„Wissen,
wofür man steht“
Zadruga in Bleiburg entwickelte sich von einer Bäuerlichen Wirtschaftsgenossenschaft hin zu einem Handelsunternehmen mit neun Märkten an sechs Standorten. Seit März hat der gebürtige Deutsche Michael Schwerdt die Fäden in der Hand.
„Kärntner Wirtschaft“: Was macht erfolgreich gelebtes Unternehmertum aus?
Michael Schwerdt: Herz, Liebe, Begeisterung und natürlich Fachkompetenz.
Für welche Werte hat ein gestandenes Unternehmen zu stehen?
Menschlichkeit.
Ihr Wunsch an die politischen Entscheidungsträger des Landes?
Weniger Bürokratie und mehr dem Volk aufs Maul schauen, um zu erkennen, was die Menschen wirklich beschäftigt. Politik sollte das Werkzeug sein, das man Menschen gibt, damit es ihnen im Leben besser geht.
Was sind die größten Gefahren für Unternehmen?
Jene, die man selber nicht beeinflussen kann. Und zu vergessen, für wen und für was man tut, was man tut.
Warum sind Unternehmerpersönlichkeiten wichtig für das Land?
Weil sie etwas unternehmen. Sie packen an und verändern ihr Umfeld idealerweise zum Guten.
Wie bringen Sie sich in der Region ein?
Wir sind Teil der Region als Großfamilie Zadruga.
Werden Rolle und Bedeutung des Unternehmertums auch in der breiten Öfftenlichkeit wahrgenommen?
Ja, ich denke schon. Wenn nicht, dann hat man als Unternehmer keinen guten Job gemacht.
Im nächsten Unterneh-merleben würde ich …
… wieder alles gleich machen.
- 1948 wird Zadruga als Bäuerliche Wirtschaftsgenossenschaft in Bleiburg gegründet.
- Michael Schwerdt ist der aktuelle Geschäftsführer.
- 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind beschäftigt.
- Der Umsatz beträgt jährlich rund 25 Millionen Euro.
- Es gibt sechs Zadruga-Filialen, drei Baumärkte und einen Spielmarkt.
- Zadruga ist ein Franchisenehmer von Spar.