Ulrich Andres, TAO-Geschäftsführer, am Standort in Unterwollanig.
Ulrich Andres, TAO-Geschäftsführer, am Standort in Unterwollanig. © Tao/FotoCRafie/Chrissi Rechling-Castro
TAO

Die Magie
des Wanderns

Destinationen und Gastgeber beraten, um für naturnahen Tourismus zu begeistern, ist die Vision der Agentur TAO.

02.10.2025 07:17 von Claudia Blasi
Lesezeit 4 Minuten

Für Ulrich Andres (44) aus Graz ist Wandern viel mehr als nur gehen in der Natur. Es ist eine Lebens­ein­stellung, eine eigene Philo­sophie. Der gebürtige Kärntner ist Geschäfts­führer von TAO – einer Tourismus-Agentur, die 1991 von Sieghard Preis gegründet wurde. Lange bevor Nachhal­tigkeit zum Trend wurde, gewann die Agentur inter­na­tionale Preise für ihre durch­dachten Konzepte.

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Spezialist für Wandern in Öster­reich

2018 übernahm Andres die Geschäfts­führung und die Verant­wortung für inzwi­schen 23 Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter verteilt auf die beiden Standorte Graz und Villach. „TAO versteht sich heute als Spezialist für das Wandern in Öster­reich“, erzählt Andres. Dabei sei die Agentur Ansprech­partner für Wanderdes­tinationen, Wander­dörfer, Touris­mus­ver­bände und Gemeinden. Kunden dabei zu helfen, die Natur vor Ort zu entdecken und Gäste dafür zu begeis­tern, sei die klare Mission. Ein inter­dis­zi­pli­näres Team wickelt die Projekte aus einer Hand ab: vom Management und der Beratung bis zur Kommu­ni­kation und Digita­li­sierung. Der Bereich Zerti­fi­zierung kümmert sich um die Vergabe des Wander­gü­te­siegels.

Wandern liegt im Trend

Der Trend zum Aktiv­urlaub und vor allem die Lust am Wandern nehmen weiter zu. Aller­dings ändert sich die Art und Weise, wie man seinen Urlaub verbringt. Der Urlaub der Zukunft klafft zwischen Luxus und Minima­lismus ausein­ander. „Nachhal­tigkeit ist beim Buchen kein entschei­dendes Kriterium, zumindest nicht für die Masse“, betont der Natur­lieb­haber. Umso wichtiger sei es deshalb, den Gast wieder bewusst mit der Natur in Einklang zu bringen: „Mit unserer Arbeit wollen wir aufzeigen, wie wenig es für ein Wander­erlebnis braucht. Dabei geht es auch darum, die Natur nicht als reine Instagram-Kulisse zu verstehen. Auf der Zugspitze wurde etwa ein zweites Gipfel­kreuz aufge­stellt, damit man für ein Selfie nicht mehr zum echten Gipfel­kreuz klettern muss.“

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KI passend integrieren

Auch die Künst­liche Intel­ligenz (KI) werde in Zukunft eine Rolle spielen. Dabei gehe es darum, sich ihr nicht zu verschließen, sondern sie an den passenden Stellen zu integrieren. „Die touris­tische Landschaft entwi­ckelt sich. KI kann uns helfen, mehr Geschwin­digkeit in Prozesse zu bringen.“

Besonders erfreut blickt Andres der Eröffnung der Koralmbahn entgegen: „Das wird privat sehr viel Zeiter­sparnis bringen, beruflich die zwei Standorte noch stärker vernetzen und touris­tisch ein völlig neues Feld eröffnen.“

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Dieser Artikel ist in Ausgabe 18/25 erschienen.
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