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Claudia Luser aus Kötschach-Mauthen plant, koordiniert und organisiert Hochzeiten. Vor zwei Jahren gründete sie dafür ihr eigenes Unternehmen „Glücksfabrik“. © storymanufaktur
Claudia Luser

Koordi­na­torin der Liebe

Mit Ruhe, Gespür und Organisationstalent sorgt Claudia Luser mit ihrer „Glücksfabrik“ dafür, dass der große Tag unvergess­lich wird.

14.01.2026 09:19 - Update am: 15.01.2026 14:20 von Christina Scherzer
Lesezeit 3 Minuten

Für viele Paare ist der Hochzeitstag einer der wichtigsten ihres Lebens – voller Emotionen, Erinne­rungen und hoher Erwar­tungen. Was Braut und Bräutigam als Tag der Liebe erleben möchten, kann organi­sa­to­risch schnell zur Heraus­for­derung werden. Genau hier setzt Claudia Luser aus Kötschach-Mauthen an. Mit ihrer „Glücks­fabrik“ ist sie seit knapp zwei Jahren als Hochzeits­pla­nerin tätig und sorgt dafür, dass der große Tag reibungslos abläuft.

Die 35-Jährige ist in einem Hotel­be­trieb am Weißensee aufge­wachsen und kennt daher Hochzeiten bereits seit vielen Jahren aus der organi­sa­to­ri­schen Perspektive. Während ihrer Karenz entschloss sie sich dann, den Schritt in die Selbst­stän­digkeit zu wagen. „Mit einer Hochzeits­pla­nerin rechnet man im oberen Gailtal nicht“, sagt sie offen. Skepsis sei nach wie vor spürbar, die Daseins­be­rech­tigung des Berufs noch nicht überall angekommen.

Perfekte Abläufe brauchen keine Bühne

Im Mittel­punkt ihrer Arbeit steht die Koordi­nation: Zeitpläne, Dienst­leister, Abläufe – alles soll inein­an­der­greifen. „Ich achte darauf, dass alles rund läuft“, sagt Luser. Dabei ist ihr besonders wichtig, dass keine Hektik aufkommt. „Die beste Arbeit macht man, wenn man unsichtbar bleibt.“

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Ihr Angebot reicht von der Gesamt­planung über Teilplanung bis zur Begleitung am Hochzeitstag selbst. Sie ist Ansprech­part­nerin für Gäste und Dienstleis­ter, während das Paar feiern kann. Besonders bewegend findet sie den Moment, wenn der Bräutigam seine Braut zum ersten Mal sieht. „Das ist etwas ganz Beson­deres“, sagt die zweifache Mama. Danach hält sie sich im Hinter­grund und behält den Ablauf im Blick. „Es sind die Kleinig­keiten, die in Erinnerung bleiben“, betont die Einstei­gerin. Und genau dafür sorgt sie, während andere „Ja“ sagen.

Trends auf Social Media sieht Luser als „Fluch und Segen zugleich“. Sie inspi­rieren, doch vieles lässt sich in der Realität nicht umsetzen. „Viele Paare wissen oft gar nicht, was sie eigentlich wollen. Meine Aufgabe ist es, genau das heraus­zu­kitzeln.“ Jeder Mensch sei anders und so auch dessen Hochzeit. Wer genau hinhört und die echten Wünsche hinter den Ideen versteht, kann einen Tag gestalten, der wirklich zum Paar passt.

Ihr Tipp für andere Gründer: „Einfach mal machen, es könnte ja gut werden.“

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