Vittorio Lombardo fand über die Nachfolgebörse den Weg von Ligurien nach Kolbnitz ins Badstüberl.
Vittorio Lombardo fand über die Nachfolgebörse den Weg von Ligurien nach Kolbnitz ins Badstüberl. © KK
Vittorio Lombardo

Dolce Vita
in Kolbnitz

Mit Hilfe der Wirtschaftskammer hat Vittorio Lombardo in Kärnten unternehmerisch Fuß gefasst und in Kolbnitz das Badstüberl übernommen.

24.07.2026 07:27 - Update am: 24.07.2026 07:27 von Sarah Aichwalder
Lesezeit 4 Minuten

Damit Unter­nehmen in der Region erhalten bleiben und Arbeits­plätze langfristig gesichert werden können, gewinnt eine frühzeitige Nachfol­ge­planung zunehmend an Bedeutung. Wie erfolg­reich eine Betriebs­nach­folge gelingen kann, zeigt das Badstüberl in Kolbnitz. Über die Nachfol­ge­börse der Wirtschafts­kammer Kärnten fand Vittorio Lombardo den Weg in die Mölltaler Gemeinde. Mit seiner „Trattoria und Pizzeria Da Vittorio“ führt er nun das Badstüberl und bringt ein Stück italie­nische Lebens­freude nach Kärnten.

Lombardo stammt aus Diano Marina in Ligurien. Dort betreibt er drei Monate im Jahr eine Pizzeria am Strand. Auf der Suche nach einer neuen beruf­lichen Heraus­for­derung richtete er seinen Blick nach Öster­reich. „Ich hatte auch schon öster­rei­chische und deutsche Gäste in meinem Restaurant in Italien. Sie haben mir immer gesagt, ich soll Öster­reich auspro­bieren. Durch sie lernte ich auch Deutsch“, erzählt Lombardo.

Zusätzlich bestärkte ihn sein Cousin in seiner Entscheidung. „Er hat gemeint, Öster­reich hat gute Leute und viel gute Laune zu bieten. Außerdem ist man in einer Stunde auch in Italien“, sagt Lombardo. Damit alles gut klappt, begleitete Steffen Geßner, Unter­neh­mens­be­rater und Sprecher der WK-Experts­group Übergabe-Consul­tants, Lombardo auf seinem Weg bei der Übernahme des Badstüberls.

In seinem Lokal verwöhnt der gebürtige Italiener seine Gäste jetzt mit hausge­machter Pizza, Pasta und italie­ni­schen Spezia­li­täten. Ergänzt wird das Angebot durch ein Mittagsmenü. Bis September hat das Badstüberl täglich geöffnet, danach ist ein Ruhetag vorge­sehen. Langfristig soll der Betrieb ganzjährig geführt werden.

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Unter­stützung durch die Wirtschafts­kammer

Damit Betriebs­über­gaben erfolg­reich gelingen, begleitet die WKK sowohl Übergeber als auch Übernehmer während des gesamten Prozesses. „Für uns ist es wichtig, dass sich Übergeber und Übernehmer so früh wie möglich mit uns in Verbindung setzen, um sich bestens auf eine Übergabe oder Übernahme vorzu­be­reiten“, erklärt Lucija Wakounig, Leiterin des WK-Gründer­service.
Zu den Angeboten zählen Orien­tie­rungs­ge­spräche, Beratungs­för­derung sowie die Nachfol­ge­börse. Begleitet werden Übergeber und Übernehmer dabei von einem Netzwerk aus Experten.
Für Lombardo bedeutete die Übernahme des Badstüberls nicht nur einen beruf­lichen Neustart. Er verlegt auch seinen Lebens­mit­tel­punkt nach Kärnten.

Angebote der Wirtschafts­kammer
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Dieser Artikel ist in Ausgabe 14/26 erschienen.
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