Gunter Deuber gab einen Zins- und Konjunkturausblick.
Gunter Deuber gab einen Zins- und Konjunkturausblick. © Helmuth Weichselbraun/Kleine Zeitung
Konjunkturforum

„Es wird nur
etwas besser“

Gunter Deuber sprach im Casino Velden über die Konjunktur.

29.03.2025 10:10 von Claudia Blasi
Lesezeit 2 Minuten

Der Zins- und Konjunk­tur­aus­blick von Gunter Deuber, Chefanalyst Raiff­eisen Research, war ernüch­ternd:

  • Die Gesamtlage wird ganz leicht besser, aber auf sehr niedrigem Niveau. Die Wirtschaft wird weiter schrumpfen, aber weniger als 2024.
  • Die größte Enttäu­schung war der private Konsum, der auch in diesem Jahr noch nicht anziehen wird.
  • Die Rezes­si­ons­spirale dreht sich weiter: Die Konsu­menten sind verun­si­chert und kaufen nicht, die Unter­nehmen sind verun­si­chert und inves­tieren nicht. Die Sparquote ist fast auf Corona-
    niveau.
  • Die Inflation und die Arbeits­lo­sen­quote bleiben hoch.
  • Die Profi­ta­bi­lität der öster­rei­chi­schen Unter­nehmen sinkt seit 2022. Vor allem gestiegene Lohn- und Energie­kosten zeigen ihre Auswir­kungen.
  • Die Baure­zession läuft aus, die Branche erholt sich.
  • Die Zinssi­tuation könnte sich anders entwi­ckeln als erwartet, für 2026 steht sogar eine Erhöhung der EZB im Raum.
  • Die Exporte waren 2024 im Europa­ver­gleich am sch­wä­chsten.
  • Die Situation in Kärnten entwi­ckelt sich unter­durch­schnittlich, da wir stark vom Export und der Industrie bestimmt sind.
  • Im Hightech-Bereich hingegen entwi­ckelt sich die Industrie weiterhin sehr gut.
  • Würde für Aufschwung sorgen: Eine befristete Inves­titionsprämie und energiekos­tensenkende Maßnahmen.
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 6/25 erschienen.
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