Ihr Aufstieg
ins Abenteuer
Im Herzen der Karnischen Alpen haben Birgit Ortner und Hannes Lexer eine Alpinschule gegründet und erobern nun die Gipfel der Südalpen.
Neuer Weg, neuer Gipfel: Für Birgit Ortner (43) und Hannes Lexer (46) war 2023 ein Jahr voller Veränderungen. Aus Umbrüchen heraus bündelten sie ihr gesammeltes Bergsport-Know-how und gründeten in Kötschach-Mauthen ihre gemeinsame Alpinschule „Bergsport Südalpen“. Dort bieten sie neben klassischen Touren wie Klettern, Klettersteige, Wandern, Canyoning oder Skitouren auch Ausbildungen für Einsteiger, Wiedereinsteiger und Fortgeschrittene an. Bewusst halten sie dabei die Gruppengrößen klein, um auf Erfahrung, Sicherheit und individuelle Bedürfnisse optimal eingehen zu können. Zusätzlich übernehmen sie Projektarbeiten für Gemeinden und Tourismusverbände, beispielsweise rund um Wanderwege, Klettersteige oder die Entwicklung neuer Konzepte.
Start verlief positiv
Der Schritt in die Selbstständigkeit verlief vielversprechend: „Wir hatten die richtigen Ideen zur richtigen Zeit und auch das Glück, am richtigen Ort zu sein“, erzählen die Gipfelstürmer. Dennoch war die Anfangsphase von intensiven Tagen geprägt. Marketing, Programmentwicklung und Gespräche mit Partnern bestimmen nach wie vor ihren Alltag. „Kein Tag ist wie der andere“, sagen sie. Was sie antreibt? „Dass es sich lohnt, das Beste zu geben und von seinen Überzeugungen nicht abzuweichen sowie authentisch zu sein und beste Servicequalität zu bieten, um sich am Markt, trotz vieler Mitbewerber, positionieren zu können und letztlich auch abzuheben.“
Trotz guter Entwicklung bleiben Herausforderungen: Die Tourismusreform verzögere größere Entscheidungen der Tourismusverbände, für Kooperationen sei mehr Geduld nötig und die digitalen Anforderungen wachsen. Doch beide sehen darin auch Chancen. Rückblickend würden sie ihren Weg jederzeit wieder wählen – „vielleicht nur früher“.
Für die Zukunft planen sie, ihr Ausbildungsangebot weiter auszubauen, ihr Qualitätsniveau beizubehalten und noch mehr Menschen für die Prävention und somit den sicheren Bergsport zu begeistern. Ihr Tipp für Gründer: „Realistisch planen, gut informieren und dranbleiben, auch wenn nicht sofort alles funktioniert.“