Christoph Raunig und Patrick Kleinfercher entwickelten aus einem Online-Garten ein eigenes Tool für Selbstbedienungs-Shops.
Christoph Raunig und Patrick Kleinfercher entwickelten aus einem Online-Garten ein eigenes Tool für Selbstbedienungs-Shops. © myAcker/PSB-Media
myAcker

Regio­na­lität trifft auf Digita­li­sierung

myAcker schafft Bewusstsein für Regionalität und setzt dabei auf die Digitalisierung.

18.11.2024 09:12 - Update am: 21.11.2024 10:51 von Christina Scherzer
Lesezeit 4 Minuten

Eine Kiste voller Radieschen, Zucchini, Kartoffeln oder Gurken aus der Region, und das alles per Mausklick – das machen Chris­toph Raunig und Patrick Klein­fercher möglich. Mit ihrem Unter­nehmen myAcker mit Sitz in Spittal/Drau haben sie einen Online-Garten ins Leben gerufen, der ein Bewusstsein für regionale Lebens­mittel schaffen und die digitale Welt mit Regio­na­lität verbinden soll.

Säen, gießen, Unkraut jäten, ernten und alles, was beim Garteln dazu gehört, lässt sich dort per Klick simulieren. Was die Online-Gärtner vom Schreib­tisch aus steuern, wird von myAcker auf dem echten Feld erledigt. Nach der Ernte mache sich das Gemüse dann direkt auf den Weg zum Kunden. „Mit unserem Online-Garten haben wir versucht, die emotionale Ebene mit der Digita­li­sierung zu verbinden“, sagt Geschäfts­führer Christoph Raunig.

Kontakt­loses Einkaufs­er­lebnis

Aus dem Online-Angebot und der steigenden Nachfrage entstand die Idee der Ackerbox. Ein Selbst­be­die­nungs­laden in Container-Form, in dem vorrangig Lebens­mittel aus der Region angeboten werden. „Kein Produkt legt mehr als 35 Kilometer zurück, bevor es in der Ackerbox verkauft wird“, erzählt Raunig. Das garan­tiere nicht nur frische Lebens­mittel und die Nähe zum Produ­zenten, sondern auch kurze Trans­portwege.

EinblickeButton Down

Um den Kundinnen und Kunden trotz des kontakt­losen Konzepts ein anspre­chendes Einkaufs­er­lebnis zu bieten, hat das Unter­nehmen mit ackerPay eine All-in-One-Lösung für den perso­nal­losen Verkauf entwi­ckelt. Die Zahl der Stamm­kunden sehe man bei myAcker als Beweis dafür, dass diese Techno­logie akzep­tiert und auch geschätzt wird. „Das Zwischen­mensch­liche ist wichtig, aber es ist gut, es mit der Digita­li­sierung zu kombi­nieren. Da hinkt die Welt noch etwas hinterher.“ Um den aktuellen Fachkräf­te­mangel entge­gen­zu­wirken, fokus­siere man sich bei myAcker nun verstärkt auf das Hightech-Shopsystem und biete es auch anderen Betrieben an. Und die Nachfrage sei groß: „Die Betriebe, die gute Leute brauchen und keine finden, kommen jetzt alle zu uns. Vom Hofladen bis zum Fleischer – knapp 100 Läden benutzen unsere Technik schon.“

Über die ursprüng­liche Idee, den Menschen vor Augen zu führen, wo Lebens­mittel herkommen, sagt der Geschäfts­führer heute: „Es ist spannend, wie man mit Technik Nachhal­tigkeit schaffen kann.“

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