Kosmetik
aus der Natur
Christina Brandstätter zeigt mit ihrer Naturkosmetiklinie „Zirbelle“, dass man auch mit einer passiven Strategie nachhaltig erfolgreich sein kann.
Höher, schneller, weiter. Nach wie vor ist die Wirtschaft von Superlativen geprägt und will unbedingt Tempo machen. Christina Brandstätter von der Turracher Höhe hat sich für einen anderen Weg entschieden: Sie nimmt sich die Zirbe zum Vorbild. Zum einen als wertvolle natürliche Zutat für ihre Kosmetiklinie, zum anderen weil die Zirbe langsam wächst. Deshalb arbeitet sie nicht mit aggressiven Marketingstrategien, sondern lässt auch ihre Marke „Zirbelle“ langsam wachsen. Und diese Strategie geht auf.
Inzwischen haben über den Onlineshop bereits einige renommierte Kunden den Weg zu ihr gefunden. „Eines der schönsten Erfolge war der Auftrag für Ritz Carlton in Wien. Da durften wir eine Großbestellung an Raumdüften als Gastgeschenke an das Fünf-Sterne-Haus liefern“, erzählt Brandstätter und auch für den Onlineshop gab es bereits Auszeichnungen.
Aus nachhaltiger Produktion
Die Produkte werden alle in Österreich produziert, aufgeteilt auf mehrere Standorte in Kärnten, der Steiermark und Oberösterreich. „Alle Produkte sind mit Zirbenöl und zu 100 Prozent zertifizierte Naturkosmetik. Alles per Hand hergestellt. Die Gesichtskosmetik ist in dieser Form einmalig in Österreich“, sagt Brandstätter. Die Inhaltsstoffe und Öle kommen aus nachhaltiger Produktion. „Ich hatte eine Produktionsumstellung in der Gesichtskosmetik, wollte aber unbedingt in Österreich bei den Kleinherstellern bleiben und nicht nach Deutschland gehen.“ Das Zirbenöl kommt aus den Bäumen der Nockberge. Allerdings werden dafür nicht extra Bäume gefällt, sondern die Äste verwendet, die sowieso von den Bäumen herunter geschnitten werden, wenn diese für eine Baustelle oder Möbel verwendet werden. Aus diesen kleinen Ästen und Nadeln wird dann das Zirbenöl gewonnen. Die Bestellungen werden alle von Brandstätter selbst verpackt und verschickt. Es gibt nur kleine Mengen auf Lager. „Ich achte darauf, dass so gut es geht frisch produziert wird.“
Die Naturkosmetik ist rund ein Jahr haltbar, die Öle und Sprays sogar länger. Inzwischen ist Brandstätter seit sechs Jahren auf dem Markt. „Wenn man eine gute Idee hat, muss man sich einfach den Mut nehmen und es ausprobieren. Vor kleinen Rückschritten darf man sich nicht abschrecken lassen.“