Neues
Jahr, neuer Weg
Selbst wenn sich alles ändert, können Unternehmen immer auf eine wichtige Ressource zurückgreifen: den eigenen Mut, um neue Wege zu gehen.
Branche wechseln. Betrieb übernehmen. Ein zusätzliches Standbein aufbauen. Die Pension als Chance für neue Ideen sehen. Im unternehmerischen Leben kann es viele Wendepunkte geben und gerade jetzt stehen viele Betriebe vor einer strukturellen Neuausrichtung. Sie hoffen nicht auf einen konjunkturellen Aufschwung oder bessere Zeiten, sondern hinterfragen aktiv ihre Geschäftsmodelle und probieren Neues aus. Das geht über reine Gewinnmaximierung hinaus.
Vielmehr geht es laut verschiedenen Leadership-Studien darum, sein persönliches „Warum“ im Unternehmertum zu leben und einen positiven gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Das gelingt mit Klarheit und richtiger Führung, einer durchdachten Strategie und einer konsequenten Umsetzung. Damit das auch wirklich klappt, können Impulse von außen helfen. Denn oft ist man selbst betriebsblind für die eigenen Chancen im Betrieb.
Coach Ed Wohlfahrt unterstützt auf dem Weg zur Klarheit: „In den Coachings geht es oft um Wachstumshürden oder limitierende Glaubenssätze, die in Kombination mit dem herausfordernden Alltag als Selbstständiger als belastend wahrgenommen werden.“ Was helfe, sei wieder freizulegen, was die Gründe dafür waren, als Selbstständiger zu starten und sich die ursprüngliche Passion wieder vor Augen zu führen, was den Reiz davon ausmacht oder einmal ausgemacht hat. Damit komme auch die Motivation wieder, neue Wege zu gehen. Egal ob im Kleinen oder Großen.
Stimmen aus der Wirtschaft
Tiebeldruck
„Prozesse neu zu denken, ist eine Chance“
„Wenn man bereit ist, neue Wege zu gehen, muss man auch bereit sein, sich auf Neues einzulassen und genau das zählt zu den größten unternehmerischen Herausforderungen. Tiebeldruck war über 35 Jahre so strukturiert, dass mit hoher Effizienz und geringem Aufwand eine Vielzahl an Druckaufträgen und Aufgaben erfolgreich umgesetzt werden konnten. Gleichzeitig erkennen wir jetzt, dass sich Marktanforderungen, Kundenbedürfnisse und technologische Möglichkeiten rasant weiterentwickeln. Durch Pensionierung und Schließung der Druckerei haben wir die Chance und die Möglichkeit, Arbeitsprozesse neu zu denken und innovative Anwendungen gezielt zu integrieren. Insbesondere KI-gestützte Technologien verstehen wir nicht als Gegensatz zu Erfahrung und Qualität, sondern als sinnvolle Ergänzung. In Zukunft wollen wir Kunden weiter beraten.“
Familienparadies Reichenhauser
„Flexibilität durch mehrere Standbeine“
„Die größte Veränderung war die Schließung des Zauberwaldes, ausgehend vom Personalmangel. Der Zauberwald kann jetzt nur mehr von unseren Hotelgästen oder für gebuchte Feiern und Kindergeburtstage besucht werden. Für uns war es das Beste, was wir gemacht haben, weil wir dadurch wieder mehr Zeit für unsere Gäste haben. Wir haben unser Hotel jetzt von April bis Oktober offen. Zusätzlich bieten wir ‚Essen auf Rädern‘ an und ich nehme mit unseren Mehlspeisen auf den Märkten in Maria Wörth und Schiefling teil. Regelmäßig beliefere ich damit auch den Ortsladen in Schiefling. Mir macht das großen Spaß und ich schätze den direkten Kontakt mit den Menschen. Als Unternehmer muss man einfach flexibel sein. Mehrere Standbeine können dabei helfen.“
Die Teedose
„Entschlossenheit und Mut lohnen sich“
„Wir haben vor über einem Jahr die Teedose übernommen, weil wir gemeinsam als Paar etwas Neues machen wollten. Ich selbst komme eigentlich aus dem Bau und war entschlossen, die Idee umzusetzen. Für unseren Mut wurden wir belohnt. Es macht uns sehr viel Spaß und wir haben im ersten Jahr alle unsere Ziele erreicht. Natürlich ist es viel Arbeit und wir lernen immer wieder Neues dazu. Transparenz und Ehrlichkeit sind uns wichtig, genauso wie die persönliche Beziehung zu unseren Kunden – zu jenen, die zu uns ins Geschäft kommen, aber auch größere Hotels und Cafés. Aktuell haben wir über 300 offene Teesorten und auch der Onlineshop läuft gut an.“
„Fehlzeiten sinken, Produktivität steigt“