Mehr Power
für das Rad
Das eigene Fahrrad ganz einfach in ein E-Bike verwandeln: add-e aus Villach macht das möglich und fertigt den E-Nachrüstsatz komplett in Kärnten.
Unzählige Fahrräder lagern ungebraucht in Kellern oder landen auf dem Müll, nur weil sie nicht mehr gebraucht werden und ihre Besitzer lieber mit einem E‑Bike unterwegs sind. „Dabei lassen sich auch normale Räder ganz einfach aufbessern und so weiter verwenden“, sagt Fabian Gutbrod. Mit add‑e hat er gemeinsam mit Thomas Pucher schon vor zwölf Jahren mit der Entwicklung eines E‑Nachrüstsatzes für Fahrräder begonnen. Seitdem hat sich das Produkt weiterentwickelt. „Wir versuchen laufend nachhaltiger und besser zu werden“, sagt der gelernte Kfz-Elektriker und studierte Mechatroniker mit Schwerpunkt Energie und Antriebstechnik. So gebe es jetzt verschiedene Größen von Akkus und das System sei im Vergleich zu den Anfängen leiser und drehmomentstärker geworden.
E‑Bike ganz regional
Heute werde der Nachrüstsatz direkt in Villach gefertigt und über die Webseite sowie Händler im deutschsprachigen Raum verkauft. „Wir fertigen alles in Kärnten und sind damit ein regionales Produkt. Die gesamte Wertschöpfungskette ist in Kärnten, wir kaufen nur die Akkuzelle zu. Der Rest wird alles von uns gemacht, von der Elektronik bis zu den Frästeilen auf den CNC-Maschinen.“
Der E‑Nachrüstsatz ist für alle ideal, die nur zeitweise elektrische Unterstützung beim Rad dazuschalten möchten – zum Beispiel wenn es bergauf geht oder Gegenwind weht. Die restliche Zeit kann aufgrund des geringen Gewichtes „normal“ getreten werden. Das mache es für die tägliche Mobilität, zum Beispiel die Fahrt ins Büro, attraktiv. Jedes Rad, vom Liegerad über Faltrad bis hin zum Rennrad, Mountainbike oder klassischen Cityflitzer, könne elektrisch aufgerüstet werden. Die Montage ist einfach. Eine gute Beratung für das Nischenprodukt sei das Um und Auf.
Zurück zu den Wurzeln
Während add‑e in der Anfangszeit sehr exportorientiert war und international mit tausenden Verkäufen auf der ganzen Welt gestartet ist, geht es jetzt zurück auf die heimischen Kernmärkte. „Händlernetze, Versicherungen, verschiedenste Sprachen und Marketingmaterial für unterschiedlichste Länder, Gefahrengutsendungen, globale Veränderungen und vieles mehr, für unser kleines Team war der internationale Auftritt fast ein wenig zu viel. Nach dem großem E‑Bike-Boom sind jetzt die Verkaufszahlen drastisch zurückgegangen. Deshalb konzentrieren wir uns jetzt auf Österreich und Deutschland.“ Vor allem auch, weil das Unternehmen breit aufgestellt sei: Neben der Fertigung des E‑Nachrüstsatzes werden in Villach auch Sofortmontagen und Direktverkauf ab Werk angeboten sowie der eigene Onlineshop betreut. „Wenn jemand ein Produkt von uns kauft, hat er langfristig einen Ansprechpartner mit Support und Garantieleistung. Das schätzen unsere Kunden, genauso wie eine gute Beratung.“
Für die Zukunft wünscht sich Gutbrod ein stärkeres Umdenken beim Konsumverhalten. „Billig einkaufen und dann wegwerfen, kann nicht der richtige Weg sein. Wer sich für uns entscheidet, nimmt vielleicht ein bisschen mehr Geld in die Hand, aber dafür hat er lange Freude mit dem Produkt und handelt nachhaltig.“
Hingabe trifft Handwerk