„Immer mehr Bürokratie“
Hannes und Michael Staber verraten ihre Wünsche an die Politik und was sie im nächsten Unternehmerleben machen würden.
„Kärntner Wirtschaft“: Was macht erfolgreich gelebtes Unternehmertum aus?
Hannes Staber: Wenn alle in die gleiche Richtung gehen.
Für welche Werte hat ein gestandenes Unternehmen zu stehen?
Hannes Staber: Handschlagqualität und die Verantwortung für die Mitarbeiter und deren Familien übernehmen. Michael Staber: Jahrzehntelange Partnerschaften zeigen, wie wichtig Ehrlichkeit ist.
Was sind die größten Gefahren für das Unternehmertum?
Hannes Staber: Die Unsicherheit der Politik. Man weiß nicht, was morgen kommt. Michael Staber: Und die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit.
Ihr Wunsch an die politischen Entscheidungsträger?
Hannes Staber: Dass die Bürokratie von den großen Unternehmen nicht auf uns überschwappt und es immer mehr wird.
Michael Staber: Dass sie mehr Verantwortung übernehmen.
Wie bringen Sie sich in der Region ein?
Hannes Staber: Wir unterstützen regionale Vereine nicht nur finanziell, sondern auch persönlich mit unserer Mitgliedschaft.
Warum sind Unternehmerpersönlichkeiten wichtig für das Land?
Michael Staber: Kleine und mittelständische Unternehmen sind wichtig – sie schaffen Wertschöpfung und sorgen dafür, dass es dem Land gut geht.
Im nächsten Unternehmerleben würden wir …
… das gleiche machen.
- 1969 schaffte Johann Staber den ersten Milchtransporter für die damalige Oberkärntner Molkerei an. Im Jahr 1980 folgte der erste Milchsammelwagen.
- Die ersten Baustellenfahrzeuge wurden im Jahr 1986 gekauft. Ein Jahr später wurde der erste Mitarbeiter angestellt. Weitere folgten und das Unternehmen wuchs stetig.
- Bis 1999 war Kreuzen der Mittelpunkt des Transportunternehmens. Danach wurde in Feistritz/Drau ein Standort mit eigener Werkstätte, Tankstelle und Waschanlage errichtet.
- Heute besitzt das Familienunternehmen rund 60 Lkw und 15 Baumaschinen.
- Im Betrieb arbeiten 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – vier davon im Büro.