Entwicklungschef Dieter Hoi und Geschäftsführer Jan Bürger.
Entwicklungschef Dieter Hoi und Geschäftsführer Jan Bürger. © Dietmar Wajand
PCS

Software und Roboter für den Gesund­heits­be­reich

Seit mehr als 30 Jahren bietet PCS Professional Clinical Software aus Klagenfurt IT-Lösungen für den Gesundheitsbereich an.

20.02.2025 08:16 von Ines Tebenszky
Lesezeit 7 Minuten

Software für Kranken­häuser hat das Klagen­furter IT-Unter­nehmen PCS Profes­sional Clinical Software über die Grenzen hinaus ­bekannt gemacht. Das Kranken­haus­informationssystem Patidok kommt in zahlreichen Einrich­tungen zum Einsatz, um Abläufe zu automa­ti­sieren, Patien­ten­daten, medizi­nische Dokumen­tation oder Abrech­nungen zusam­men­zu­führen. Seit 2018 ist Jan Bürger als Geschäfts­führer tätig – seitdem hat sich das Tätig­keits­spektrum über das reine Software­ge­schäft hinaus erweitert. „Als ich in das Unter­nehmen gekommen bin, war PCS für ein Software-Haus ein Dinosaurier. Mit Patidok hatte man zwar eine gut einge­führte Software, aller­dings hat sich bei der Weiter­ent­wicklung nicht viel getan“, erinnert sich Bürger. „Für mich war daher klar, dass wir uns bewegen müssen, um weiter erfolg­reich bleiben zu können.“

Automation als weiterer Geschäfts­be­reich

Als Tochter­un­ter­nehmen der italie­ni­schen GPI-Gruppe habe sich die Tür zu einem weiteren Geschäfts­be­reich, der Automation, geöffnet. „Wir haben uns auf Pharmazie-Roboter spezia­li­siert. Es sind italie­nische Roboter mit deutscher Technik, für die es viel Markt­po­tenzial gibt.“

Das Firmen­ge­bäudeButton Down

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Noch in seinem ersten Jahr als Geschäfts­führer habe Bürger den ersten Roboter verkauft. Mittler­weile gebe es rund 80 Roboter­kunden, 20 bis 25 Roboter werden pro Jahr verkauft. Ziel sei eine Verdop­pelung. „Unsere Roboter können an indivi­duelle Begeben­heiten angepasst werden, etwa an histo­rische Gemäuer, wie es bei den Barmher­zigen Brüdern der Fall ist.“ In 20 Ländern sei man schon aktiv, vor Kurzem gewann PCS eine Ausschreibung in Uppsala, Schweden.

KI kommt zum Einsatz

Die Weiter­ent­wicklung sei auch bei der Software voran­ge­trieben worden, etwa durch Web-Kompo­nenten. Auch Künst­liche Intel­ligenz werde einge­setzt. Vor allem im diagnos­ti­schen Bereich komme sie zum Einsatz, etwa bei der Analyse radio­lo­gi­scher Bilder oder in der Patho­logie – ein Geschäfts­be­reich der ebenfalls wachse.

Fokus auf Integration und Wachstum

Seit vergan­genem Herbst ist PCS für ein Schweizer Labor­tech­no­logie-Unter­nehmen verant­wortlich. „Die GPI-Gruppe hat das Unter­nehmen gekauft und der PCS übergeben.“ Heuer werde man sich daher intensiv mit der Integration des 35 Mitar­beiter zählenden Unter­nehmens sowie dem weiteren Wachstum beschäf­tigen.

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Am Standort Klagenfurt selbst seien 75 Mitar­beiter beschäftigt, die seit Ende 2024 im komplett umgebauten Firmen­ge­bäude arbeiten. „Für manche Mitar­beiter ist es nach Corona und Homeoffice während des Umbaus überhaupt das erste Mal, dass sie im Büro sind.“ Mit dem Umbau habe Bürger einiges an den räumlichen Struk­turen geändert. So gebe es unter anderem mehr Bespre­chungs­räume, weniger Käs­ten, da alle Daten ohnehin elektro­nisch abgelegt würden, und ein Verbot, am Arbeits­platz zu essen. „Das wurde zuerst skeptisch betrachtet. Wir haben aber im Erdge­schoß einen Raum mit Küche und Tischen – da kommen nun Leute mitein­ander ins Gespräch, die sonst wenig mitein­ander zu tun haben – das sehe ich insgesamt als positive Entwicklung.“

Aus der Chronik
  • 1988 wurde PCS Profes­sional Clinical Software in Klagenfurt gegründet.
  • Mittler­weile ist PCS Teil der italie­ni­schen GPI-Gruppe.
  • Seit 2018 führt Jan Bürger die Geschäfte des Unter­nehmens, das auf Software für den medizi­ni­schen Bereich und Apothe­ken­ro­boter spezia­li­siert ist.
  • PCS zählt 75 Mitar­beiter.
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 4/25 erschienen.
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