Nach jahrelanger Erfahrung starteten der Berg- und Skiführer Hannes Lexer und die Bergwanderführerin Birgit Ortner aus Kötschach-Mauthen 2023 in die gemeinsame Selbstständigkeit.
Nach jahrelanger Erfahrung starteten der Berg- und Skiführer Hannes Lexer und die Bergwanderführerin Birgit Ortner aus Kötschach-Mauthen 2023 in die gemeinsame Selbstständigkeit. © Bergsport Südalpen
Bergsport Südalpen

Ihr Aufstieg
ins Abenteuer

Im Herzen der Karnischen Alpen haben Birgit Ortner und Hannes Lexer eine Alpinschule gegründet und erobern nun die Gipfel der Südalpen.

18.12.2025 08:00 von Christina Scherzer
Lesezeit 3 Minuten

Neuer Weg, neuer Gipfel: Für Birgit Ortner (43) und Hannes Lexer (46) war 2023 ein Jahr voller Verän­de­rungen. Aus Umbrüchen heraus bündelten sie ihr gesam­meltes Bergsport-Know-how und gründeten in Kötschach-Mauthen ihre gemeinsame Alpin­schule „Bergsport Südalpen“. Dort bieten sie neben klassi­schen Touren wie Klettern, Kletter­steige, Wandern, Canyoning oder Skitouren auch Ausbil­dungen für Einsteiger, Wieder­ein­steiger und Fortge­schrittene an. Bewusst halten sie dabei die Gruppen­größen klein, um auf Erfahrung, Sicherheit und indivi­duelle Bedürf­nisse optimal eingehen zu können. Zusätzlich übernehmen sie Projekt­ar­beiten für Gemeinden und Touris­mus­ver­bände, beispiels­weise rund um Wanderwege, Kletter­steige oder die Entwicklung neuer Konzepte.

© Bergsport Südalpen (2)

Start verlief positiv

Der Schritt in die Selbst­stän­digkeit verlief vielver­spre­chend: „Wir hatten die richtigen Ideen zur richtigen Zeit und auch das Glück, am richtigen Ort zu sein“, erzählen die Gipfel­stürmer. Dennoch war die Anfangs­phase von inten­siven Tagen geprägt. Marketing, Programm­ent­wicklung und Gespräche mit Partnern bestimmen nach wie vor ihren Alltag. „Kein Tag ist wie der andere“, sagen sie. Was sie antreibt? „Dass es sich lohnt, das Beste zu geben und von seinen Überzeu­gungen nicht abzuweichen sowie authen­tisch zu sein und beste Service­qua­lität zu bieten, um sich am Markt, trotz vieler Mitbe­werber, positio­nieren zu können und letztlich auch abzuheben.“

Trotz guter Entwicklung bleiben Heraus­for­de­rungen: Die Touris­mus­reform verzögere größere Entschei­dungen der Touris­mus­ver­bände, für Koope­ra­tionen sei mehr Geduld nötig und die digitalen Anfor­de­rungen wachsen. Doch beide sehen darin auch Chancen. Rückbli­ckend würden sie ihren Weg jederzeit wieder wählen – „vielleicht nur früher“.

Für die Zukunft planen sie, ihr Ausbil­dungs­an­gebot weiter auszu­bauen, ihr Quali­täts­niveau beizu­be­halten und noch mehr Menschen für die Prävention und somit den sicheren Bergsport zu begeistern. Ihr Tipp für Gründer: „Realis­tisch planen, gut infor­mieren und dranbleiben, auch wenn nicht sofort alles funktio­niert.“

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 24/25 erschienen.
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