„Neue Wege erfordern Mut und Durchhaltevermögen“
Bewegung bringt nicht nur den Körper, sondern auch den Geist voran. Ed Wohlfahrt erklärt, warum Gehen kreativer macht, wie man dem Reaktionsmodus entkommt und was es braucht, um mutig neue Wege zu gehen.
Ed Wohlfahrt begleitet Führungskräfte und Unternehmer:innen dabei, neue Perspektiven zu entwickeln und klare Entscheidungen zu treffen. Im Interview spricht er darüber, warum Bewegung kreatives Denken fördert, wie man dem Dauer-Reaktionsmodus entkommt und was es braucht, um beruflich neue Wege zu gehen.
„Kärntner Wirtschaft“: Wie hilft Bewegung dabei, kreative Lösungen zu finden?
Ed Wohlfahrt: Wer sich körperlich bewegt, kommt immer auch geistig in Bewegung. Studien zeigen klar, dass Bewegung nicht nur zu quantitativ mehr Ideen führt, sondern dass sich unter diesen auch mehr qualitative, sprich neue Ideen, befinden. Bewegung wirkt auch stresssenkend, es wird laufend Adrenalin und Cortisol abgebaut.
Oft bleibt im Alltag keine Zeit für Strategie. Wie ändert man das?
Ich würde so jemanden gerne fragen, was der konkrete Vorteil davon ist, nur noch zu reagieren oder auch welche fünf Dinge dazu beitragen würden, das Problem noch viel größer zu machen.
Was hindert uns daran, neue Wege zu gehen?
Diese Frage führt ins Defizit. Dort wollen wir nicht hin. Ich würde anders fragen: Was befähigt mich dazu, einen neuen Weg einzuschlagen? Angenommen, wir sind den Weg eine Zeit lang gegangen, woran werden wir erkennen, dass es der richtige war? Bei einem Spaziergang lassen sich übrigens wunderbar neue Wege einschlagen. Es geht gar nicht anders.
Sie haben selbst beruflich neue Wege eingeschlagen. Wie war das?
Neue Wege einzuschlagen, braucht Mut und Durchhaltevermögen. Niemand hat auf dich gewartet. Aber ich gehe halt auch nicht allein. Ich lasse mich auf meinem Weg seit Jahren professionell begleiten. Einmal im Monat eine Stunde lang darüber zu reden, was mich bewegt, ist unbezahlbar.
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