Daniel Abart produziert Zirbenprodukte von Kugeln über Vorratsbehälter bis hin zu Betten.
Daniel Abart produziert Zirbenprodukte von Kugeln über Vorratsbehälter bis hin zu Betten. © KK/Zirbelino
Zirbelino

Nachhaltig
und mit Herz

Alles von der Zirbe wird bei Zirbelino in Klagenfurt verarbeitet – und das nachhaltig und sozial.

25.09.2024 16:01 - Update am: 12.03.2026 08:09 von Ines Tebenszky
Lesezeit 6 Minuten

Der Duft der Zirbe ist unver­kennbar und allge­gen­wärtig, sobald man den Schauraum des Klagen­furter Unter­nehmens Zirbelino betritt. Von Zirben­würfeln und ‑kugeln angefangen über Kosme­tik­pro­dukte und Kerzen bis hin zu Wandpa­neelen, Zirben­säulen oder Möbel­stücken reicht die Produkt­pa­lette, die von Geschäfts­führer Daniel Abart ständig erweitert wird. „In Öster­reich gibt es schon viele Anbieter von Zirben­pro­dukten. Da ist es wichtig, dass man sich immer wieder etwas Neues einfallen lässt“, betont er. Im heurigen Sommer waren das etwa Holzver­schlüsse für Bierfla­schen, die Schutz gegen Wespen bieten.

Als Kind Liebe zur Zirbe entdeckt

Die besondere Liebe zum Holz, insbe­sondere zur Zirbe, entwi­ckelte der gebürtige Tiroler schon als Kind in Opas Tisch­ler­werk­statt. Seit mehr als zehn Jahren ist die Zirbe Abarts tägliche Beglei­terin. „Angefangen habe ich auf Christ­kindl­märkten in Klagenfurt und Pörtschach. Dort habe ich Zirben­pro­dukte wie Kissen oder Öle verkauft und mir als Student etwas dazuver­dient habe“, erinnert er sich. Doch die Nachfrage war groß und die Ideen, was aus der Zirbe noch alles werden könnte, zahlreich. „Ich habe einen Onlineshop aufgebaut und bin dann aber bald selbst in die Produktion einge­stiegen.“

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Sozialer Aspekt in Produktion wichtig

Herge­stellt werden die Produkte heute in der eigenen Tisch­lerei, die sich hinter dem Schauraum erstreckt. Bis vor zwei Jahren ließ er von den Sozialen Betrieben Kärnten (SBK) produ­zieren, da der soziale Aspekt Abart von Anfang an wichtig gewesen sei. „Vor zwei Jahren wurde aber die Tisch­lerei geschlossen, deshalb habe ich eine Halle gesucht, selbst eine Tisch­lerei aufge­macht und die Mitar­beiter übernommen.“ Mittler­weile hat Abart eine Koope­ration mit autark, um Menschen mit Benach­tei­li­gungen oder Behin­de­rungen dabei zu unter­stützen, auf dem Arbeits­markt Fuß zu fassen. Derzeit sind fünf Personen von autark im Team.

Bis auf die Nadeln wird bei Zirbelino alles verar­beitet

Verar­beitet wird vom insgesamt 15-köpfigen Team bis auf die Nadeln alles von der Zirbe: „Aus Holzrest­stücken machen wir Anzündholz, die ganz kleinen Holzspäne, die besonders intensiv duften, füllen wir in spezielle Baumwoll­säckchen, aus der Rinde machen wir Blumen­töpfe, in denen Zirben­bäumchen gekauft werden können.“ Um den Kreislauf zu schließen werden auch regel­mäßig Zirben gepflanzt – vom Unter­nehmen selbst, aber auch von den Kunden: Über 11.000 Bäumchen wurden bereits verkauft.

Viele der Bäumchen haben ihre Reise nach Deutschland angetreten, wo 80 Prozent des Umsatzes erwirt­schaftet werden. Als nächs­ten Markt hat Abart Japan im Visier – ab dem kommenden Sommer will er dort mit seinen Produkten vertreten sein. „Ich bin großer Japan-Fan und sehe hier viele Möglich­keiten.“

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