Christina Brandstätter wohnt auf der Turracher Höhe. Hier inspirierte sie die Natur zu neuer Gesichtskosmetik mit nachhaltigem Zirbenöl.
Christina Brandstätter wohnt auf der Turracher Höhe. Hier inspirierte sie die Natur zu neuer Gesichtskosmetik mit nachhaltigem Zirbenöl. © Zirbelle
Zirbelle

Kosmetik
aus der Natur

Christina Brandstätter zeigt mit ihrer Naturkosmetiklinie „Zirbelle“, dass man auch mit einer passiven Strategie nachhaltig erfolgreich sein kann.

22.12.2025 07:32 von Anita Arneitz
Lesezeit 3 Minuten

Höher, schneller, weiter. Nach wie vor ist die Wirtschaft von Super­la­tiven geprägt und will unbedingt Tempo machen. Christina Brand­stätter von der Turracher Höhe hat sich für einen anderen Weg entschieden: Sie nimmt sich die Zirbe zum Vorbild. Zum einen als wertvolle natür­liche Zutat für ihre Kosme­tik­linie, zum anderen weil die Zirbe langsam wächst. Deshalb arbeitet sie nicht mit aggres­siven Marke­ting­stra­tegien, sondern lässt auch ihre Marke „Zirbelle“ langsam wachsen. Und diese Strategie geht auf.

Inzwi­schen haben über den Onlineshop bereits einige renom­mierte Kunden den Weg zu ihr gefunden. „Eines der schönsten Erfolge war der Auftrag für Ritz Carlton in Wien. Da durften wir eine Großbe­stellung an Raumdüften als Gastge­schenke an das Fünf-Sterne-Haus liefern“, erzählt Brand­stätter und auch für den Onlineshop gab es bereits Auszeich­nungen.

Aus nachhal­tiger Produktion

Die Produkte werden alle in Öster­reich produ­ziert, aufge­teilt auf mehrere Standorte in Kärnten, der Steiermark und Oberös­ter­reich. „Alle Produkte sind mit Zirbenöl und zu 100 Prozent zerti­fi­zierte Natur­kos­metik. Alles per Hand herge­stellt. Die Gesichts­kos­metik ist in dieser Form einmalig in Öster­reich“, sagt Brand­stätter. Die Inhalts­stoffe und Öle kommen aus nachhal­tiger Produktion. „Ich hatte eine Produk­ti­ons­um­stellung in der Gesichts­kos­metik, wollte aber unbedingt in Öster­reich bei den Klein­her­stellern bleiben und nicht nach Deutschland gehen.“ Das Zirbenöl kommt aus den Bäumen der Nockberge. Aller­dings werden dafür nicht extra Bäume gefällt, sondern die Äste verwendet, die sowieso von den Bäumen herunter geschnitten werden, wenn diese für eine Baustelle oder Möbel verwendet werden. Aus diesen kleinen Ästen und Nadeln wird dann das Zirbenöl gewonnen. Die Bestel­lungen werden alle von Brand­stätter selbst verpackt und verschickt. Es gibt nur kleine Mengen auf Lager. „Ich achte darauf, dass so gut es geht frisch produ­ziert wird.“

Die Natur­kos­metik ist rund ein Jahr haltbar, die Öle und Sprays sogar länger. Inzwi­schen ist Brand­stätter seit sechs Jahren auf dem Markt. „Wenn man eine gute Idee hat, muss man sich einfach den Mut nehmen und es auspro­bieren. Vor kleinen Rückschritten darf man sich nicht abschrecken lassen.“

Info-Icon
Dieser Artikel ist in Ausgabe 24/25 erschienen.
Info-Icon
Ähnliche Artikel finden Sie in der Kategorie: Kärnten Nachhaltig