Hannes und Michael Staber gründeten 2006 die Staber Holding und teilen sich seither die Geschäftsführung von StaberTrans, Drautalkies, dem Drautaler Wasch-Center und dem Gasthaus Ebnerwirt.
Hannes und Michael Staber gründeten 2006 die Staber Holding und teilen sich seither die Geschäftsführung von StaberTrans, Drautalkies, dem Drautaler Wasch-Center und dem Gasthaus Ebnerwirt. © PSB Media
Staber Holding

Sta­ber: Wo die
Räder nie still­ste­hen

Ob im Erdbau, beim Milchtransport oder in der traditionellen Gastwirtschaft – die Familie Staber hat in vielen Bereichen Wurzeln geschlagen.

24.04.2025 07:08 von Christina Scherzer
Lesezeit 8 Minuten

In der klei­nen 132-See­len-Ort­schaft Kreu­zen, unschein­bar gele­gen zwi­schen dem Gail- und Drau­tal, ent­stand das regio­nal ver­wur­zel­te Fami­li­en­un­ter­neh­men Sta­ber. War es 1969 der ers­te Lkw, so sind heu­te 60 Lkw und 15 Bau­ma­schi­nen auf Stra­ßen und Bau­stel­len im Ein­satz. Gelenkt wird das Unter­neh­men von den Brü­dern Han­nes (49) und Micha­el (51) Sta­ber, die den Betrieb gemein­sam von ihren Eltern Johann und Eli­sa­beth Sta­ber über­nom­men haben. Nach zuneh­men­dem Wachs­tum und dem Ent­ste­hen meh­re­rer Unter­neh­men inner­halb der Fami­lie, grün­de­ten sie im Jahr 2006 die Sta­ber Hol­ding. Dazu gehö­ren seit­dem Sta­ber­Trans, Drau­t­al­kies und das Drau­ta­ler Wasch-Cen­ter.

Primär
Sekundär
© PSB Media / © Sta­ber

Von Aus­hub, Abtrans­port und Stein­schlich­tung über die Beför­de­rung von Lebens­mit­teln sowie Kühl­wa­re bis hin zu Milch­trans­por­ten decke das Trans­port­un­ter­neh­men vie­le Berei­che ab. Am heu­ti­gen Fir­men­stand­ort in Feistritz/Drau befin­den sich zudem eine betriebs­ei­ge­ne Werk­stät­te, Wasch­an­la­ge sowie Tank­stel­le und auch Stell­flä­chen, die an ande­re Unter­neh­men ver­mie­tet wer­den. Die Werk­statt und Tank­stel­le wer­den dabei extern betrie­ben. Unweit vom Stand­ort liegt außer­dem eine eige­ne Kies­gru­be, aus der Kun­den mit Bau­ma­te­ri­al belie­fert wer­den.

Mit Auf­trä­gen gewach­sen

Die heu­ti­ge Grö­ße des Betrie­bes war anfangs nicht geplant, erzählt Micha­el Sta­ber. „Als wir zehn Lkw hat­ten, haben wir eigent­lich schon gesagt, dass wir unser Ziel erreicht haben.“ Han­nes Sta­ber ergänzt: „Das eine hat sich immer durch das ande­re erge­ben.“ Heu­te beschäf­ti­gen sie 85 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter – dar­un­ter auch eini­ge Fami­li­en­mit­glie­der.

Der Kun­den­stamm von Sta­ber ist breit gefä­chert und rei­che von nam­haf­ten Bau­un­ter­neh­men bis hin zu gro­ßen Betrie­ben in der Lebens­mit­tel­bran­che. Die Trans­por­te erfol­gen über­wie­gend regio­nal. Aber auch Zie­le in ganz Öster­reich und Nord­ita­li­en ste­hen in den Auf­trags­bü­chern.

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Jah­re­lan­ge Erfah­rung

Der Arbeits­all­tag sei dabei vor allem von Fle­xi­bi­li­tät geprägt – ins­be­son­de­re zu Wochen­be­ginn: „Jeder Mon­tag ist eine Chall­enge. Wir wis­sen nie, was die kom­men­de Woche mit sich bringt“, erzäh­len sie. Stän­dig kom­men neue Auf­trä­ge dazu – da sei es kaum mög­lich, vor­aus zu pla­nen. Dis­po­niert wird daher kurz­fris­tig und lau­fend. „Man muss immer erreich­bar sein. Ruft man spä­ter zurück, sind die Auf­trä­ge oft schon ander­wei­tig ver­ge­ben“, sagt Micha­el Sta­ber.

Die­se Schnell­le­big­keit und der Druck, immer erreich­bar sein zu müs­sen, sehen die bei­den als gro­ße Her­aus­for­de­rung. Und doch behal­ten sie immer den Über­blick – dank jah­re­lan­ger Erfah­rung und täg­li­cher Rou­ti­ne. Neben dem Koor­di­nie­ren und den All­fäl­lig­kei­ten im Büro grei­fen die Brü­der auch zwei bis drei Mal pro Woche selbst zum Lenk­rad.

Gast­haus mit regio­na­len Pro­duk­ten

Zusätz­lich zu den Transport­tätigkeiten betreibt die Fami­lie Sta­ber auch das Gast­haus Ebner­wirt in Kreu­zen. Die Pro­duk­te, die dort auf den Tisch kom­men, stam­men nicht nur über­wie­gend aus der eige­nen Land­wirt­schaft, son­dern wer­den auch direkt von ihnen selbst ver­ar­bei­tet. Das Gast­haus ist bereits seit 1763 in Fami­li­en­hand, das Team bestehe aus­schließ­lich aus den Sta­bers selbst.

Han­nes und Micha­el Sta­ber sind stolz dar­auf, wie sich die Sta­ber Hol­ding ent­wi­ckelt hat. Ihr Plan für die Zukunft: an die nächs­te Gene­ra­ti­on wei­ter­ge­ben. „Unser Ziel ist es, für unse­re Kin­der eine Basis zu schaf­fen, die es ihnen so ein­fach wie mög­lich macht, das Unter­neh­men wei­ter­zu­füh­ren.“

Aus der Chro­nik
  • 1969 schaff­te Johann Sta­ber den ers­ten Milch­trans­por­ter für die dama­li­ge Ober­kärnt­ner Mol­ke­rei an. Im Jahr 1980 folg­te der ers­te Milch­sam­mel­wa­gen.
  • Die ers­ten Bau­stel­len­fahr­zeu­ge wur­den im Jahr 1986 gekauft. Ein Jahr spä­ter wur­de der ers­te Mit­ar­bei­ter ange­stellt. Wei­te­re folg­ten und das Unter­neh­men wuchs ste­tig.
  • Bis 1999 war Kreu­zen der Mit­tel­punkt des Trans­port­un­ter­neh­mens. Danach wur­de in Feistritz/Drau ein Stand­ort mit eige­ner Werk­stät­te, Tank­stel­le und Wasch­an­la­ge errich­tet.
  • Heu­te besitzt das Fami­li­en­un­ter­neh­men rund 60 Lkw und 15 Bau­ma­schi­nen.
  • Im Betrieb arbei­ten 85 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter – vier davon im Büro.
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