Gunter Deuber gab einen Zins- und Konjunkturausblick. © Helmuth Weichselbraun/Kleine Zeitung
Konjunkturforum
„Es wird nur
„Es wird nur
etwas besser“
Gunter Deuber sprach im Casino Velden über die Konjunktur.
Der Zins- und Konjunkturausblick von Gunter Deuber, Chefanalyst Raiffeisen Research, war ernüchternd:
- Die Gesamtlage wird ganz leicht besser, aber auf sehr niedrigem Niveau. Die Wirtschaft wird weiter schrumpfen, aber weniger als 2024.
- Die größte Enttäuschung war der private Konsum, der auch in diesem Jahr noch nicht anziehen wird.
- Die Rezessionsspirale dreht sich weiter: Die Konsumenten sind verunsichert und kaufen nicht, die Unternehmen sind verunsichert und investieren nicht. Die Sparquote ist fast auf Corona-
niveau. - Die Inflation und die Arbeitslosenquote bleiben hoch.
- Die Profitabilität der österreichischen Unternehmen sinkt seit 2022. Vor allem gestiegene Lohn- und Energiekosten zeigen ihre Auswirkungen.
- Die Baurezession läuft aus, die Branche erholt sich.
- Die Zinssituation könnte sich anders entwickeln als erwartet, für 2026 steht sogar eine Erhöhung der EZB im Raum.
- Die Exporte waren 2024 im Europavergleich am schwächsten.
- Die Situation in Kärnten entwickelt sich unterdurchschnittlich, da wir stark vom Export und der Industrie bestimmt sind.
- Im Hightech-Bereich hingegen entwickelt sich die Industrie weiterhin sehr gut.
- Würde für Aufschwung sorgen: Eine befristete Investitionsprämie und energiekostensenkende Maßnahmen.
Dieser Artikel ist in Ausgabe 6/25 erschienen.
Mehr zum Thema gibt es hier: Leistung muss sich lohnen.