Lehrlinge
Saisonstart mit viel Mut
Investitionen, neue Angebote und vorsichtiger Optimismus prägen den Start in den Kärntner Sommer. Viele Vorzeigebetriebe setzen gerade jetzt auf Investitionen.
Kärnten sperrt auf – und das mit einer spürbaren Portion Zuversicht. Investitionen in Infrastruktur, Wellness, Familienangebote und vor allem ganzjährige Nutzung sind mittlerweile keine Ausnahme mehr. Dieser Wandel kommt nicht von ungefähr, sondern ist die Kärntner Antwort auf eine Chance in unserer krisenbehafteten Zeit. Zukunftsforscher Peter Zellmann spricht in diesem Zusammenhang von einem „Rückzug auf das Vernünftige“: Gäste entscheiden sich wieder stärker für nahe Reiseziele und legen Wert auf Qualität. Österreich und damit auch Kärnten können von dieser Entwicklung profitieren.
Auch die Stimmung in der Branche ist entsprechend: „Die Betriebe sind vorsichtig optimistisch“, sagt WK-Spartenobmann Josef Petritsch. Kärnten werde als sichere und gut erreichbare Destination verstärkt nachgefragt. Gleichzeitig bleibe das Umfeld herausfordernd – hohe Energie‑, Personal- und Finanzierungskosten würden viele Entscheidungen prägen. „Die Investitionsbereitschaft ist da, aber deutlich selektiver.“ Investiert werde vor allem in Qualität, Nachhaltigkeit und Angebotsverbesserung. „Großvolumige Projekte werden derzeit jedoch sorgfältiger geprüft, da die gestiegenen Kosten und unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine langfristige Planung erschweren. Die neue KWF-Qualitätsinitiative für die Hotellerie ist jedoch ein sehr guter Ansatz für die Betriebe“, erklärt Petritsch.
Die Voraussetzungen sind gut, dass Kärnten, trotz eines herausfordernden Umfelds, im heurigen Sommer seine Stärken voll ausspielen kann.
Josef Petritsch
WK-Spartenobmann Tourismus- und FreizeitwirtschaftInvestment in Erlebnisse
Dabei geht es längst nicht mehr nur um klassische Investitionen in die Infrastruktur. Vielmehr entstehen durchdachte Gesamt-erlebnisse, die Gäste unabhängig von Wetter oder Saison ansprechen. Dass dieser Weg der richtige ist, unterstreichen auch die Stimmen von Touristikern. „Auch heuer gibt es wieder spannende Weiterentwicklungen und neue Angebote“, betont Petritsch. Das zeige, dass der Tourismusstandort weiterhin attraktiv sei. So investiert etwa das Werzers Seehotel Wallerwirt in neue Zimmer und einen modernen Spa-Bereich, während der Brennseehof seine Familienangebote ausbaut. Ergänzt wird diese Entwicklung durch Leitbetriebe wie das Hotel Hochschober und das Mountain Resort Feuerberg, die in Qualität und neue Erlebnisse wie ein Badehaus oder Kulturformate investieren.
Eines wird deutlich: Kärnten hat mit seiner bunten Kombination aus intakter Natur, hoher Erlebnisqualität und herzlicher Gastfreundschaft alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Destination. Petritsch: „Wenn es uns gelingt, diese Qualitäten konsequent weiterzuentwickeln und gleichzeitig gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen sicherzustellen, steht einer erfolgreichen Sommersaison nichts im Wege.
„Bei uns in der Pfeffermühle investieren wir permanent, vor allem in Krisenzeiten wie jetzt, auch wenn das Preisniveau natürlich höher ist. So haben wir in den vergangenen beiden Jahren allein 300.000 Euro in die Nasszellen investiert und unsere Badezimmer auf den neuesten Stand gebracht. Aufgrund der veränderten Gewohnheiten unserer Gäste sind wir in der Situation, dass wir kleinere Einheiten benötigen. Deshalb planen wir auch einen großflächigen Umbau in zwei Baustufen in den nächsten Jahren.“
„Investitionen bedeuten für uns, Stillstand zu vermeiden und die Zukunft aktiv zu gestalten. Mit der laufenden Drei-Phasen-Renovierung des Werzers Seehotel Wallerwirt entwickeln wir das Haus behutsam weiter und verbinden Wohnkomfort mit dem Lebensgefühl am Wörthersee. Neben neuen Zimmern und einem umfassend moderni-
sierten See-Spa setzen wir bewusst auf eine breite Aufstellung aus Wellness, Sport und Ganzjahresangeboten. Wir fußen auf mehreren Standbeinen wie Spa-Erlebnissen, Sport-Aktiv-Angeboten und einem starken Seminargeschäft. Die positive Buchungslage bestätigt diesen Weg. Angetrieben werden wir dabei vor allem durch das positive Feedback unserer Gäste und ein starkes, loyales Team.“
„Wir investieren kontinuierlich in die Weiterentwicklung unseres Betriebs – nicht nur saisonal, sondern als festen Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Über vier Generationen hinweg hat sich der Brennseehof vom kleinen Gasthaus zu einem modernen Sportresort entwickelt, und genau diesen Weg setzen wir konsequent fort. Mit unseren jüngsten
Investitionen wollen wir sowohl unsere treuen Stammgäste begeistern, als auch neue Gäste ansprechen. Gleichzeitig ist es für uns als Familie eine große Verantwortung und Herzensangelegenheit, dieses Lebenswerk mit Leidenschaft weiterzuführen und unseren Gästen besondere Urlaubsmomente zu ermöglichen.“