Koordinatorin der Liebe
Mit Ruhe, Gespür und Organisationstalent sorgt Claudia Luser mit ihrer „Glücksfabrik“ dafür, dass der große Tag unvergesslich wird.
Für viele Paare ist der Hochzeitstag einer der wichtigsten ihres Lebens – voller Emotionen, Erinnerungen und hoher Erwartungen. Was Braut und Bräutigam als Tag der Liebe erleben möchten, kann organisatorisch schnell zur Herausforderung werden. Genau hier setzt Claudia Luser aus Kötschach-Mauthen an. Mit ihrer „Glücksfabrik“ ist sie seit knapp zwei Jahren als Hochzeitsplanerin tätig und sorgt dafür, dass der große Tag reibungslos abläuft.
Die 35-Jährige ist in einem Hotelbetrieb am Weißensee aufgewachsen und kennt daher Hochzeiten bereits seit vielen Jahren aus der organisatorischen Perspektive. Während ihrer Karenz entschloss sie sich dann, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. „Mit einer Hochzeitsplanerin rechnet man im oberen Gailtal nicht“, sagt sie offen. Skepsis sei nach wie vor spürbar, die Daseinsberechtigung des Berufs noch nicht überall angekommen.
Perfekte Abläufe brauchen keine Bühne
Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Koordination: Zeitpläne, Dienstleister, Abläufe – alles soll ineinandergreifen. „Ich achte darauf, dass alles rund läuft“, sagt Luser. Dabei ist ihr besonders wichtig, dass keine Hektik aufkommt. „Die beste Arbeit macht man, wenn man unsichtbar bleibt.“
Ihr Angebot reicht von der Gesamtplanung über Teilplanung bis zur Begleitung am Hochzeitstag selbst. Sie ist Ansprechpartnerin für Gäste und Dienstleister, während das Paar feiern kann. Besonders bewegend findet sie den Moment, wenn der Bräutigam seine Braut zum ersten Mal sieht. „Das ist etwas ganz Besonderes“, sagt die zweifache Mama. Danach hält sie sich im Hintergrund und behält den Ablauf im Blick. „Es sind die Kleinigkeiten, die in Erinnerung bleiben“, betont die Einsteigerin. Und genau dafür sorgt sie, während andere „Ja“ sagen.
Trends auf Social Media sieht Luser als „Fluch und Segen zugleich“. Sie inspirieren, doch vieles lässt sich in der Realität nicht umsetzen. „Viele Paare wissen oft gar nicht, was sie eigentlich wollen. Meine Aufgabe ist es, genau das herauszukitzeln.“ Jeder Mensch sei anders und so auch dessen Hochzeit. Wer genau hinhört und die echten Wünsche hinter den Ideen versteht, kann einen Tag gestalten, der wirklich zum Paar passt.
Ihr Tipp für andere Gründer: „Einfach mal machen, es könnte ja gut werden.“