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Kärntner Unternehmerinnen

Wirtschaft mit
weiblicher Handschrift

Rund 41 Prozent aller Unternehmen in Kärnten werden von Frauen geführt und es werden jedes Jahr mehr. Damit sind sie ein wichtiger Teil der Wirtschaft und prägen mit ihrem Tun die Gesellschaft. Doch was treibt sie an und was bedeutet für sie wirklich Erfolg?

06.03.2026 08:32 von Anita Arneitz
Lesezeit 9 Minuten

Sabine Mair, Modefriseur Elisèe

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Handwerk als Leiden­schaft

„Ich wurde Unter­neh­merin im Friseur­beruf, weil das Handwerk meine Leiden­schaft ist und ich in den Famili­en­be­trieb hinein­ge­wachsen bin. Damit konnte ich mir einen Kinder­traum erfüllen. Erfolg bedeutet für mich, die Zufrie­denheit und das Vertrauen meiner Kunden zu gewinnen. In unserem Betrieb steht Liebe fürs Handwerk und die familiäre Atmosphäre an erster Stelle.“

Sabine Mair

Sandra Petschenig, Uhren Schmuck Weiss­haupt

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Unabhän­gigkeit, Eigen­stän­digkeit und Selbst­be­stimmtheit

„Der Schritt in die Selbst­stän­digkeit bringt neben einem hohen Arbeits­pensum und schlaf­losen Nächten auch sehr viele positive Dinge wie Unabhän­gigkeit, Eigen­stän­digkeit oder Selbst­be­stimmtheit mit sich – deshalb wurde ich Unter­neh­merin. Erfolg bedeutet für mich, körper­liches und finan­zi­elles Wohlbe­finden um ein ausge­wo­genes und freudiges Leben zu führen.“

Sandra Petschenig

Claudia Röck, Erste-Cafe-Kondi­torei Hahn

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Großar­tiges schaffen

„Mein Weg in die Selbst­stän­digkeit war kurz und schmerzlos: Seit 2009 führen wir den Betrieb. Heute bin ich stolz auf die Goldme­daillen für meine Pralinen. Erfolg bedeutet für mich, die Bestä­tigung meiner Arbeit. In meinem Beruf kann ich mit Kreati­vität und Handwerk Großar­tiges schaffen. Ich wurde Unter­neh­merin, weil ich meine eigenen Sachen machen wollte.“

Claudia Röck

Andrea Brennacher-Springer, Springer Reisen

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Mitar­beiter als Teil der Familie

„Erfolg bedeutet für mich zufriedene, glück­liche und lachende Kunden. Gerade das Besondere anzubieten, Neues zu entdecken und voran­zu­gehen zeichnet unseren Erfolg als Famili­en­be­trieb aus. Unsere Mitar­beiter gehören bei mir zur Familie. Ich kenne jeden Namen, meine Tür steht immer offen. Ich bin stolz auf unsere Mitarbeiter:innen.“

Andrea Brennacher-Springer

Monika und Yvonne Thurner, Landgasthaus „Pfeffer­mühle“

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Durch­halten

„Unter­neh­merin zu sein ist nicht immer leicht. Wir versuchen, jeden Tag aufs Neue durch­zu­starten und für unsere Gäste da zu sein. Man darf sich nichts anmerken oder sich gar unter­kriegen lassen. Erfolg bedeutet durch­halten und nicht stehen­bleiben. Wir probieren immer wieder neue Dinge aus und entwi­ckeln uns weiter.“

Monika Thurner mit Tochter Yvonne

Alexandra Kempfer, Glaserei Kempfer

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Mehrwert schaffen

„Erfolg ist, mit meiner Arbeit einen Mehrwert für meine Kunden zu erschaffen, damit sie glücklich und begeistert sind. Mein Motto lautet: Mache, was du liebst und du musst nie wieder arbeiten. Glas faszi­niert mich mit seiner Trans­parenz und dem Spiel mit Licht. Wobei es natürlich immer eine Heraus­for­derung ist, Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen.“

Alexandra Kempfer

Christina und Anna-Maria Kulterer , Mode Offner

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Niemals stehen bleiben

„Erfolg bedeutet für uns begeis­terte Kunden, motivierte Mitar­beiter und eine glück­liche Familie. Die größte Heraus­for­derung in der Selbst­stän­digkeit ist, niemals stehen zu bleiben, stets in die Zukunft zu blicken und sich ständig persönlich weiter zu entwi­ckeln. Auch die Entwicklung unser Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter ist uns wichtig.“

Christina Kulterer mit Tochter Anna-Maria

Olivia Konec-Ronacher, Tisch­lerei Konec

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Wertschät­zender Umgang

„Als Famili­en­be­trieb ist mir ein wertschät­zender Umgang mit dem gesamten Team ganz besonders wichtig. Jeder muss sich an seinem Arbeits­platz wohlfühlen, sonst sind Leistung und Erfolg nicht möglich. Besonders stolz bin ich auch auf unsere Lehrlinge, die inter­na­tional Erfolge feiern und von Anfang an selbst­ständig arbeiten und Verant­wortung übertragen bekommen.“

Olivia Konec-Ronacher
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 4/26 erschienen.
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