolg­reiche Desti­nation. Petritsch: „Wenn es uns gelingt, diese Quali­täten konse­quent weiter­zu­ent­wi­ckeln und gleich­zeitig gute wirtschaft­liche Rahmen­be­din­gungen sicher­zu­stellen, steht einer erfolg­reichen Sommer­saison nichts im Wege.

„Bei uns in der Pfeffer­mühle inves­tieren wir permanent, vor allem in Krisen­zeiten wie jetzt, auch wenn das Preis­niveau natürlich höher ist. So haben wir in den vergan­genen beiden Jahren allein 300.000 Euro in die Nasszellen inves­tiert und unsere Badezimmer auf den neuesten Stand gebracht. Aufgrund der verän­derten Gewohn­heiten unserer Gäste sind wir in der Situation, dass wir kleinere Einheiten benötigen. Deshalb planen wir auch einen großflä­chigen Umbau in zwei Baustufen in den nächsten Jahren.“

Karl und Sigrid Kogler

„Inves­ti­tionen bedeuten für uns, Still­stand zu vermeiden und die Zukunft aktiv zu gestalten. Mit der laufenden Drei-Phasen-Renovierung des Werzers Seehotel Wallerwirt entwi­ckeln wir das Haus behutsam weiter und verbinden Wohnkomfort mit dem Lebens­gefühl am Wörthersee. Neben neuen Zimmern und einem umfassend moderni-
sierten See-Spa setzen wir bewusst auf eine breite Aufstellung aus Wellness, Sport und Ganzjah­res­an­ge­boten. Wir fußen auf mehreren Stand­beinen wie Spa-Erleb­nissen, Sport-Aktiv-Angeboten und einem starken Seminar­ge­schäft. Die positive Buchungslage bestätigt diesen Weg. Angetrieben werden wir dabei vor allem durch das positive Feedback unserer Gäste und ein starkes, loyales Team.“

Roland Hirten­felder

„Wir inves­tieren konti­nu­ierlich in die Weiter­ent­wicklung unseres Betriebs – nicht nur saisonal, sondern als festen Bestandteil unserer Unter­neh­mens­phi­lo­sophie. Über vier Genera­tionen hinweg hat sich der Brenn­seehof vom kleinen Gasthaus zu einem modernen Sport­resort entwi­ckelt, und genau diesen Weg setzen wir konse­quent fort. Mit unseren jüngsten
Inves­ti­tionen wollen wir sowohl unsere treuen Stamm­gäste begeis­tern, als auch neue Gäste ansprechen. Gleich­zeitig ist es für uns als Familie eine große Verant­wortung und Herzens­an­ge­le­genheit, dieses Lebenswerk mit Leiden­schaft weiter­zu­führen und unseren Gästen besondere Urlaubs­mo­mente zu ermög­lichen.“

Erland und Barbara Palle
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 9/26 erschienen.
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