Werner Kanovsky (nicht am Bild) hat gemeinsam mit Karin und Werner Hochsteiner Sawamed gegründet. Sie setzen bei ihren Desinfektions- und Reinigungsmitteln auf eine Wasserbasis.
Werner Kanovsky (nicht am Bild) hat gemeinsam mit Karin und Werner Hochsteiner Sawamed gegründet. Sie setzen bei ihren Desinfektions- und Reinigungsmitteln auf eine Wasserbasis. © Foto: KW
Sawamed

Grün und
gründlich vereint

Mit Sawamed in Althofen setzen drei Mediziner auf nachhaltige Lösungen bei Desinfektions- und Reinigungsmitteln.

03.02.2026 09:07 von Claudia Blasi
Lesezeit 3 Minuten

Die Veteri­när­me­di­ziner Karin und Werner Hochsteiner haben durch eine prägende persön­liche Erfahrung ihren Weg in die Selbst­stän­digkeit gefunden. Eine Mitar­bei­terin ihrer Ordination reagierte mit einem aller­gi­schen Schock auf ein Desin­fek­ti­ons­mittel. Das war der Auslöser, um über Alter­na­tiven nachzu­denken. Einige Zeit später schlug die Geburts­stunde von Sawamed, ein auf Wasser basie­rendes Desin­fek­ti­ons­mittel, das keinen Alkohol enthält, nicht entzündbar ist, nicht auf der Haut brennt und trotzdem hochwirksam Bakterien und Viren beseitigt. Der Wirkstoff ist Aktivchlor, freige­setzt aus hypochlo­riger Säure. Diese entsteht durch ein spezi­elles Elektro­ly­se­ver­fahren. „Die Vorteile sind nicht nur die bessere Verträg­lichkeit, sondern auch eine bessere Wundheilung“, erzählt Karin Hochsteiner.

Von einer Idee zu einem Produkt

Von den Ergeb­nissen begeistert starteten die beiden Mediziner mit der Produktion für den Eigen­ge­brauch. Schnell wurde auch der langjährige Freund und Human­me­di­ziner Werner Kanovsky mit ins Boot geholt und 2021 der Schritt in das Unter­neh­mertum gewagt. „Der Anfang war nicht einfach. Es braucht unzählige Lis­tungen und Zerti­fikate, bis du mit dem Verkauf beginnen kannst – das reicht von den Inhalts­stoffen bis hin zum Etikett“, erinnert sich Werner Hochsteiner. Die Nachfrage war gerade in der Anfangs­phase von Corona extrem hoch, doch der Weg durch den Behör­den­dschungel noch nicht abgeschlossen. Das führte dazu, dass das Unter­nehmen 2022 noch einmal gänzlich neu durch­startete.

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Schritt für Schritt wurden neben Desin­fek­tions- auch Reini­gungs­mittel entwi­ckelt. Mittler­weile sind viele Privat­kunden von den nachhal­tigen Alter­na­tiven begeis­tert und dank entspre­chender Zerti­fi­zierung auch Großkunden etwa aus Hotel­lerie und Gas­tronomie. „Alles, was wir verwenden, ist zu 100 Prozent abbaubar und genau darum geht es uns. Wir wollen, dass Menschen ein Bewusstsein dafür entwi­ckeln, was sie an ihre Haut lassen“, betont Werner Kanovsky.
Heute blicken die Gründer gelassen auf die Anfangs­jahre zurück. Mit vier Mitar­beitern und den Haupt­be­stand­teilen Salz und Wasser wird in Althofen produ­ziert. Gerade ist die Nachfrage nach Desin­fek­ti­ons­mitteln vor Ort, bei Spar und im Webshop besonders hoch. Doch schon beim nächsten Frühjahrsputz sind Reini­gungs­mittel gefragt und das Blatt wendet sich wieder.

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 3/26 erschienen.
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